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Nationale Plattform Demenz: Organisation und Aufgaben

Nach Abschluss der Nationalen Demenzstrategie 2014 - 2019 von Bund und Kantonen sprachen sich zentrale Stakeholder für eine Fortführung der Massnahmen auf nationaler Ebene aus. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2021 die Nationale Plattform Demenz ins Leben gerufen, die auf den Grundlagen der Strategie aufbaut.

Organigramm

Koordinationsgruppe

Die Koordinationsgruppe setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Institutionen zusammen, welche die Plattform institutionell tragen: Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

Sie hat folgende Aufgaben:

  • Festlegen der strategischen Schwerpunkte der Plattform unter Einbezug der Einschätzungen des Fachgremiums.
  • Gegenseitiges Informieren über laufende Arbeiten im Bereich Demenz.
  • Gemeinsames Planen der Vernetzungsveranstaltungen.
  • Regelmässiges Überprüfen, ob die Plattform weiterhin einen Mehrwert für die Akteure im Bereich Demenz bietet und entsprechend fortgeführt werden soll.

Fachgremium

Die Mitglieder des Fachgremiums wurden von der Koordinationsgruppe aufgrund ihrer Expertise im Bereich Demenz bestimmt. Bis zu zehn Personen vertreten dabei Kantone, Städte und Gemeinden sowie die Betroffenenorganisationen und Fachverbände.

Das Fachgremium unterstützt die Koordinationsgruppe mit Fachwissen und Praxiserfahrung, wirkt als beratendes Organ und trägt zur Umsetzung der Vision und Mission der Plattform bei.

Forum

Das Forum vereint nationale Organisationen sowie nationale, kantonale und kommunale Behörden, die sich mit Demenz befassen oder künftig befassen möchten. Zudem sind kantonale und interkantonale Organisationen vertreten, die spezifisch im Bereich Demenz tätig sind.

Die Forumsmitglieder sind eingeladen, folgende Aufgaben zu übernehmen:

  • Einbringen von Vorschlägen zu konkreten Fragestellungen, die im Rahmen der Plattform bearbeitet werden sollen;
  • Mitarbeit bei der Bearbeitung und Lösung dieser Fragestellungen; Mitwirkung als Sounding Board für übergeordnete Themen der Plattform;
  • Teilnahme an den Forumsveranstaltungen der Plattform mit der Möglichkeit zur Vernetzung und zum Einbringen eigener Beiträge;
  • Präsentieren eigener Projekte und Aktivitäten, um den schweizweiten Erfahrungsaustausch zu fördern;
  • die anderen Mitglieder können dabei als Sounding Board dienen;
  • Transfer der Arbeiten der Plattform in das eigene Wirkungsfeld und Wahrnehmen einer Multiplikatorenrolle.

Vision und Mission

Vision

Das Gesundheitssystem bietet allen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen eine bedürfnisorientierte Betreuung, Pflege und Behandlung.

Mission

Die Nationale Plattform Demenz versteht sich als eine Antwort auf die steigende Zahl von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen und die damit verbundenen und grundlegenden Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung.

Aufgaben

Um ihre Vision zu erreichen, übernimmt die Nationale Plattform Demenz verschiedene Aufgaben. Sie trägt dazu bei, dass im Gesundheitssystem

  • die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in der Betreuung, Pflege und Behandlung berücksichtigt werden;
  • die Chancengleichheit gewährleistet ist;
  • die beteiligten Akteure über die notwendigen Grundlagen und Kompetenzen verfügen, um die anspruchsvolle Arbeit mit und für Menschen mit Demenz leisten zu können.

Folgende Massnahmen werden durch die Plattform ergriffen, um ihre Ziele zu erreichen:

  • Förderung der Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich Demenz auf nationaler Ebene;
  • Erarbeitung und Aktualisierung von Grundlagendokumenten zu den definierten Schwerpunktthemen bzw. Unterstützung der Akteure dabei;
  • Unterstützung der Akteure bei der Verbreitung und Verankerung dieser Grundlagendokumente in der Praxis.

Rahmenbedingungen

Neben den Schwerpunktthemen hat die Plattform übergeordnete Themen und Rahmenbedingungen identifiziert, die die Versorgung von Menschen mit Demenz massgeblich beeinflussen. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Finanzierung – mit dem Fokus auf einer angemessenen Abgeltung aus Sicht der Leistungserbringer sowie auf der finanziellen Tragbarkeit aus Sicht der Betroffenen.

Da diese übergeordneten Themen eine breite Zusammenarbeit erfordern und die Federführung bei anderen nationalen Akteuren liegt, kann die Plattform sie nicht direkt gestalten. Zudem gelten vielfach etablierte Prozesse, die nicht allein durch ein Anliegen im Rahmen einer nationalen Strategie oder Plattform ausser Kraft gesetzt werden können.

Der Handlungsspielraum der Nationalen Plattform Demenz beschränkt sich deshalb darauf, diese Themen:

  • aktiv mitzuverfolgen,
  • als Sounding Board zu fungieren und
  • den Praxisbezug herzustellen, indem sie zentrale Akteure im Forum bündelt.

Jahresberichte

Jedes Jahr veröffentlicht die Nationale Plattform Demenz einen Jahresbericht, der einen Überblick über die Arbeiten der Koordinationsgruppe gibt.

Weitere Informationen

Weiterführende Themen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Abteilung Gesundheitsversorgung und Berufe
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern