Schweizerischer Impfplan
Die Informationen über die in der Schweiz empfohlenen Impfungen sind im Schweizerischen Impfplan enthalten. Eine aktualisierte Version erscheint jährlich jeweils im ersten Quartal. Ziel ist ein optimaler Impfschutz jeder Einzelperson und der Bevölkerung insgesamt.
Schweizerischer Impfplan 2026
Aktuell kann der Impfplan 2026 noch nicht gedruckt bestellt werden.
Impfkalender Schweiz «Bevölkerung» (für Bevölkerung und Gesundheitsfachpersonen zur Impfberatung: auch auf Französisch, Italienisch und Englisch)
Die Factsheets «Schweizerischer Impfplan» und «Risikopatienten» für Gesundheitsfachpersonen sind ab 2026 nicht mehr verfügbar.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen und Impfstoffen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung), siehe Massnahmen der medizinischen Prävention.
Aktuell gültige Empfehlungen bei Lieferengpässen, siehe Impfstoffversorgung
Die wissenschaftlichen Begründungen für neue und bestehende Empfehlungen finden Sie auf der Seite Richtlinien und Empfehlungen zu Impfungen und Prophylaxe.
Neue Empfehlungen 2025 / 2026
Integriert in den Impfplan 2026:
- RSV: Maternale Impfung oder langwirkende monoklonale Antikörper zur Immunisierung von Neugeborenen und Säuglingen im 1. Lebensjahr (publiziert am 1. September 2025 im BAG Bulletin 36/25)
- RSV: Langwirkende monoklonale Antikörper zur Immunisierung von Kleinkindern mit erhöhtem Risiko (publiziert am 1. September 2025 im BAG Bulletin 36/25)
- Pneumokokken: Empfehlung von verschieden-valenten Konjugatimpfstoffen (PCV) pro Altersgruppe (aktualisierte Stellungnahme der EKIF vom 23.02.26)
- Serologische Korrelate: Aktualisierung der empfohlenen serologischen Korrelate für Immunität, Tabelle 11 des Impfplans (publiziert am 15. Dezember 2025 im BAG Bulletin 51/25)
Separat vom Impfplan publiziert:
- NEURO-IMID: Impfprinzipien und Empfehlungen für erwachsene Personen mit neuroimmunologischen Erkrankungen (publiziert am 10. Februar 2026)
- RSV: Impfempfehlung für Erwachsene ab 75 Jahre und Risikopersonen ab 60 Jahre (publiziert am 1. September 2025 im BAG Bulletin 36/25). Keine Aufnahme in den aktuellen Impfplan, da die Kosten von der Grundversicherung nicht übernommen werden.
Der Schweizerische Impfplan
Den Schweizerischen Impfplan verfassen unabhängige Expertinnen und Experten (Eidgenössische Kommission für Impffragen, EKIF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Er wird regelmässig überarbeitet und an den neusten Wissenstand angepasst. Grundlage dafür sind neue Entwicklungen von Impfstoffen, neue Erkenntnisse über deren Wirksamkeit und Sicherheit, Veränderungen der epidemiologischen Lage in der Schweiz sowie Empfehlungen der WHO-Experten. Die in diesem Plan formulierten Impfempfehlungen zielen auf einen optimalen Impfschutz der Bevölkerung und jedes einzelnen Individuums ab.
Eine Impfung wird nur empfohlen, wenn ihr Nutzen (Verhinderung von Krankheiten und deren Komplikationen, Verringerung der Sterblichkeit) das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen um ein Vielfaches übertrifft.
Kategorien der Empfehlungen
Es gibt verschiedene Kategorien von empfohlenen Impfungen:
- Empfohlene Basisimpfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
- Empfohlene ergänzende Impfungen
- Für Risikogruppen/Risikosituationen empfohlene Impfungen
Basisimpfungen werden empfohlen, weil sie für die individuelle und öffentliche Gesundheit wesentlich sind und einen für die Gesundheit der Bevölkerung wichtigen Schutz bieten.
Die ergänzenden Impfungen gewährleisten einen optimalen individuellen Schutz für Personen, die sich vor klar definierten Risiken schützen wollen.
Impfungen für Risikogruppen sollen besonders anfällige Bevölkerungsgruppen wie Frühgeborene oder Personen mit Immundefekt schützen. Sie haben bei Infektionskrankheiten ein erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen.
Des Weiteren sind sie für Personen in Risikosituationen gedacht. Hiermit gemeint sind beispielsweise Personen, die mit kranken oder anfälligen Menschen in Kontakt kommen, wie Ärztinnen und Ärzte oder das Pflegepersonal. Aber auch Personen, die sich in einer Region aufhalten, in der eine Krankheit häufig auftritt, oder Personen, die in eine solche Gegend reisen. Auch für Menschen mit Risikoverhalten wie intravenösen Drogenkonsum gibt es wichtige Impfungen.
Weitere Informationen
Inhaltsverzeichnis
Weiterführende Themen
Impfungen für Säuglinge und Kinder
Das BAG empfiehlt für Säuglinge und Kinder verschiedene Impfungen, welche vor gefährlichen Infektionskrankheiten schützen.
Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF)
Die EKIF berät den Bundesrat, das Eidgenössische Departement des lnnern und das Bundesamt für Gesundheit als konsultatives Organ in allen Belangen, die im Zusammenhang mit lmpffragen stehen. Die EKIF ist unabhängig von Impfstofffirmen.
Richtlinien und Empfehlungen zu Impfungen und Prophylaxe
Das BAG erarbeitet und veröffentlicht zusammen mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) Richtlinien und Empfehlungen zu allen empfohlenen Impfungen sowie weiteren prophylaktischen Massnahmen.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Sektion Impfungen
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern
