Vorbeugung von chronischer und episodisch auftretender Migräne mit CGRP-Antagonisten
Zur Vorbeugung chronischer wie auch episodisch auftretender Migräne stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben Betablockern, Kalzium-Antagonisten oder Antidepressiva kommen auch monoklonale Antikörper, so genannte CGRP-Antagonisten, zum Einsatz. Die Krankenversicherer vergüten CGRP-Antagonisten erst, wenn mindestens zwei andere vorbeugende Therapien versagt haben. Dieser Bericht untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit der CGRP-Antagonisten, das Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie die Auswirkungen auf den Kostenhaushalt.
Die Literaturrecherche identifizierte 27 klinische Studien. Die Daten zeigten, dass mit CGRP-Antagonisten behandelte Personen eine geringere Zahl an Migräne-Tagen erlitten gegenüber den Kontrollgruppen. Zudem gab es mehr Personen, bei denen die Migräne-Tage um mehr als die Hälfte abnahmen und die eine Verbesserung der Lebensqualität angaben. Dabei hatten die mit CGRP-Antagonisten behandelten Personen keine besonderen Nebenwirkungen zu verzeichnen. Bei chronischer Migräne zeigte sich ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis der CGRP-Antagonisten als bei episodisch auftretender Migräne. Gemäss Modell steigen die Kosten der CGRP-Antagonisten bis auf 400 Millionen CHF im Jahr 2026.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass der Einsatz von CGRP-Antagonisten eine Reduktion der Anzahl Migräne-Tage bewirkte, und dass bei mehr Personen die Migräne-Tage um mehr als die Hälfte abnahmen und sich die Lebensqualität verbesserte. Dies im Vergleich zu Personen in den Kontrollgruppen, welche ein Scheinmedikament und unterstützende Massnahmen erhielten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis scheint bei chronischer Migräne am besten zu sein. Eine Reduktion des Preises der CGRP-Antagonisten würde das Kosten-Nutzen-Verhältnis deutlich verbessern und dabei die Auswirkungen auf den Kostenhaushalt verringern.
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