Jahresbericht zu den respiratorischen Viren 2025/2026
Die respiratorische Saison 2025/2026 war vor allem durch die Grippe geprägt. Die Grippewelle begann aussergewöhnlich früh, bereits im November, und erreichte ihren Höhepunkt um den Jahreswechsel. Fast alle Grippefälle wurden durch Influenza A-Viren verursacht. Zudem traten weltweit neue Influenza A(H3N2)-Viren auf, welche aufgrund mehrerer Mutationen im Hämagglutinin einer neuen Sub-klade K zugeordnet werden. Auch in der Schweiz zirkulierten Viren dieser Sub-klade. In den Fall-basierten Meldesystemen wurden nur bei den über 64-Jährigen mehr Grippefälle gemeldet als 2024/2025. Im Vergleich zu Influenza wurden 2025/2026 im obligatorischen Meldesystem nur halb so viele Covid-19-Fälle gemeldet. Die Covid-19-Aktivität stieg, ähnlich wie im Vorjahr, im Sommer und Herbst an, ging nach dem Jahreswechsel aber rasch zurück. Zu Beginn der Covid-19-Welle zirkulierte vor allem die Variante XFG, gegen Ende trat vermehrt auch die Variante BA.3.2 auf. Es gibt keine Anhaltspunkte für einen erhöhten Schweregrad bei Infektion mit diesen Varianten. Die RSV-Welle erreichte den Höhepunkt erst gegen Ende Winter. Die ambulanten Konsultationsraten für respiratorische Infekte stiegen bei Kleinkindern im Vergleich zu den Vorjahren stark an, während die Positivitätsrate für die überwachten Erreger gleichzeitig tief war. Dies deutet auf eine erhöhte Zirkulation von weiteren nicht überwachten Erregern hin.
Epidemiologische Lage der respiratorischen Viren in der Schweiz
Überwachung der respiratorischen Viren
Das BAG erhält Informationen zur epidemiologischen Situation der respiratorischen Viren aus drei verschiedenen Meldesystemen: dem obligatorischen Meldesystem, dem Sentinel-System «Sentinella» und dem Abwassermonitoring.
Eine saisonale Grippe oder eine Covid-19-Erkrankung wird oft aufgrund der auftretenden Symptomatik diagnostiziert, ein Teil der Fälle wird zudem labordiagnostisch getestet auf verschiedene respiratorische Viren wie z. B. Influenza, SARS-CoV-2 oder RSV. Ein positives Laborresultat für Influenza oder SARS-CoV-2 muss über das obligatorische Meldesystem gemeldet werden.
Zusätzlich betreibt das BAG mit einer Gruppe von freiwilligen Grundversorgenden aus dem ambulanten Bereich (Allgemeine Innere Medizin und Pädiatrie) das Sentinella-Meldesystem. Ärztinnen und Ärzte von rund 170 Praxen melden dem BAG wöchentlich Informationen zu Patientinnen und Patienten mit grippeähnlicher Erkrankung (Influenza-like-illness, ILI) oder akuter respiratorischer Infektion (ARI). ARI ist definiert als «akut beginnende Erkrankung mit Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder Schnupfen UND mit infektiösem Ursprung, gemäss ärztlicher Einschätzung». ILI ist definiert als «plötzlich aufgetretenes hohes Fieber (> 38 °C) und Husten oder Halsschmerzen» und ist somit eine Untergruppe der ARI. Zudem werden Konsultationen aufgrund von Folgekrankheiten wie Pneumonien (Lungenentzündungen), Bronchitiden (Entzündungen der Bronchien) oder Otitiden (Ohrenentzündungen) gemeldet. Auf der Basis der gemeldeten Konsultationen und allgemeinen Konsultationsdaten von Santésuisse macht das BAG eine Hochrechnung der ARI/ILI-Arztkonsultationen für die gesamte Schweiz. Dies erlaubt, den saisonalen Verlauf von akuten respiratorischen Infekten, inklusive der saisonalen Grippe, einer RSV-Erkrankung oder Covid-19, in der Bevölkerung abzuschätzen. Die hochgerechneten Fallzahlen aus dem Sentinella-System sind aufgrund der kleinen Stichprobe jedoch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.
Ein Teil der Sentinella-Ärzteschaft sendet Nasen-Rachen-Abstriche an das Nationale Referenzzentrum für Influenza (NZI) an den Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG). Alle Proben werden mit einem PCR-Panel-Test auf SARS-CoV-2, Influenza A und B sowie RSV untersucht. Ein weiterer PCR-Test wird für die Subtypisierung der Influenzaviren durchgeführt. Zusätzlich führt das NZI eine antigene Charakterisierung (HAI, haemagglutination-inhibition assay, Hämagglutinations-Inhibitions-Test) ausgewählter Influenzaviren durch. Diese Analyse liefert Informationen zu den zirkulierenden Influenzastämmen und gibt an, ob diese den Stämmen in den saisonalen Grippeimpfstoffen ähnlich sind. Eine Stichprobe der positiv getesteten Sentinella-Proben wird mittels whole genome sequencing untersucht. Die Sequenzierung wird vor allem für die Detektion von Resistenzmutationen gegenüber antiviralen Medikamenten (wie z. B. Neuraminidase-Hemmern) sowie zur Überwachung von genetischen Varianten und Viruslinien eingesetzt.
Seit Juli 2023 werden SARS-CoV-2, Influenza und RSV auch im Rahmen des Abwassermonitorings überwacht. Zehn Abwasserreinigungsanlagen (ARA) senden hierfür regelmässig Abwasserproben an das Nationale Referenzzentrum für Abwasser-Monitoring (NRAM) an der Eawag. Im Rahmen dieses Monitorings wird die Virenlast der respiratorischen Viren mittels digitaler PCR bestimmt. Die Virenlast bildet die Virenzirkulation in der Bevölkerung ab. Sie lässt aber keine Rückschlüsse auf die Anzahl erkrankter Personen zu. Im Gegensatz zu den anderen Überwachungssystemen erfasst das Abwassermonitoring Infektionen unabhängig von ihrem Schweregrad und der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Zudem werden regelmässig Abwasserproben aus sechs ARA sequenziert, was unter anderem erlaubt, den Anteil der zirkulierenden Varianten (Variantenverteilung) von SARS‑CoV-2 abzuschätzen.
Ambulante ARI/ILI-Überwachung (Sentinella)
Wöchentliche und jährliche Konsultationen zu akuten respiratorischen Infekten
Ambulante Konsultationen auf dem Niveau von 2022/2023
Im respiratorischen Jahr 2025/2026 (Woche 21/2025 bis Woche 20/2026) wurden insgesamt 11 305 ambulante ARI-Fälle und 5 072 ILI-Fälle gemeldet (Tabelle 1). Dies entspricht einer jährlichen Inzidenz von 5 848 pro 100 000 Einwohner/innen für ARI (5.8 % der Bevölkerung) und 2 624 pro 100 000 Einwohner/innen für ILI (2.6 % der Bevölkerung). Hochgerechnet auf die Schweizer Bevölkerung ergeben sich für das Jahr 2025/2026 somit ungefähr 529 000 ambulante Arztkonsultationen aufgrund einer akuten respiratorischen Erkrankung und ungefähr 237 000 Arztkonsultationen aufgrund einer grippeähnlichen Erkrankung. Die Zahl der ambulanten Konsultationen bewegt sich damit auf dem Niveau von 2022/2023 und liegt leicht unter dem Wert von 2024/2025.
Rund 87.6 % der ILI-Fälle und 83.9 % der ARI-Fälle wurden während der klassischen Grippesaison (Woche 40 bis Woche 20) verzeichnet. Der epidemische Schwellenwert der ILI-Konsultationen, welcher mit der moving epidemic-Methode [1] berechnet wird und als Indikator für den Beginn der Grippewelle verwendet wird, wurde in Woche 49 erstmals überschritten. Der Höhepunkt der ARI- und ILI-Konsultationen wurde Anfang Januar in Woche 2 beobachtet mit 363 ARI-Fällen und 203 ILI-Fällen pro 100 000 Einwohner/innen (Abbildung 1).
Altersverteilung
Starker Anstieg von akuten respiratorischen Infekten bei Kleinkindern
Die Altersklasse der 0–4-Jährigen wies letzte Saison – wie auch in vorangehenden Jahren – die höchste Rate an ambulanten Konsultationen für akute respiratorische Infekte und grippeähnliche Erkrankungen auf, während ältere Erwachsene (über 64 Jahre) die tiefsten Konsultationsraten hatten (Tabelle 1). Im Vergleich zum Vorjahr sind die ARI-Konsultationsraten in der Gruppe der 0–4-Jährigen angestiegen (+13 %) und erreichten mit 16 460 Konsultationen pro 100 000 Einwohner/innen einen neuen Maximalwert seit Einführung des ARI-Meldethemas im Herbst 2022. Die Konsultationsraten in allen übrigen Altersklassen gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die wöchentliche Maximalinzidenz der ambulanten Konsultationen für ARI/ILI über alle Altersgruppen wurde zwischen Mitte Dezember und Ende Januar (Wochen 51–5) beobachtet. Der Anteil ILI an allen ARI-Konsultationen war wie zuvor bei Kindern unter 15 Jahren am höchsten und nahm mit zunehmendem Alter ab.
Risikogruppen und Komplikationen
Ein Drittel der über 64-jährigen ARI/ILI-Fälle mit vorbestehenden Risikofaktoren
Rund 9.1 % aller gemeldeten ARI/ILI-Fälle gehörten zur Personengruppe mit einem oder mehreren Risikofaktoren für ein erhöhtes Komplikationsrisiko wie z.B. chronische Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen, Herz- oder Niereninsuffizienz, Immunschwäche oder Schwangerschaft. Bei den über 64-Jährigen betrug dieser Anteil 32.3 %. Bei 3.3 % aller ARI/ILI-Fälle bzw. bei 10.7 % der über 64-jährigen ARI/ILI-Fälle wurde zudem während der Konsultation eine Pneumonie diagnostiziert. Eine direkte Hospitalisation wurde nur bei 0.8 % aller Fälle und 1.9 % der über 64-jährigen Fälle veranlasst. Das Vorliegen von Risikofaktoren war bei den über 64-Jährigen mit einem höheren Risiko für eine Pneumonie (relatives Risiko RR = 2.2; 95 %-Konfidenzintervall KI 1.6–3.0) und mit einem höheren Risiko für eine Hospitalisation (RR = 6.3; 95 %-KI 3.0–15.0) assoziiert.
Virologische Überwachung
Hoher Anteil unbekannter Erreger bei Kleinkindern
Von 11 301 ARI/ILI-Fällen wurden bei insgesamt 1 926 Fällen (17 %) zwischen Woche 21/2025–20/2026 ein Nasen-Rachenabstrich entnommen und am Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NZI) virologisch getestet auf Influenza, RSV und SARS-CoV-2. Am häufigsten wurden über 64-Jährige beprobt (20.4 % aller Fälle), am wenigsten oft Kleinkinder (7.7 % aller Fälle) und schulpflichtige Kinder (9.2 % aller Fälle). Insgesamt wurden 737 Proben (38.3 %, 95 % KI 36.1–40.5 %) positiv auf mindestens einen der drei Erreger getestet. Bei den 0–4-Jährigen waren lediglich 22 % (95 % KI 15.7–30 %) der Proben positiv für einen der drei getesteten Erreger. Zusammen mit der erhöhten ARI-Konsultationsrate in dieser Altersklasse deutet dies auf eine erhöhte Zirkulation von weiteren Erregern im Winter 2025/2026, welche nicht im Rahmen der Überwachung erfasst wurden. Weitere Faktoren, die zu einem hohen Anteil unbestimmter Erreger führen könnten, sind die Beprobungstechnik oder eine tiefe Viruslast bei Kleinkindern. Co-Infektionen waren selten: Von allen positiv getesteten Proben wiesen nur 1.8 % eine Co-Infektion mit mindestens zwei Erregern auf. Die am häufigsten nachgewiesene Kombination war Influenza A und SARS-CoV-2, gefolgt von Influenza A und RSV sowie RSV und SARS-CoV-2.
Influenza
Influenza bei ambulanten ARI/ILI-Fällen (Sentinella)
Ungewöhnlich früher Beginn der Grippewelle
Die Positivitätsrate für Influenza im Sentinella-Meldesystem überschritt den 10 %-Schwellenwert [2] erstmals Mitte November in Woche 45 (Abbildung 2, schwarze Linie). Im Vergleich zu früheren Saisons, sowohl vorpandemisch (Abbildung 2, blauer Bereich) als auch pandemisch (Abbildung 2, rosaroter Bereich) zeigte sich in der Saison 2025/2026 ein deutlich früherer Anstieg und Höhepunkt der Aktivität. Die maximale Positivitätsrate wurde mit 65.6 % in Woche 1 gemeldet. Während der gesamten Grippesaison (Woche 40–20) wurde kumulativ bei 28.3 % der ARI/ILI-Fälle Influenza nachgewiesen. In der Zwischensaison (Woche 21–39) wurden nur 1.5 % aller ARI/ILI-Fälle positiv auf Influenza getestet. Die kumulative Positivitätsrate für das gesamte respiratorische Jahr (Woche 21/2025–20/2026) war 22.5 %. Am häufigsten wurde Influenza während der Grippesaison bei schulpflichtigen Kindern (5–14 Jahre) detektiert (Tabelle 2). Mit 50.5 % (95 % KI 40.6–60.5 %) lag die kumulative Rate während der Grippesaison 2025/2026 über der Rate der Vorsaison (36.7 %, 95 % KI 28.9–45.3 %). Die Differenz war jedoch aufgrund der kleinen Stichprobe im Zweistichprobentest statistisch nicht signifikant. Bei den über 64-Jährigen lag die kumulative Positivitätsrate für Influenza mit 25.6 % (95 % KI 21.1–30.8 %) statistisch signifikant höher als in der Vorsaison (16.9 %, 95 % KI 13.6–20.7 %, p-Wert < 0.05).
Basierend auf der kumulativen Positivitätsrate für Influenza und der ARI-Konsultationsrate kann die influenzabedingte ARI-Konsultationsrate (Goldstein-Index) berechnet werden. Zwischen Kalenderwoche 21/2025 und 20/2026 wurden schweizweit schätzungsweise 1 212 – 1 430 influenzabedingte ARI-Konsultationen pro 100 000 Einwohner/innen verzeichnet (Total geschätzt 110 000 – 129 000 influenzabedingte ARI-Konsultationen). Damit liegen die geschätzten Konsultationen leicht unter den Werten des Vorjahres (121 000 – 140 000). Einzig in der Altersklasse der über 64-Jährigen stieg die influenzabedingte ARI-Konsultationsrate im Vergleich zum Vorjahr an, während sie bei den 5–14-Jährigen stabil blieb bzw. in allen übrigen Altersklassen zurückging. Zu den Limitationen dieser Schätzungen gehören die kombinierte Unsicherheit der beiden Ausgangsraten aufgrund der kleinen Stichprobe sowie eine potenzielle Verzerrung der Positivitätsraten aufgrund einer nicht-zufälligen Beprobung der ARI/ILI-Fälle. Zudem liegt die Sensitivität von ARI für Influenza je nach Studie bei 59–94 % [3] [4], das heisst ein gewisser Prozentsatz der Influenzafälle wird durch das ARI-Einschlusskriterium nicht erfasst. Die tatsächliche Spannweite der Anzahl ambulanter Konsultationen aufgrund von Influenza in der Schweiz dürfte daher noch grösser sein.
Influenza-Fälle im obligatorischen Meldesystem
Zunahme der Melderate bei über 64-Jährigen
Im obligatorischen Meldesystem wurden von Woche 21/2025 bis Woche 20/2026 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 274 Influenza-Fälle pro 100 000 Einwohner/innen gemeldet (24 913 Meldungen total) (Tabelle 3). Die Fallzahlen lagen damit unter dem Rekordwert des Vorjahres (28 284 Fallmeldungen). Rund 98.8 % aller Influenzafälle wurden innerhalb der Grippesaison (Woche 40 bis Woche 20) gemeldet. Die wöchentlichen Fallzahlen im obligatorischen Meldesystem stiegen wie auch die wöchentlichen Positivitätsraten in Sentinella früh und schnell an. Das maximale Wachstum der Fallzahlen wurde bereits in Woche 47 erreicht und damit 1–2 Wochen früher als in den drei Vorjahren. Die Grippewelle erreichte bereits zum Jahreswechsel (Woche 1) ihren Höhepunkt mit 3 336 gemeldeten Fällen (36.7 pro 100 000 Einwohner/innen) (Abbildung 3). Damit lag der Höhepunkt deutlich vor dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (Median: Woche 5, Spannweite Woche 51–12). Ein vergleichbar früher Verlauf der Grippesaison wurde in der Saison 2022/2023 beobachtet. Der Grossteil der obligatorischen Meldungen stammte wie in früheren Jahren aus Spitälern.
Die höchste altersspezifische Melderate für Influenza für das ganze Jahr (Woche 21/2025–20/2026) wurde in der Altersklasse der über 64-Jährigen erfasst (723.4 pro 100 000 Einwohner/-innen), gefolgt von den 0–4-Jährigen (590.0 pro 100 000 Einwohner/-innen) (Tabelle 3). Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten nur die über 64-Jährigen einen Zuwachs der Melderate von 21.9 %, bei den übrigen Altersklassen gingen die altersspezifischen Melderaten zurück. Die kantonalen Melderaten bewegten sich zwischen 47.8 pro 100 000 (Appenzell Innerhoden) und 530 pro 100 000 (Kanton Basel-Stadt).
Influenza-Virustypen und -subtypen
Hauptsächlich Influenza A in Zirkulation
Bei Grippefällen im obligatorischen Meldesystem wurde im respiratorischen Jahr 2025/2026 vor allem Influenza Typ A gemeldet (97.9 % Influenza A, 1.3 % Influenza B, 0.8 % unbestimmt). Der Anteil Influenza A lag damit so hoch wie nie in den letzten 10 Jahren. Auch im Sentinella-Meldesystem wurden überwiegend Influenza-A-Viren nachgewiesen (99.3 % der Influenza-positiven Proben). Die Subtypisierung der Influenza-positiven Proben zeigte, dass etwas mehr A(H3N2)-Viren (54.6 %) als A(H1N1)pdm09-Viren (44.7 %) zirkulierten (Abbildung 4). Influenza B/Victoria wurde nur in drei Proben (0.7 %) nachgewiesen. Die Linie B/Yamagata wurde in der Schweiz seit der Covid-19-Pandemie nicht mehr nachgewiesen.
Neue Influenza-A(H3N2)-Subklade K
Im Jahr 2025 wurden erstmals Influenza-A Viren vom Subtyp H3N2 nachgewiesen, welche mehrere Mutationen im Hämagglutinin aufweisen und daher phylogenetisch einer neuen Subklade K (ehemals J.2.4.1) zugeordnet wurden. In kurzer Zeit verbreiteten sich die Viren der Subklade K global. Auch England erlebte einen aussergewöhnlich frühen Beginn der Grippewelle mit vielen Fällen bei Kindern und jungen Erwachsenen, welche zu einem Grossteil durch Viren der Subklade K verursacht wurden. Initiale antigenische Charakterisierungen mit Frettchen-Antiseren zeigten eine verminderte Reaktivität der Impfstämme mit den zirkulierenden Viren, was Bedenken über eine mögliche verminderte Wirksamkeit der Impfung hervorrief [5]. Eine spätere klinische Studie in Europa mit Test-negativ-Design zeigte bei älteren Erwachsenen eine Impfstoffwirksamkeit für H3N2 zwischen 10–33 % (Ambulantes Setting) bzw. 26–30 % (Hospitalisierungen) [6]. Diese Schätzer bewegen sich im Rahmen von früheren Impfwirksamkeitsdaten zu H3N2. Eine serologische Studie zeigte zudem auf, dass Viren der neuen Subklade K immer noch von Antikörper geimpfter Personen erkannt werden [7]. Die verfügbaren Daten sprechen trotz antigenischer Unterschiede für eine zumindest teilweise erhaltene Wirksamkeit des Impfstoffes 2025/2026 gegen A(H3N2)-Viren der Subklade K [8].
Die neue Subklade K trat auch in der Schweiz auf und verursachte einen Grossteil der Influenza A(H3N2)-Grippefälle wie die Sequenzierung von Influenza-positiven Proben aus Sentinella durch das NZI nahelegt. In den Fall-basierten Meldesystemen wurden im Vergleich zur vorangehenden Saison bei den über 64-Jährigen mehr Grippefälle gemeldet. Der Anteil der Fälle mit H3N2 war in dieser Altersgruppe aber nicht signifikant höher als in anderen Altersgruppen. Gemäss den Modellberechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) gab es in den Kalenderwochen 1 bis 4 in dieser Altersgruppe zeitgleich mit der Grippewelle eine Übersterblichkeit [9]. Welchen Einfluss die Subklade K auf Hospitalisationen und Todesfälle hatte, lässt sich mit den Daten der bestehenden Meldesysteme jedoch nicht bestimmen. Weiterführende Informationen zur Subklade K in der Schweiz werden im virologischen Jahresbericht des NZI publiziert [10].
Charakterisierung der Influenzaviren
Grossteil der H3N2-Proben in Sentinella der Subklade K zugeordnet
Von den 592 Influenza-positiven Proben im Sentinella-System wurden 83 (14 %) zusätzlich mit einem Hämagglutinations-Inhibitions-Test auf ihre Ähnlichkeit mit den in den Grippe-Impfstoffen verwendeten Stämmen getestet. Rund 34 Proben gehörten zum Subtyp H1N1pdm09. Davon zeigten fast alle eine Reaktivität mit dem gegen den Impfstamm A/Missouri/11/2025-like gerichteten Referenzserum. Rund 32 Proben gehörten zum Subtyp H3N2, von welchen 16 Proben (50 %) mit dem Referenzserum gegen den Impfstamm A/Singapore/GP20238/2025-like reagierten. Bei der Linie B/Victoria wurden die drei eingegangenen Proben anhand des Referenzserums gegen den Impfstamm B/Stockholm/2022 nachgewiesen. Insgesamt wiesen die zirkulierenden Viren des Subtyps H1N1pdm09 eine hohe Ähnlichkeit mit den für die Impfung 2025/2026 für die nördliche Hemisphäre empfohlenen Stämmen auf, während bei den Viren des Subtyps H3N2 nur eine teilweise Abdeckung gegeben war.
Eine zufällige Stichprobe von 161 PCR-positiven Proben wurde mittels WGS untersucht. Der Grossteil der Viren des Subtyps A(H1N1)pdm09 (97 %) wurde der Klade 5a.2a.1, Subklade D.3.1, zugeordnet, 3 % gehörten zur Subklade C.1.9.3. Alle Viren des Subtyps A/H3N2 wurden der Klade 2a.2a.3a.1 zugeordnet. Davon gehörten 98 % zur Subklade K und 2 % zur Subklade J.2.3. Aus der Linie B/Victoria wurde lediglich eine Probe sequenziert, welche der Subklade V1A.3a.2 (C.5.7) zugeordnet wurde. Zwei Proben vom Subtyp A(H1N1)pdm09 wiesen Mutationen im Neuraminidase-Segment auf, welche assoziiert sind mit Resistenzen gegen Oseltamivir (Substitutionen I223V und S247N). Eine weitere Probe vom Subtyp A(H1N1)pdm09 wies eine Mutation im polymerase acidic protein (PA) auf (E199G), welche assoziiert ist mit Resistenzen gegen Baloxavir. Weitere detaillierte Informationen sind im Jahresbericht des NZI zu finden [10].
Influenza Viruslast im Abwasser
Auch im Abwassermonitoring fast ausschliesslich Influenza A
Auch im Abwassermonitoring zeigte sich gesamtschweizerisch ein früher Anstieg der Influenza A-Aktivität (Abbildung 5), regional besonders im Einzugsgebiet der ARAs Lugano (TI) und Aïre (GE). Die maximale Viruslast auf nationaler Ebene wurde zum Jahreswechsel in Woche 52 ermittelt. Die höchste Zunahme der gemittelten Viruslast wurde für Mitte November berechnet, zeitgleich mit dem Beginn der Grippewelle basierend auf den Fall-basierten Indikatoren (+/- 2 Wochen). Die kumulative gemittelte Influenza A-Viruslast lag im Jahr 2025/2026 etwas tiefer als 2024/2025, war jedoch vergleichbar mit 2023/2024. Influenza B-Viren wurden, wie in den übrigen Meldesystemen, auch im Abwasser kaum nachgewiesen.
SARS-CoV-2 (Covid-19)
SARS-CoV-2 bei ambulanten ARI/ILI-Fällen (Sentinella)
Sinkende SARS-CoV-2 Positivitätsraten im Vergleich zu den Vorjahren
Die wöchentliche SARS-CoV-2-Positivitätsrate bei ambulanten ARI/ILI-Fällen folgte im respiratorischen Jahr 2025/2026 der Saisonalität der vorangehenden drei Jahre mit einem Anstieg im Sommer, einem Plateau über den Herbst und einem Rückgang zum Jahresende (Abbildung 6). Die maximale wöchentliche Aktivität wurde mit 40 % in Woche 34 (August) gemessen. Die jährliche kumulative Positivitätsrate war 2025/2026 mit 10.9 % tiefer als im Vorjahr (12.5 %) und noch halb so hoch wie 2022/2023 (21 %). Besonders bei den über 64-Jährigen ist die Detektion von SARS-CoV-2 bei ambulanten ARI-Fällen im Vergleich zu 2023/2024 nochmals deutlich abgesunken (31.1 % vs. 10.6 %, Zweistichprobentest p-Wert <0.05). Am häufigsten wurde SARS-CoV-2 bei den 30–64-Jährigen detektiert (13.1 %), am seltensten bei schulpflichtigen Kindern (4 %) (Tabelle 4).
SARS-CoV-2-Fälle im obligatorischen Meldesystem
Weiterer Rückgang der SARS-CoV-2-Melderate im Vergleich zum Vorjahr
Im obligatorischen Meldesystem erreichten die SARS-CoV-2-Fälle einen ersten Höhepunkt Mitte Oktober 2025 (Woche 41) (Abbildung 7). Nach einem kurzzeitigen Rückgang der Meldezahlen wurde das Maximum im Dezember in Woche 51 gemessen mit 7.0 Fällen pro 100 000 Einwohner/innen. Nach dem Jahreswechsel sank die Melderate wie auch bereits im Vorjahr rasch ab. Kumulativ wurden zwischen Woche 21/2025 und 20/2026 144.4 SARS-CoV-2-Fälle pro 100 000 Einwohner/innen gemeldet, was einem Rückgang um 45 % zum Vorjahr entspricht. Das Meldevolumen für SARS-CoV-2 war im respiratorischen Jahr 2025/2026 nur halb so hoch wie dasjenige für Influenza. Die meisten SARS‑CoV‑2-Fälle wurden wie bereits in den vorherigen Jahren in der Altersgruppe der über 64-Jährigen gemeldet (474.1 pro 100 000 Einwohner/innen) (Tabelle 5). Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Melderaten in allen Altersklassen zurück. Die kumulativen kantonalen Melderaten über das ganze Jahr bewegten sich zwischen 12.0 pro 100 000 Einwohner/innen (Appenzell Innerhoden) und 271.0 pro 100 000 Einwohner/innen (Tessin).
SARS-CoV-2-Viruslast und Varianten im Abwasser
Höhepunkt der SARS-CoV-2 Viruslast im Abwassermonitoring im Herbst
Die durchschnittliche SARS-CoV-2-Viruslast in den Schweizer Abwässern stieg bereits im Sommer 2025 an und erreichte in Woche 40 einen ersten Höhepunkt. Nach einem kurzzeitigen Rückgang zeigte sich im Abwassermonitoring, gleich wie im obligatorischen Meldesystem, ein zweiter Höhepunkt im Dezember in Woche 50 (Abbildung 8). Nach dem Jahreswechsel fiel die durchschnittliche Viruslast jedoch rasch ab. Die kumulative gemittelte SARS-CoV-2-Viruslast lag im respiratorischen Jahr 2025/2026 deutlich unter dem Niveau der zwei Vorjahre. Während des Höhepunkts der Welle dominierte die Variante XFG, wie Sequenzierungen von Abwasserproben aufzeigten. Gegen Ende 2025 verbreitete sich die Variante BA.3.2 und machte anfangs 2026 zusammen mit XFG den Hauptanteil der zirkulierenden Varianten aus. Beide Varianten wurden von der WHO als «variant under monitoring» (VUM; auf Deutsch Variante unter Beobachtung) klassifiziert. Zurzeit gibt es gemäss WHO keine Evidenz für einen höheren Schweregrad bei Infektion mit einer dieser Varianten verglichen mit früheren Varianten [11].
RSV
RSV bei ambulanten ARI/ILI-Fällen (Sentinella)
Mehr RSV-Fälle als in der vorangehenden Saison
Ab Ende November (Woche 48) wurde jede Woche mindestens ein RSV-Fall bei ARI-ILI-Fällen im Sentinella-Meldesystem nachgewiesen. Der letzte Fall wurde im April (Woche 16) gemeldet. Verglichen mit historischen Daten stieg die RSV-Aktivität im respiratorischen Jahr 2025/2026 deutlich später an mit einem verzögerten und ausgeprägteren Höhepunkt (Abbildung 9). Die höchste wöchentliche Positivitätsrate wurde Anfang März (Woche 9) gemessen mit 25 % (95 % KI 13.3–42.1 %). Über das ganze Jahr (Woche 21–20) wurde RSV kumulativ bei 5.6 % aller ARI/ILI-Fälle nachgewiesen, während der Grippesaison (Woche 40–20) kumulativ bei 6.8 % aller ARI/ILI-Fälle. Die kumulative Positivitätsrate über alle Altersklassen ist statistisch signifikant höher als im Vorjahr (ganzjährig 3.6 % bzw. Grippesaison 4.5 %, p-Wert im Zweistichprobentest bei beiden Prozentzahlen <0.05). Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr wurde in allen Altersklassen ausser bei den 0–4-Jährigen beobachtet, ist jedoch nur in der Altersklasse der 5–14-Jährigen und der 30–64-Jährigen statistisch signifikant. Im Vergleich zwischen den Altersklassen wiesen die 0–4-Jährigen 2025/2026, wie auch in den Vorjahren, die höchste Positivitätsrate auf (10.2 % für das ganze Jahr bzw. 15.9 % während der Grippesaison) (Tabelle 6).
RSV-Viruslast im Abwasser
Später Höhepunkt der RSV-Aktivität im Abwassermonitoring
Die RSV-Viruslast in den Abwässern begann wie in früheren Saisons bereits ab Oktober anzusteigen und verzeichnete Anfang Dezember in Woche 49 das stärkste Wachstum (Abbildung 10). Die gemittelte Viruslast erreichte ihren Höchststand im Vergleich zu den zwei Vorsaisons erst spät, nämlich Ende Januar/Anfang Februar in Woche 5. Die kumulative gemittelte RSV-Viruslast lag im respiratorischen Jahr 2025/2026 auf dem Niveau von 2024/2025 aber höher als 2023/2024.
Epidemiologische Lage der respiratorischen Viren in Europa
Starke Zirkulation von Influenza A(H3N2) in Europa
Die Zirkulation der respiratorischen Viren in der Schweiz spiegelt grösstenteils die Trends in Europa wider (siehe auch [12]). Auch die Grippesaison in Europa war geprägt durch einen frühen Beginn: Die durchschnittliche Positivitätsrate für Influenza aus ambulanten Sentinelsystemen («primary care sentinel») in europäischen Ländern stieg zeitgleich mit der Schweiz in Woche 45–46 über den 10 % Schwellenwert [13]. Der Anteil Influenza-A(H3N2) war in Europa ausgeprägter als in der Schweiz. Mehr als zwei Drittel der Influenza-A-Fälle wurden durch diesen Subtyp verursacht (Tabelle 7), davon rund 70 % durch Viren der Subklade K. Die kumulative RSV-Positivitätsrate war in europäischen Sentinelsystemen ähnlich tief wie in der Schweiz. SARS-CoV-2 wurde, wie bereits im Vorjahr, in der Schweiz bei ARI/ILI-Fällen mehr als doppelt so häufig nachgewiesen wie im europäischen Raum. Die Gründe dafür sind unklar. Allgemein sinken die Nachweise von SARS-CoV-2 in ambulanten Sentinel-Systemen sowohl in Europa als auch in der Schweiz kontinuierlich seit 2022/2023.
Impfungen
Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe für die kommende Saison
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Impfstoffproduzenten aufgrund des Verschwindens der Linie B/Yamagata seit der Covid-19-Pandemie, so bald wie möglich von quadrivalenten wieder auf trivalente Grippeimpfstoffe umzustellen [14]. Dies ist nun erfolgt, und somit werden für den Herbst 2026 ausschliesslich trivalente Impfstoffe (ohne den B/Yamagata-Stamm) zur Verfügung stehen. Die Tabelle 8 zeigt die Empfehlungen der WHO zur Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe 2025/26 und 2026/27 für die nördliche Hemisphäre.
BAG Impfempfehlungen respiratorische Erreger Saison 2026/2027
Die Tabelle 9 gibt eine kurze Übersicht über die empfohlenen Impfungen und monoklonale Antikörper (mAb) gegen respiratorische Viren in der Saison 2026/27. Grippeimpfungen, Covid-19-Impfungen und die Impfung gegen RSV können in beliebigem Zeitabstand nacheinander oder gleichzeitig miteinander erfolgen. Auch die monoklonalen Antikörper gegen RSV können gleichzeitig mit den gängigen Routineimpfungen für Kinder verabreicht werden.
*) Schwangere bzw. werdende Eltern sollen sich für eine der zwei Möglichkeiten der RSV-Prävention (passive Immunisierung) für Neugeborene entscheiden: entweder mittels maternaler Impfung oder mittels Antikörpergabe nach der Geburt.
**) Publikation der detaillierten Impfempfehlungen im September 2026. RSV-Impfung für ältere Erwachsene sowie jüngere Erwachsene ausserhalb einer Schwangerschaft: Bei diesen Personen wird die RSV-Impfung aktuell nicht vergütet. Die Frage nach einer Vergütung durch die Grundversicherung ist in Abklärung.
Impfstoffversorgung in der Schweiz
Influenza
Im Herbst und Anfang Winter 2025 wurden gemäss Herstellerangaben insgesamt rund 1.25 Millionen Impfdosen gegen die saisonale Grippe vertrieben. Zum Vergleich: Ende 2024 waren es 1.14 Millionen. Lieferengpässe oder -verzögerungen traten in der letzten Saison 2025/2026 keine auf. Gemäss Angaben der Grippeimpfstoffhersteller werden in der Schweiz rund 1.3 Millionen Grippeimpfstoffdosen für den Herbst/Winter 2026/27 zur Verfügung stehen.
Covid-19
Derzeit sind für den Herbst die beiden mRNA-Impfstoffe, Comirnaty® von Pfizer und Spikevax® von Moderna in der Schweiz zugelassen und verfügbar. Für den Herbst werden die Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 bei Bedarf an die Varianten angepasst, die dann aktuell zirkulieren.
RSV
Die Herstellerfirmen gehen für den Herbst 2026 und die RSV-Saison 2026/27 von keinen Versorgungsengpässen aus. Dies betrifft sowohl die drei zugelassenen RSV-Impfstoffe wie auch die zwei zugelassenen langwirksamen monoklonalen Antikörper gegen RSV.
In der Schweiz verfügbare Impfstoffe für die nächste Saison
Die Tabelle 10 zeigt die in der Schweiz für den Herbst 2026 zugelassenen Impfstoffe und monoklonalen Antikörper gegen Grippe, Covid-19 und RSV-Erkrankungen.
Informationen zur Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) finden Sie auf der BAG-Webseite [19].
Weitere Informationen
Danksagung
Das BAG dankt der Ärzteschaft, besonders den Sentinella-Ärztinnen und -Ärzten, allen Laboratorien und speziell dem Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NZI/CNRI) in Genf, der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF), dem NRAM (Eawag) und allen weiteren involvierten Forschungsgruppen und Institutionen für ihre wertvolle Arbeit und ihre Unterstützung bei der Überwachung der respiratorischen Viren.
Referenzen
- Vega T, Lozano JE, Meerhoff T, Snacken R, Mott J, Ortiz de Lejarazu R, et al. Influenza surveillance in Europe: establishing epidemic thresholds by the Moving Epidemic Method. Influenza Other Respir Viruses. 2013;7(4):546-558. doi: 10.1111/j.1750-2659.2012.00422.x.
- European Centre for Disease Prevention and Control. Seasonal influenza, 2023-2024. In: ECDC. Annual Epidemiological Report for 2023 [Internet]. Stockholm: ECDC; 2024 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Seasonal influenza - Annual Epidemiological Report for 2023/2024.
- Domínguez À, Soldevila N, Torner N, Martínez A, Godoy P, Rius C, et al. Usefulness of clinical definitions of influenza for public health surveillance purposes. Viruses. 2020;12(1):95. doi:10.3390/v12010095.
- World Health Organization. End-to-end integration of SARS-CoV-2 and influenza sentinel surveillance: revised interim guidance [Internet]. Geneva: World Health Organization; 2022. WHO/2019-nCoV/Integrated_sentinel_surveillance/2022.1 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: End-to-end integration of SARS-CoV-2 and influenza sentinel surveillance: revised interim guidance
- World Health Organization. Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2026 southern hemisphere influenza season [Internet]. Geneva: World Health Organization; 2025 Sep 26 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2026 southern hemisphere influenza season
- Lucaccioni H, Marques DFP, Kirsebom F, Emborg HD, Hamilton M, Whitaker H, et al. Influenza vaccine effectiveness from nine studies during drifted A(H3N2) subclade K predominance, Europe, September 2025 to January 2026. Euro Surveill. 2026;31(7):2600109. doi:10.2807/1560-7917.ES.2026.31.7.2600109.
- Liu J, Li SH, Ye N, Griffiths T, Drapeau EM, Atkinson RK, et al. Antibodies elicited by the 2025-2026 influenza vaccine. NEJM Evid. 2026;5(4). doi:10.1056/EVIDpha2600007.
- European Centre for Disease Prevention and Control. Assessing the risk of influenza for the EU/EEA in the context of increasing circulation of A(H3N2) subclade K: rapid risk assessment [Internet]. Stockholm: ECDC; 2025 Nov 20 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Threat Assessment Brief – Assessing the risk of influenza for the EU/EEA in the context of increasing circulation of A(H3N2) subclade K
- Bundesamt für Statistik. Wöchentliche Todesfälle in der Schweiz, 2010-2026 [Internet]. Neuchâtel: Bundesamt für Statistik; 2026 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Wöchentliche Todesfälle in der Schweiz, 2010-2026 - 4.1.2010-6.9.2026 | Diagramm
- Hôpitaux universitaires de Genève, Centre national de référence de l’Influenza. Surveillance des virus de l’influenza, SARS-CoV-2 et RSV en Suisse [Internet]. Genève: HUG; 2026 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Saisons précédentes CNRI - Laboratoire de virologie à Genève aux HUG - HUG
- World Health Organization. WHO COVID-19 dashboard: COVID-19 variants [Internet]. Geneva: World Health Organization; [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: COVID-19 variants | WHO COVID-19 dashboard
- European Centre for Disease Prevention and Control; World Health Organization Regional Office for Europe. European Respiratory Virus Surveillance Summary (ERVISS) [Internet]. Stockholm/Copenhagen: ECDC/WHO Regional Office for Europe; [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: erviss.org
- World Health Organization. Seasonal influenza - global situation [Internet]. Geneva: World Health Organization; 2025 Dec 10 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Seasonal influenza - Global situation
- World Health Organization. Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2025-2026 northern hemisphere influenza season [Internet]. Geneva: World Health Organization; 2025 Feb 28 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2025-2026 northern hemisphere influenza season
- World Health Organization. Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2026-2027 northern hemisphere influenza season [Internet]. Geneva: World Health Organization; 2026 Feb 27 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2026-2027 northern hemisphere influenza season
- Bundesamt für Gesundheit. Saisonale Grippe (Influenza): Vorbeugung - Empfehlungen zur Grippeimpfung [Internet]. Bern: Bundesamt für Gesundheit; 2026 [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Saisonale Grippe (Influenza)
- Bundesamt für Gesundheit; Eidgenössische Kommission für Impffragen. Empfehlungen für die Covid-19-Impfung: Stand September 2026. Bern: Bundesamt für Gesundheit; 2026. [abgerufen am 30. September 2026]. Verfügbar unter: Covid-19
- Bundesamt für Gesundheit. Respiratorisches-Synzytial-Virus (RSV): Vorbeugung [Internet]. Bern: Bundesamt für Gesundheit; [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Respiratorisches-Synzytial-Virus (RSV)
- Bundesamt für Gesundheit. Krankenversicherung: Massnahmen der medizinischen Prävention [Internet]. Bern: Bundesamt für Gesundheit; [abgerufen am 7. Juli 2026]. Verfügbar unter: Krankenversicherung: Massnahmen der medizinischen Prävention
Bundesamt für Gesundheit BAG
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern