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Alkohol und Alkoholprävention

Die meisten Menschen in der Schweiz trinken Alkohol in unproblematischer Weise. Jede fünfte Person übertreibt es aber – gelegentlich oder immer wieder. Und beeinträchtigt damit sowohl die Gesundheit wie auch das Umfeld.

Psychoaktive Substanz

Alkohol ist eine der ältesten psychoaktiven Substanzen der Menschheit, welche das Bewusstsein, die Wahrnehmung und die Motorik beeinflusst. Schon seit Jahrtausenden ist die enthemmende und berauschende Wirkung des Alkohols bekannt. Heute ist Alkohol in unserer Kultur verankert, leicht verfügbar und günstig. Alkoholische Getränke sind Teil der Essens- und Trinkkultur, verursachen aber auch diverse gesundheitliche und soziale Probleme.

Abhängigkeit, Vergiftungen und Todesfälle

In der Schweiz sind 250'000 bis 300'000 Personen alkoholabhängig (Kuendig, 2010). Das entspricht etwa zwei Drittel der Bevölkerung der grössten Schweizer Stadt, Zürich. Jährlich werden in der Schweiz rund 6 pro 1'000 Einwohner wegen Alkohol stationär behandelt – insgesamt etwa 35'000–40'000 Personen (MonAM).

Jährlich sterben in der Schweiz etwa 1'600 Personen im Alter zwischen 15 und 74 Jahren an den Folgen des Alkoholkonsums (Gmel, 2020). Allein die alkoholbedingten Probleme des Verdauungssystems führen zu mehr als 330 Todesfällen pro Jahr. Es gibt etwa doppelt so viele tödlich ausgehende alkoholbedingte Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Störungen - letzteres insbesondere als Folge des punktuell risikoreichen Alkoholkonsums

Milliardenkosten für die Gesellschaft

Problematischer Alkoholkonsum verursacht jährlich Kosten von rund 2,8 Mrd. Franken. Davon entgehen der Schweizer Volkswirtschaft 2,1 Mrd. Franken an Produktivität, weil dem Arbeitsmarkt aufgrund von Krankheiten, vorzeitigen Pensionierungen und Todesfällen Ressourcen verloren gehen (Polynomics, 2021).

Alkoholprävention im BAG

Das Bundesamt für Gesundheit informiert über die Risiken und gesundheitlichen Folgen des Alkoholkonsums. Gestützt auf die Bestimmungen von Art. 43a AlkG fördert das BAG Organisationen sowie Projekte in der Alkoholprävention und -forschung. Zudem liefert das Amt mit dem Monitoring-System MonAM wichtige Daten zum Alkoholkonsum und dessen Auswirkungen und schafft damit eine Grundlage für politische und fachliche Entscheidungen.

Weitere Informationen

Monitoring-System & Wissens- und Austauschplattform

MonAM – Schweizer Monitoring-System Sucht und nichtübertragbare Krankheiten

In der Schweiz stellen nichtübertragbare Krankheiten (NCD) und Sucht eine grosse Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Das Monitoringsystem liefert Kennzahlen aus verlässlichen Quellen zu mehr als 110 Indikatoren.

Entdecken Sie prevention.ch

prevention.ch ist die umfassende Wissens- und Austauschplattform im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention. Sie vernetzt Fachleute und schafft Verbindungen zwischen Sucht, psychischer Gesundheit und der Prävention nichtübertragbarer Krankheiten.

Weiterführende Themen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern