Suizidprävention
Suizidprävention setzt sowohl bei gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Verhältnisprävention) als auch beim Individuum (Verhaltensprävention) an. Den meisten Suiziden und Suizidversuchen gehen Warnzeichen voran.
Ansatzpunkte für Prävention
In der Mehrzahl der Fälle entspringt eine suizidale Handlung einer krisenhaften Situation und ist das Resultat einer Verkettung von vielen Faktoren. Dies erklärt einerseits die Schwierigkeiten einer zuverlässigen Vorhersage von Suiziden und Suizidversuchen. Anderseits eröffnet das durch zahlreiche Faktoren beeinflusste Verhalten Chancen für die Prävention, weil auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden kann.
Verhältnis- und Verhaltensprävention
Das Wissen um Risiko- und Schutzfaktoren eröffnet Möglichkeiten für die Prävention. Suizidprävention setzt sowohl bei gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Verhältnisprävention) als auch beim Individuum (Verhaltensprävention) an.
Warnzeichen
Den meisten Suiziden und Suizidversuchen gehen Warnzeichen voran. Dies können Äusserungen oder bestimmte Verhaltensweisen sein. Es gibt allerdings – gerade auch im Teenageralter – so genannte «Kurzschlusssuizide», die ohne vorgängige Warnzeichen vollzogen werden. Und es gibt Menschen, die ihre Gefühle gegenüber der Aussenwelt verbergen.
Warnzeichen sind z.B.:
- Über Suizid sprechen / Todeswunsch äussern
- Rückzug von Freunden und gewohnten Aktivitäten
- Aufräumen, Verschenken von Dingen
- Abschied nehmen
- Beschäftigung mit dem Thema Tod und Sterben
- Nach Sterbemethoden und -mitteln suchen
- Hoffnungslosigkeit
- Grosse Selbstkritik, geringe Selbstachtung, starke Kränkung
- Riskantes Verhalten
- Veränderungen im Verhalten
- Körperliche Veränderungen
- Plötzliche Ruhe und Gelöstheit nach einer Phase von Niedergeschlagenheit und Leiden
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