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Hitze

Aufgrund des Klimawandels gibt es auch in der Schweiz mehr Hitzetage und Hitzewellen. Auch wenn einige die warmen Tage geniessen, kann Hitze unser Wohlbefinden beeinträchtigen und unsere Gesundheit gefährden. Deshalb ist es wichtig, sich bei Hitzetagen, Tropennächten und Hitzewellen angepasst zu verhalten.

Verhaltensempfehlungen

Wie man sich und andere vor der Hitze schützen kann:

Risikopersonen

Personen mit folgenden Risikofaktoren sind an heissen Tagen besonders gefährdet. Treffen mehrere Faktoren zu, erhöht sich das Risiko:

  • höheres Alter, insbesondere über 75 Jahre
  • tiefes Alter, Kleinkinder und Säuglinge
  • Schwangerschaft
  • akute und/oder chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- und Atemwegserkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes, Übergewicht, neurologische und psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen
  • medikamentöse Behandlung, insbesondere mit entwässernden, blutdrucksenkenden Medikamenten oder Psychopharmaka
  • alleinlebende Personen und/oder Personen, die auf Hilfe oder Pflege angewiesen sind
  • geringe sozioökonomische Ressourcen z.B. bezüglich Bildung, Finanzen, Wohnsituation
  • Ausüben von anstrengenden körperlichen Aktivitäten

Übrigens: Auch beim Arbeiten – drinnen oder draussen – sollten Sie sich vor Hitze schützen. Hierzu finden Sie Informationen beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und bei der SUVA

Symptome und Vorgehen bei Hitzestress

Hitze bedeutet Stress für unseren Körper, da er durch das Abgeben von Schweiss versucht, die hohen Temperaturen auszugleichen. Das vermehrte Schwitzen kann zu hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten führen und das Erweitern der Blutgefässe lässt den Blutdruck fallen. Dadurch droht das Herz-Kreislaufsystem zu überlasten und es können hitzebedingte Erkrankungen wie Hitzeerschöpfung, Hitzschlag oder Sonnenstich entstehen.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Massnahmen treffen, um Ihren Körper kühl und hydriert zu halten (siehe Abschnitt Verhaltensempfehlungen).

Falls Sie oder jemand anderer die obengenannten Symptome erleben, handeln Sie wie folgt:

  • Einen kühlen oder schattigen Ort aufsuchen
  • Sich hinlegen
  • Den Körper mit feuchten Tüchern kühlen
  • Frisches Wasser trinken
  • Ein elektrolythaltiges Getränk zu sich nehmen (dies sind Getränke, die Natrium, Kalium, Magnesium und Glucose enthalten (wie mit Wasser verdünnter Apfelsaft oder Sportgetränke).

Wenn Sie oder eine andere Person sich nach kurzer Zeit nicht besser fühlen, rufen Sie unverzüglich einen Arzt oder eine Ärztin oder 144!

Informationsmaterialien zu Hitze

Hitze-Flyer «Die drei goldenen Regeln für Hitzetage» für die Bevölkerung

Der Hitze-Flyer enthält Verhaltensempfehlungen bei Hitze und was bei Hitzestress sofort zu tun ist. Der Flyer (d/f/i/e) kann im Format A4 und im Format A3 direkt online heruntergeladen oder kostenlos als Printversion beim Bund bestellt werden.

Hitze-Flyer «Schutz bei Hitze» für Fachpersonen

Der Hitze-Flyer für Fachpersonen informiert, welche Verhaltensempfehlungen die Gesundheit schützen und welche Massnahmen in Arztpraxen, Alters- und Pflegeheimen oder Spitälern zusätzlich sinnvoll sind. Der Flyer (d/f/i) kann im Format A4 direkt online heruntergeladen oder kostenlos als Printversion beim Bund bestellt werden.

Digitale Anzeige «Drei goldene Regeln zum Schutz vor Hitze»

Die digitale Anzeige fasst die drei goldenen Regeln zum Schutz bei Hitze anschaulich zusammen. Sie eignet sich besonders für Bildschirme in Wartezimmern von Praxen, Apotheken oder anderen öffentlich zugänglichen Räumen. Die Grafik (d/f/i/e) kann kostenlos heruntergeladen und frei verwendet werden.

Kantonale Hitzeseiten

Folgend sind die kantonalen Seiten mit Informationen und Verhaltensempfehlungen zu Hitze oder Hitzeaktionspläne aufgelistet.

Veranstaltungen

Forum «Hitze und Gesundheit»

Am 12. März 2026 fand das Forum «Hitze und Gesundheit – Vernetzungsanlass zu Hitzeschutzmassnahmen und zur Hitzeaktionsplanung» in Bern statt. Teilgenommen haben rund 90 Fachpersonen aus national und überregional tätigen Organisationen, Bundesstellen sowie kantonalen Konferenzen aus den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Raum- und Siedlungsplanung sowie Anpassung an den Klimawandel.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Netzwerks Anpassung an den Klimawandel gemeinsam vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) organisiert.

An der Veranstaltung präsentierten ausgewählte Akteure (Bund, Kantone, Städte, Unternehmen) ihre Aktivitäten zu Hitzeschutzmassnahmen und zur Hitzeaktionsplanung, die in unterschiedlichen Formaten diskutiert wurden.

Die Präsentationsfolien der Veranstaltung stehen nachfolgend zur Verfügung:

Bundesamt für Gesundheit BAG

Abteilung Gesundheitsversorgung und Berufe
Sektion Weiterentwicklung Gesundheitsversorgung
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern