Wie werden bestrahlte Personen behandelt?
Ein Strahlenunfall ist ein unerwartetes Ereignis, bei dem Menschen einer erhöhten Dosis ionisierender Strahlung ausgesetzt werden. Dies kann durch externe Bestrahlung, Kontamination mit radioaktiven Stoffen oder durch die Aufnahme solcher Stoffe in den Körper geschehen. Die Behandlung bestrahlter Personen hängt von der Stärke der Bestrahlung ab.
Behandlung bei unmittelbaren (deterministischen) Strahlenschäden
Weitere Informationen zur Behandlung bestrahlter Personen finden Sie unter folgendem Link:
Behandlung bei geringer Exposition ohne unmittelbare Schäden
Personen, die einer externen Bestrahlung ausgesetzt waren, ohne dass deterministische Schäden zu erwarten sind, werden in ein Regionalspital (Kontaktspital) überführt. Dort erfolgt die Behandlung im Rahmen herkömmlicher medizinischer Massnahmen. Dabei ist zu beachten, dass auch die mentale Gesundheit beeinträchtigt sein kann. Die Notfallvorsorge ist auf den Umgang mit betroffenen Personen vorbereitet und bietet die nötige Unterstützung.
Behandlung bei Kontamination
Bei einer Kontamination hatte die betroffene Person direkten Kontakt mit radioaktivem Material, etwa über die Haut. Um die Folgen solcher Kontaminationen zu minimieren, stehen in der Schweiz 16 Dekontaminationsspitäler zur Verfügung. Diese sind in der Lage, eine Dekontaminationsstelle einzurichten und bis zu 50 Patientinnen und Patienten pro Stunde zu dekontaminieren, was hauptsächlich das Waschen betroffener Körperstellen und den Wechsel kontaminierter Kleidung umfasst.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Sektion Radiologische Risiken
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern
