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Veröffentlicht am 13. April 2026

Impfberatung durch Bildung gezielt stärken

Das BAG hat gemeinsam mit zentralen Akteuren der Berufsbildung und den Verbänden der Gesundheitsberufe Empfehlungen zur Stärkung der Aus-, Weiter- und Fortbildung zum Thema Impfen erarbeitet. Damit wird die Massnahme II.1 des Aktionsplans der Nationalen Strategie zu Impfungen (NSI) umgesetzt.

Impfungen zählen zu den wirksamsten und kosteneffizientesten Präventionsmassnahmen. Gesundheitsfachpersonen und weitere beratende Berufsgruppen nehmen bei der Information und Begleitung von Impfentscheiden eine Schlüsselrolle ein. Die neuen Empfehlungen sollen sicherstellen, dass Fachpersonen über die notwendigen Kompetenzen verfügen, Patientinnen und Patienten kompetent und fundiert zu beraten. Somit können sie eigenständig voll informierte Impfentscheide treffen.

Vermittelt werden sollen sowohl die biologisch-medizinischen Grundlagen des Impfens als auch Kompetenzen in Gesprächsführung und Beratung – insbesondere im Umgang mit Impfskepsis, Impfmythen und Falschinformationen. Umfang und Tiefe der Lerninhalte orientieren sich an den jeweiligen berufsspezifischen Anforderungen.

Die Empfehlungen basieren auf Studien im Rahmen der Nationalen Strategie zu Impfungen (NSI). Diese zeigen, dass das Thema Impfen in verschiedenen Bildungsgängen bislang nicht ausreichend oder nicht adäquat verankert ist. Zudem bestehen insbesondere bei nichtärztlichen Fachpersonen teilweise Vorbehalte gegenüber Impfungen und eine zurückhaltende Beratungspraxis. Die Empfehlungen setzen daher eine zentrale Massnahme des NSI-Aktionsplans um.

Für die Umsetzung werden flexible Lernformen empfohlen. Mit Unterstützung der Partnerorganisationen wurde ein interprofessionell ausgerichtetes E-Learning-Tool (E-VACTS) entwickelt. Ein koordiniertes Vorgehen über Berufsgruppen hinweg soll Synergien nutzen und die Qualität der Impfberatung in der Schweiz nachhaltig stärken.

Die Empfehlungen zur Stärkung der Aus-, Weiter- und Fortbildung von Fachpersonen zum Thema Impfen werden von folgenden Akteuren unterstützt:

  • Fachkonferenz Gesundheit der Fachhochschulen (FKG)
  • Nationale Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté)
  • OdA Berufsbildung Medizinische Praxisassistentin (odamed)
  • Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK)
  • Schweizerische Medizinische Interfakultätskommission (SMIFK)
  • Schweizerischer Apothekerverband (pharmaSuisse)
  • Schweizerischer Fachverband Beratung Frühe Kindheit (SFBFK)
  • Schweizerischer Hebammenverband (SHV)
  • Schweizerischer Verband Medizinischer Praxisfachpersonen (SVA)
  • Swiss School of Public Health (SSPH+)
  • Verband Bildungszentren Gesundheit Schweiz (BGS)
  • Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH)

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