Substanzkonsum
Menschen konsumieren unterschiedliche psychoaktive Substanzen. Dazu gehören legale Substanzen wie Alkohol und Tabak, die für Erwachsene frei auf dem Markt erhältlich sind, aber auch verschiedene zugelassene Arzneimittel. Hinzu kommen illegale psychoaktive Substanzen, die gesetzlich verboten sind. Psychoaktive Substanzen können gesundheitsschädlich sein, beispielsweise wenn sie in hohen Mengen oder häufig konsumiert werden. Zudem kann sich eine Abhängigkeit entwickeln.
Psychoaktive Substanzen sind Wirkstoffe, die die Funktion des Gehirns beeinflussen und dadurch Veränderungen der Wahrnehmung, der Stimmung, des Bewusstseins, des Denkens oder des Verhaltens hervorrufen. Einige können legal gekauft werden. Dazu gehören Alkohol, Tabak und bestimmte Arzneimittel, wenn sie ärztlich verschrieben werden. Diese Stoffe können abhängig machen oder gesundheitliche Schäden verursachen, insbesondere wenn sie regelmässig, im Übermass oder nicht gemäss medizinischer Indikation eingenommen werden.
Daneben gibt es illegale Substanzen, die verboten sind. Der Anteil der Personen in der Schweiz, die mindestens einmal im Leben eine illegale Substanz konsumiert haben, liegt gemäss Umfragen bei rund 9 Prozent. Fachleute gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl höher ist. Bei allen Substanzen (ausser bei Heroin) und bei beiden Geschlechtern nimmt dieser Anteil zu. Die am häufigsten konsumierten illegalen Substanzen sind (in absteigender Reihenfolge): Cannabis, Kokain, MDMA (Ecstasy) und Heroin.
Gründe für Substanzkonsum
Psychoaktive Substanzen werden aus unterschiedlichen Gründen eingenommen. Der Konsum kann für Personen in schwierigen Lebenssituationen ein problematischer Bewältigungsmechanismus sein. Sie leiden möglicherweise unter Leistungsdruck, an einem Trauma oder anderen psychischen Problemen. Die Suche nach Spass, Zugehörigkeit oder höheren Leistungen sind weitere starke Treiber.
Die Einnahme von psychoaktiven Substanzen birgt diverse Risiken. Gesundheitliche Probleme können sowohl unter Substanzeinfluss als auch als Langzeitfolge auftreten. Zu möglichen Risiken gehören Herz-Kreislauf-Störungen, Atemnot, Infektionen, Krebserkrankungen oder psychische Probleme. Aber auch das Risiko für Unfälle nimmt zu. Ein regelmässiger Konsum kann zu einer Abhängigkeitserkrankung mit schweren gesundheitlichen und sozialen Folgen führen.
Unterstützende Angebote
Wenn Sie Fragen oder Probleme haben, gibt es verschiedene Angebote, die unterstützen können. Bei akuten oder gefährlichen Situationen ist es wichtig, sofort Hilfe zu holen.
Beratungsstellen, Ärztinnen und Ärzte, Suchtberatungen oder Hotlines beantworten Fragen zum Substanzkonsum und bieten niederschwellig und vertraulich Unterstützung an.
Informationen, Beratungs- und Behandlungsangebote
Die folgenden Inhalte dienen zur Information und Orientierung. Sie ersetzen keine persönliche Beratung oder medizinische Behandlung.
Inhaltsverzeichnis
Weiterführende Themen
Bundesamt für Gesundheit BAG
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern