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Veröffentlicht am 16. September 2026

Sparmassnahmen BAG

Das BAG befindet sich in einer finanziell angespannten Lage. Das führt dazu, dass ab 2027 weitere Einsparungen im Umfang von rund 7,7 Millionen Franken jährlich nötig werden.

Das BAG hat 2025 und 2026 bereits Massnahmen getroffen, um die Sparvorgaben von Bundesrat und Parlament zu erfüllen und Mittel intern umzuverteilen zur Sicherstellung strategisch wichtiger Bereiche. Das war mit einem Aufgabenverzicht und Abbau von Personal verbunden (MM 26.2.2025). Aufgrund der finanziell angespannten Situation muss das BAG ab 2027 weitere 7,7 Millionen Franken einsparen.

Bei der Umsetzung der Kürzungen wurde darauf geachtet, für strategische Bereiche wie zum Beispiel die Überwachung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten weiterhin genug Mittel zu haben. Eine Pandemie gehört gemäss den Analysen des Bundes (BABS) zu den grössten Risiken der Schweiz. Es gilt als vergleichsweise wahrscheinlich sowie folgenschwer betreffend Schadenspotenzial für Bevölkerung und Wirtschaft (MM BABS 2.3.2026). Solche Bereiche sollen möglichst nicht tangiert werden. Entsprechend kommt es andernorts zu Kürzungen.

Gründe für erneute Kürzungen

Beim BAG kumulieren sich drei Entwicklungen: Es gibt erstens Einsparungen aufgrund von Sparvorgaben von Bundesrat und Parlament. Zweitens muss das BAG neue Aufgaben erfüllen. Drittens sind Massnahmen zu finanzieren zur Minderung von Risiken betreffend Pandemie und Strahlenschutz. Weil die dafür befristet gesprochenen Mittel ausgelaufen sind, müssen die Aufgaben über eine amtsinterne Umverteilung finanziert werden. Diese Kombination erhöht das zu erreichende Sparziel und macht die Umsetzung anspruchsvoll.

Die Kürzungen führen dazu, dass das BAG gewisse Arbeiten nicht mehr oder nur noch reduziert wahrnehmen kann. So müssen gewisse Beiträge an Akteure gesenkt werden. Das BAG wird auch weniger fachliche und finanzielle Unterstützung leisten können. Beispiel Radium: Das BAG kann künftig nur noch bei Verdacht auf eine erhebliche Kontamination eines Gebäudes aktiv werden. Zudem kann es Verzögerungen geben bei der Bearbeitung von Gesuchen oder bei einzelnen Rechtsetzungsprojekten, insbesondere auf Verordnungsstufe, mit entsprechend späterer Inkraftsetzung. Das BAG wird gewisse Vollzugsaufgaben ausserdem noch stärker risikobasiert statt flächendeckend umsetzen.

Mit den Einsparungen ist auch ein Stellenabbau verbunden (rund 20 FTE). Betroffen davon sind 12 Mitarbeitende. Der Abbau kann durch Vakanzen, natürliche Fluktuationen und Frühpensionierungen teils gemildert werden. Es kommt aber auch zu Kündigungen. Das BAG bedauert das sehr und setzt alles daran, den Betroffenen Unterstützung zu bieten. Der Stellenabbau wird mit einem Sozialplan umgesetzt.

Das BAG ist gleichzeitig daran, die strategische Ausrichtung zu schärfen im Hinblick auf die künftigen Schwerpunkte und Kernaufgaben. Es ist der Geschäftsleitung wichtig, dass Sparmassnahmen nicht aus einer kurzfristigen Perspektive beschlossen werden, sondern in eine übergeordnete Strategie eingebettet sind und auf einer sinnvollen Priorisierung beruhen.

Das BAG dankt allen Mitarbeitenden für ihre Arbeit und das Engagement!

Bundesamt für Gesundheit BAG

Geschäftsleitung
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern