Aktionsplan für betreuende und pflegende Angehörige
Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Betreuung und Pflege kranker Familienmitglieder durch Angehörige künftig noch wichtiger. Der Bundesrat setzt deshalb verschiedene Massnahmen um.
Der Bundesrat will die Rahmenbedingungen für betreuende und pflegende Angehörige verbessern. Nötig sind zum einen bessere Informationen und der Ausbau von Entlastungsangeboten, wie Unterstützung durch Freiwillige oder Kurzaufenthalte in Alters- und Pflegeheimen. Zum anderen braucht es Massnahmen, um die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung zu fördern.
Deshalb hat der Bundesrat als Teil seiner gesundheitspolitischen Prioritäten Gesundheit2020 den «Aktionsplan zur Unterstützung und Entlastung von betreuenden und pflegenden Angehörigen» verabschiedet. Die Umsetzung dieser Massnahmen soll gemeinsam mit den Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen angegangen werden.
Die Umsetzung des Aktionsplans wird vom Förderprogramm «Entlastungsangebote für betreuende Angehörige 2017 - 2020» unterstützt.
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 22. Mai 2019 die Botschaft zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung ans Parlament überwiesen.
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Menschen mit Demenz benötigen über eine lange Zeit umfassende Betreuung, Pflege und Behandlung. Oft sind die Angehörigen stark involviert. Wegen der demografischen Alterung wird es künftig mehr Menschen mit Demenz geben. Die Nationale Plattform Demenz setzt sich dafür ein, die Gesundheitsversorgung für Betroffene und Angehörige zu verbessern.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Sektion Weiterentwicklung Gesundheitsversorgung
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