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Monitoring der Analysenliste

Das Eidgenössische Departement des Innern beauftragt das BAG regelmässig ein Monitoring der Analysenliste durchzuführen. Ziel ist die fortlaufende Beobachtung der Mengen- und Kostenentwicklung bei den Laboranalysen im ambulanten Bereich zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.

Jährliche Faktenblätter

Faktenblätter 2025

Im Jahr 2023 waren die Kosten der Analysenliste (AL) je versicherte Person verglichen mit dem Jahr 2022 trotz deutlicher Mengenausweitung rückläufig. Dies ist primär auf die kostensenkenden Massnahmen zurückzuführen, welche das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) in den letzten Jahren in Kraft gesetzt hat. Diese Massnahmen führten im Jahr 2023 zu Einsparungen von rund 320 Millionen Franken und senkten den Anteil der AL-Kosten an den prämienfinanzierten Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) auf unter 5 %.

Die Kosten der Schnellen Analysen stiegen seit deren Einführung im Jahr 2015 im Vergleich zu den prämienfinanzierten OKP-Kosten überproportional stark je versicherte Person. Sie stellen mit 502 Millionen Franken im Jahr 2023 einen signifikanten Kostenblock der AL dar. Rechnet man die Schnellen Analysen aus den gesamten AL-Kosten heraus, zeigt sich, dass die AL-Kosten seit dem Jahr 2021 rückläufig sind. In den Praxislaboratorien wurden im Jahr 2023 5,2 Schnelle Analysen je versicherte Person durchgeführt (4,4 im Jahr 2020; 3,7 im Jahr 2015). Von allen in Praxislaboratorien durchgeführten Analysen machen die Schnellen Analysen im Jahr 2023 90,1 % der Kosten aus (85,3 % im Jahr 2020, 75,2 % im Jahr 2015).

Frühere Versionen

Monitoringberichte

Monitoring der Mengen- und Kostenentwicklung der AL von 2016 bis 2019

Im Jahr 2019 wurden in der Schweiz von allen Leistungserbringern zusammen 101,2 Millionen Laboranalysen über die AL abgerechnet. Der damit generierte Umsatz betrug 1,82 Milliarden Franken. Über die Berichtsperiode 2016 bis 2019 betrug die jährliche Zunahme der Anzahl Analysen 2,19 Millionen oder 2,3 %. Im letzten Berichtsjahr 2019 wurden 2,82 Millionen Analysen oder 2,9 % mehr durchgeführt als im Vorjahr. Die Umsatzsteigerung betrug in der Periode 2016 bis 2019 jährlich 75.3 Millionen Franken oder 4,6 %, wobei im letzten Berichtsjahr 2019 42,8 Millionen Franken oder 2,4 % mehr als im Vorjahr über die AL abgerechnet wurden. Im Jahr 2019 beliefen sich die Gesamtleistungen der OKP auf 34,1 Milliarden Franken, wobei der Anteil der Analysenliste 5,3 % betrug.

Monitoring der Mengen- und Kostenentwicklung der AL von 2013 bis 2015

Im Jahr 2015 wurden in der Schweiz von allen Leistungserbringern zu-sammen 91,1 Millionen Laboranalysen über die AL abgerechnet. Der damit generierte Umsatz betrug 1,50 Milliarden CHF. Über die Berichtsperiode 2013 bis 2015 betrug die jährliche Zunahme der Anzahl Analysen 1,86 Millionen oder rund 2,1 %. Im letzten Berichtsjahr 2015 wurden 2,12 Millionen Analysen oder 2,4 % mehr durchgeführt als im Vorjahr. Die Umsatzsteigerung betrug von 2013 bis 2015 jährlich 68,7 Millionen CHF oder 5,0 %, wobei im letzten Berichtsjahr 2015 84,9 Millionen CHF oder 6,0 % mehr als im Vorjahr über die AL abgerechnet wurden. Die grösste jährliche Steigerung über die Periode 2013 bis 2015 ist mit 1,37 Millionen Analysen und 47,0 Millionen CHF bei den Privatlaboratorien zu verzeichnen. Im Jahr 2015 beliefen sich die Gesamtleistungen der OKP auf 30,1 Milliarden CHF, wobei der Anteil der Analysenliste 5,0 % betrug.

Monitoring der Mengen- und Kostenentwicklung der AL von 2011 bis 2012

Im Jahr 2012 wurden in der Schweiz von allen Leistungserbringern zusammen 85,5 Mio. Laboranalysen abgerechnet. Der mit diesen Analysen und den zugehörigen Taxen und Zuschlägen generierte Umsatz betrug im Jahr 2012 1294 Mio. CHF. Gegenüber dem Vorjahr 2011 wurden 3,95 Mio. Analysen oder 4,8 % mehr durchgeführt. Die Umsatzsteigerung beträgt in derselben Periode 35,0 Mio. CHF oder 2,8 %. Im Jahr 2012 betrugen die Bruttoleistungen der OKP 25,9 Milliarden CHF. Davon entfielen 1,29 Milliarden CHF oder 5,0 % auf über die AL abgerechnete Leistungen.

Monitoring der Mengen- und Kostenentwicklung der AL von 2008 bis 2010

Das BAG mandatierte das Forschungs- und Beratungsbüro INFRAS mit der Durchführung des Monitorings für die Jahre 2008 bis 2010. Zur fachlichen Begleitung des Monitorings setzte das BAG im April 2009 eine Begleitgruppe ein. Der Schlussbericht des Monitorings 2008 bis 2010 wurde im April 2012 publiziert. Die Zahl der Analysen ist im monitorisierten Zeitraum von 2008 bis 2010 um 6,2 Mio. bzw. 8,7 % auf 78,2 Mio. Analysen gestiegen, der Umsatz ist demgegenüber um 73,0 Mio. CHF (minus 5,8 %) von 1,27 Mia. auf 1,20 Mia. CHF gesunken.

Weiterführende Themen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Eidgenössische Kommission für Analysen, Mittel und Gegenstände (EAMGK)
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern