Zum Hauptinhalt springen

Mückenübertragene Krankheiten

Mückenübertragene Krankheiten wie Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber, Zika-Virus-Infektionen und West-Nil-Fieber stellen weltweit ein wachsendes Problem dar und gewinnen auch in Europa an Bedeutung. In der Schweiz überwachen Bund, Kantone und Fachstellen gemeinsam die Entwicklung und arbeiten im Rahmen des One-Health-Ansatzes zusammen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung umzusetzen.

Mückenübertragene Krankheiten gewinnen in der Schweiz durch den Klimawandel und das Vorkommen invasiver Mückenarten zunehmend an Bedeutung. Mücken können zahlreiche Infektionskrankheiten übertragen, die bislang vorwiegend in den subtropischen und tropischen Zonen vorkamen, nun aber vermehrt in Teilen Europas nachgewiesen werden.

Was die Schweiz betrifft, sind insbesondere Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber und Zika-Virus-Infektionen potenziell von Bedeutung, da diese Krankheiten durch Mücken von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Da Tigermücken wie die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die diese Krankheiten übertragen können, bereits in Teilen der Schweiz vorkommen, können importierte Infektionen potenziell zu weiteren Ansteckungen führen. Bislang wurden jedoch keine lokal übertragenen Krankheitsfälle gemeldet.

Auch das West-Nil-Fieber verbreitet sich zunehmend in Europa und wird von heimischen Mücken der Gattung Culex übertragen. Im Kanton Tessin wurde 2025 eine erste lokal erworbene Infektion beim Menschen bestätigt. Im Gegensatz zu Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren wird das West-Nil-Virus jedoch nicht über einen Mückenstich von einem Menschen zum anderen übertragen.

Weitere mückenübertragene Krankheiten wie Gelbfieber und Malaria sind in der Schweiz ebenfalls meldepflichtig und werden überwacht. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Erkrankungen wird derzeit keine lokale Übertragung dieser Krankheiten in der Schweiz erwartet. Im Zusammenhang mit Reisen in Endemiegebiete spielen sie jedoch weiterhin eine wichtige Rolle.

Schutz und Prävention

Wer in ein Gebiet reist, in dem Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber oder Zika-Virus-Infektionen vorkommen, sollte sich vor Mückenstichen schützen – etwa mit langer Kleidung, Mückenschutzmitteln sowie Insektengittern oder Moskitonetzen. Wer während oder nach der Reise Beschwerden wie Fieber, Hautausschlag oder Gelenkschmerzen entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und auf die Reiseroute hinweisen. Dies erleichtert die Diagnose und trägt dazu bei, mögliche Übertragungen durch Tigermücken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen einzuleiten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website Reisen und Mücken.

Zu den Präventionsmassnahmen gehört auch die Beseitigung von Brutstätten der Asiatischen Tigermücke. Diese entwickelt sich bereits in kleinsten Wasseransammlungen, etwa in Blumentopfuntersetzern, Giesskannen, Eimern, Regentonnen oder Gullys.  Weiterführende Infos zu vorbeugenden Massnahmen finden sich hier: Stechmücken

Massnahmen zur Bekämpfung mückenübertragener Krankheiten in der Schweiz

Zur Reduktion des Risikos lokal erworbener Übertragungen von Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren sowie des West-Nil-Virus in der Schweiz wurden im Auftrag des Unterorgans «One Health» Massnahmenpläne erarbeitet. Diese sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und verschiedenen Forschungsinstitutionen. Sie richten sich an die zuständigen kantonalen Stellen und sollen als Grundlage für die Entwicklung eigener Präventions- und Bekämpfungspläne dienen. Ziel ist es, durch ein abgestuftes und einheitliches Vorgehen mögliche Krankheitsübertragungen frühzeitig zu erkennen, rasch zu reagieren und lokale Ausbrüche wirksam zu verhindern. (siehe Register «Dokumente»)

Weitere Informationen

Weiterführende Themen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Abteilung Übertragbare Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern