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MitteilungVeröffentlicht am 6. Januar 2026

Brand in Crans-Montana

Aktualisiert am 2. Februar 2026 – Die Behörden, Spitäler und Rettungsdienste kümmern sich gemeinsam um eine bestmögliche Behandlung der Brandverletzten von Crans-Montana. Die Zusammenarbeit wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) koordiniert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Angehörigen.

In der Silvesternacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar 2026 kam es in einer Bar in Crans-Montana zu einem verheerenden Brand. Das rasche Ausbreiten führte zum Tod von bislang 41 Menschen sowie 115 Verletzten mit meist schweren Verbrennungen. Viele Opfer befinden sich in einem kritischen Zustand. Mehrere Brandverletzte wurden zur Behandlung in die beiden Schweizer Spezialzentren für Verbrennungen, das Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) in Lausanne und das Universitätsspital Zürich, sowie in das Kinderspital Zürich verlegt.

Um die grosse Zahl der Opfer mit Schwerstverbrennungen bestmöglich zu behandeln, hat die Schweiz über den Nationalen Verbund Katastrophenmedizin KATAMED die Aktivierung des Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union beantragt (Union Civil Protection Mechanism UCPM). Dank der Unterstützung zahlreicher europäischer Länder konnten inzwischen 38 Patientinnen und Patienten von Spitälern in der Schweiz in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt werden. Zahlreiche Staaten haben der Schweiz Hilfsangebote gemacht.

Die Schweiz hat zwei «Swiss Contact»-Teams in die europäischen Verbrennungszentren entsandt, die Patientinnen und Patienten behandeln, die in der Schweiz wohnhaft sind. Sie erfassen im Austausch mit den Behandlungsteams vor Ort den Zustand und die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten für die weitere langfristige Behandlung inklusive Rehabilitation.

Schweizer Fachteams unter Koordination des BABS besuchen Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in ausländischen Verbrennungszentren

Das BAG unterstützt weiterhin in vielen Bereichen, etwa mit Abklärungen zur Kostenübernahme von Spitalbehandlungen und Versicherungsfragen. Es stellt den Kontakt zu den zuständigen Verbänden und weiteren Stellen sicher, um den Betroffenen rasch und unbürokratisch zu helfen.

Hier finden Sie weitere detaillierte Informationen zu BABS und KATAMED: www.babs.admin.chNationaler Verbund Katastrophenmedizin KATAMED (ehemals Koordinierter Sanitätsdienst KSD)

Unterstützung für Opfer und Angehörige

Opfer einer Straftat und deren Angehörige haben gestützt auf das Opferhilfegesetz (OHG) Anspruch auf Unterstützung durch die Opferhilfe. Zur Soforthilfe gehören medizinische Leistungen, psychologische Betreuung, Reise- und Unterkunftskosten von Angehörigen. Die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana und ihre Angehörigen erhalten bei den kantonalen Opferhilfestellen individuell die notwendige Hilfe.

Der Bund (EJPD) prüft, ob beim bestehenden Unterstützungsangebot Lücken bestehen und zusätzliche Massnahmen zugunsten der betroffenen Personen und deren Angehörigen erforderlich sind. Niemand soll durch das Netz der bestehenden Hilfsangebote fallen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 entschieden, dass er zur Unterstützung der Opfer und deren Angehörigen bereit ist, dem Parlament nötigenfalls Finanzmittel zu beantragen.

Weitere Informationen: Unterstützung für Opfer und Angehörige der Brandkatastrophe von Crans-Montana; Opferhilfe Schweiz: Informationen zum Grossbrand in Crans-Montana; Brandkatastrophe von Crans-Montana: Bundesrat sichert Opfern und ihren Angehörigen seine Unterstützung zu

Kondolenzbuch

Das Kondolenzbuch ist geschlossen. Es bleibt online zugänglich, aber es können keine Beiträge mehr eingereicht werden. Über 23 000 Personen aus aller Welt haben Worte der Anteilnahme, des Mitgefühls und Trosts beigesteuert: https://admin.ch/condoleances

Nationaler Trauertag am 9. Januar, Schweigeminute um 14 Uhr

Am Freitag, 9. Januar 2026, gedachte die Schweiz landesweit der Todesopfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana und bekundete Solidarität mit den Verletzten und Betroffenen. Bundespräsident Guy Parmelin lud gemeinsam mit den Schweizer Kirchen zu einer Schweigeminute und einem Moment des Gedenkens ein; im ganzen Land läuteten die Kirchenglocken. Eine zentrale Gedenkzeremonie fand in Martigny (VS) statt.

Weitere Informationen: Nationaler Trauertag in Gedenken an die Opfer von Crans-Montana; Gedenkfeier zu Ehren der Opfer des Brandes in Crans-Montana am 1. Januar 2026

Weitere Informationen

Weiterführende Themen

Crans-Montana: Hilfreiche Informationen

Behörden, Spitäler und weitere Akteure kümmern sich um die Behandlung und Versorgung der Verletzten der Brandkatastrophe von Crans-Montana und die Betreuung der Angehörigen. Hier finden Sie aktuelle Informationen sowie weiterführende Links auf Unterstützungsangebote.

Brandkatastrophe von Crans-Montana: Kostenübernahme bei Unfall durch die Kranken- und Unfallversicherung

Die nachfolgenden Fragen und Antworten fassen die wichtigsten Informationen zur Kostenübernahme bei Unfall durch die Kranken- und Unfallversicherung zusammen.

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