Bundesrätin Baume-Schneider am Treffen der EU-Gesundheitsministerinnen und -minister in Kopenhagen
Bern, 16.09.2025 — Bundesrätin Baume-Schneider nahm am 15. und 16. September 2025 am informellen Treffen der EU-Gesundheitsministerinnen und -minister in Kopenhagen teil. Zentrale Themen des Austauschs waren die Krisenvorbereitung und die Versorgungssicherheit, antimikrobielle Resistenzen (AMR) sowie der Life-Science-Sektor (Biowissenschaften). Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern nutzte die Einladung zudem für bilaterale Treffen mit mehreren Amtskolleginnen und -kollegen.
Bundesrätin Baume-Schneider reiste auf Einladung der dänischen Ministerin für Inneres und Gesundheit, Sophie Løhde, Gastgeberin des informellen EU-Gesundheitsministertreffens, nach Kopenhagen. Im Zentrum der Diskussionen der Ministerinnen und Minister standen die Zusammenarbeit bei der Förderung von Innovation im Life-Science-Sektor und der erleichterte Zugang zu neuen Behandlungsmethoden durch multinationale klinische Studien. Auch die Bekämpfung von AMR stand auf der Tagesordnung, wobei es um eine Stärkung des Erfahrungsaustausches zwischen den europäischen Staaten ging. Schliesslich diskutierten die Gesundheitsministerinnen und -minister über die Versorgungssicherheit mit Medikamenten, insbesondere über die Verfügbarkeit von Daten zu Engpässen. Die Teilnahme am Treffen ermöglichte es Bundesrätin Baume-Schneider, über die entsprechenden Arbeiten in der Schweiz zu informieren.
Am Rande des Treffens hatte Bundesrätin Baume-Schneider die Gelegenheit, sich mit verschiedenen Amtskolleginnen und -kollegen auszutauschen. So sprach sie namentlich mit der estnischen Sozialministerin, Karmen Joller, und dem zypriotischen Amtskollegen, Michael Damianos, dessen Land im ersten Halbjahr 2026 den turnusmässigen Vorsitz der EU übernehmen wird. Anlässlich dieser Treffen ging die Bundesrätin auf die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Schweiz im Gesundheitsbereich und insbesondere auf das derzeit in der Vernehmlassung befindliche Gesundheitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU ein. Sie führte auch ein Gespräch mit Dr. Pamela Rendi-Wagner, Direktorin des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, an dem sich die Schweiz im Rahmen des Gesundheitsabkommens beteiligen soll.
Die informellen Treffen der Gesundheitsministerinnen und -minister werden zweimal jährlich von den jeweiligen EU-Ratspräsidentschaften organisiert. Die Schweiz und weitere EFTA-Staaten sind regelmässig eingeladen. Die Teilnahme an diesen Treffen ermöglicht es, die grenzüberschreitenden Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit gemeinsam anzugehen.
Digitale Transformation in der Gesundheitsversorgung
Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern nutzte ihren Besuch in Kopenhagen zudem für einen Austausch über die digitale Transformation der Gesundheitswesen. Dieser Austausch mit ausgewählten privaten sowie öffentlichen dänischen Akteuren wurde in Zusammenarbeit mit Healthcare Denmark organisiert – einer gemeinnützigen öffentlich-privaten Gesellschaft, die insbesondere Innovationen im Bereich Gesundheitswesen und Life Science fördert. Das Treffen bot Gelegenheit, einen Einblick in die konkrete Umsetzung digitaler Lösungen im dänischen Gesundheitswesen zu erhalten und sich ein Bild von den aktuellen Chancen und Herausforderungen zu machen. Als Pionier auf diesem Gebiet verfügt Dänemark über viel Erfahrung in den Bereichen digitale Dossierführung und Interoperabilität.