Radon und energetische Massnahmen an Gebäuden
Energetische Massnahmen an Gebäuden dienen dazu, den Wärmeverlust durch unzureichend wärmegedämmte Gebäude zu verringern sowie diese vor sommerlicher Überhitzung zu schützen. Sie können aber gleichzeitig auch dazu genutzt werden, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern und insbesondere die Radonbelastung zu minimieren. Eine gut durchgeführte energetische Sanierung spart somit nicht nur Energie, sondern kann auch für eine gute Raumluftqualität sorgen.
Energetische Sanierungsmassnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz erhöhen in der Regel die Luftdichtheit der Gebäudehülle. Diese Massnahmen müssen daher von einem Lüftungskonzept und einem Luftdichtigkeitskonzept begleitet werden, das einen regelmässigen Luftaustausch gewährleistet.
Faktoren, die den Anstieg der Radonkonzentration beeinflussen
Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Qualität der Innenraumluft und den Eigenschaften des Gebäudes. Die Radonkonzentration im Gebäude hängt dabei von vielen Faktoren ab.
Bestimmte bauliche Schutzmassnahmen, die speziell gegen Radon entwickelt wurden, sollten deshalb im Voraus in Betracht gezogen werden (z.B. Radondrainage unter der Bodenplatte, Radonbrunnen, Auslegen einer Radonschutzmembran).
Wissenschaftliche Studien zu diesem Thema finden Sie unter «Links».
Massnahmen
Es gibt verschiedene Massnahmen, die den Radonschutz erhöhen. Sie sollten entsprechend den spezifischen Merkmalen des Gebäudes, das energetisch saniert wird, festgelegt werden.
Entwicklung und Umsetzung eines Lüftungskonzepts gemäss SIA-Norm 180.
Einbau einer speziellen Frischluftzufuhr an der Fassade für Kamine, Öfen oder Brenner auf einer Höhe von mindestens 1.5 Meter unter Berücksichtigung der möglichen Schneehöhen im Winter.
Radonmessungen
Es ist wichtig, nach der energetischen Sanierung eine anerkannte Radonmessung durchzuführen, um den Einfluss auf die Radonkonzentration im Gebäude zu ermitteln. Es kann auch sinnvoll sein, vor den Sanierungsarbeiten eine Messung durchzuführen, um das Radonrisiko bei der Planung energetischer Massnahmen zu berücksichtigen.
Vorbeugende Radonschutzmassnahmen bei Neubauten, wie z. B. die Installation eines Bodenluft-Absaugsystems unter dem Gebäude (Radondrainage), ermöglichen ein schnelles und kostengünstiges Eingreifen, wenn die Radonmessungen eine zu hohe Radonbelastung ergeben.
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Weitere Informationen
Bundesamt für Gesundheit BAG
Sektion Radiologische Risiken
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern



