Spätere Entfernung von Hilfsmaterialien nach Operationen von Knochenbrüchen
Bei schwerwiegenden Knochenbrüchen setzen Chirurginnen und Chirurgen Materialien wie Schrauben, Platten, Nägel oder Drähte zur Stabilisierung und Begünstigung der Heilung ein. Diese Hilfsmaterialien für Knochenoperationen verbleiben nach dem Verheilen des Bruchs entweder im Körper oder sie werden in einer weiteren Operation entfernt. Die Entfernung kann etwa bei Schmerzen, Bewegungsschwierigkeiten, negativen Körpergefühlen oder einer Wundinfektion erfolgen. Dieser Vorbericht geht der Frage nach, wie sich die Entfernung der Materialien bei Menschen auswirkt, bei denen sie medizinisch nicht zwingend ist.
Der Vorbericht umfasste zehn Studien mit 410 Patientinnen und Patienten, die ein uneinheitliches Bild ergaben. Der Einsatz unterschiedlicher Materialien an verschiedenen Körperstellen, ungleiche Heilungsverläufe und unterschiedliche Zeitdauern bis zur Entfernung erschweren einen Vergleich. Obwohl die Entfernung des Hilfsmaterials ein häufiger chirurgischer Eingriff ist, gibt es derzeit keine einheitliche Empfehlung dafür.
Die in den bisherigen Studien gefundenen Daten sowie die geringe Aussicht auf grössere Kosteneinsparungen scheinen das Erstellen eines vollen HTA-Berichts nicht zu rechtfertigen.
Weitere Informationen
Bundesamt für Gesundheit BAG
Sektion Health Technology Assessment
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern