Human Biomonitoring Projekte in der Schweiz
In der Schweiz gibt es mehrere Studien, die Humanbiomonitoring enthalten. Diese liefern bisher allerdings keine für die Schweiz repräsentativen Daten, so dass eine nationale Studie angedacht ist.
Ausgangslage
Als erster parlamentarischer Vorstoss in der Schweiz hat das Postulat Moser 08.3223 in 2009 ein Human Biomonitoring (HBM) in der Schweiz gefordert. Inzwischen hat das BAG auf das Postulat reagiert, indem eine Bestandesaufnahme durchgeführt und eine Pilotstudie angestossen wurde.
Wichtige Projekte in der Schweiz
Zwischen 2010 und 2012 hat die Schweiz unter Federführung des BAG an der Europaweit harmonisierten HBM-Querschnittstudie DEMOCOPHES teilgenommen. Im Rahmen einiger Kohortenstudien in der Schweiz werden menschliche Bioproben entnommen, die teilweise auf Chemikalien untersucht werden.
Ein nationales Programm
In Zusammenarbeit mit der akademischen Wissenschaft hatte das BAG ein nationales Programm geplant, um Humanbiomonitoring-Daten sowie Gesundheitsdaten zu sammeln. Es ging um eine multidisziplinäre Follow-up Studie, die es erlauben würde, Daten über den Gesundheitszustand, die chemische Belastung und den Ernährungsstatus der Schweizer Bevölkerung zu sammeln.
Ziel einer solchen Studie wäre es gewesen, Referenzwerte für die Schweizer Bevölkerung zu liefern, sowie die Einflüsse der Umwelt auf unsere Gesundheit besser zu verstehen, und somit die Gesundheitspolitik zu unterstützen. Angesichts der angespannten finanziellen Lage des Bundes hat das BAG jedoch in Absprache mit dem Eidgenössischen Departement des Innern im Frühjahr 2025 entscheiden müssen, das Projekt einer Schweizer Gesundheitsstudie aktuell nicht weiterzuverfolgen.
Im März 2026 wurde der Abschlussbericht zur Pilotphase auf der BAG-Webseite veröffentlicht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Abklärung von Organisations- und Finanzierungsmöglichkeiten, sowie den notwendigen rechtlichen Grundlagen. In dem entsprechenden Projekt hat das BAG eng mit den Bundesämtern BAFU, BFS, BLV, SBFI und SECO zusammengearbeitet.
Von Seiten akademischer Kreise besteht Interesse, eine Schweizer Bevölkerungskohorte weiter voranzutreiben. Die Swiss School of Public Health (SSPH+) hat sich als Ansprechpartner für die Strategie und Entwicklung einer Kohorte angeboten. Das BAG begrüsst dieses Vorhaben.
Die Pilotphase
Unter dem Namen «Schweizer Gesundheitsstudie - Pilotphase» wurde ein Pilotprojekt für eine nationale Gesundheitsstudie mit Human Biomonitoring (HBM) durchgeführt. Der Zwischenbericht zur operationellen Phase wurde im Juni 2023 veröffentlicht, die Analytikergebnisse aus dem Humanbiomonitoring im August 2023. Der Abschlussbericht mit Fokus auf Finanzierung, Organisation und rechtlichen Grundlagen wurde im März 2026 veröffentlicht. Sie finden die Berichte (deutsch und französisch) zusammen mit weiteren Auswertungen und wissenschaftlichen Publikationen unter «Dokumente» und «Links».
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Weiterführende Themen
Human Biomonitoring: Ausgangslage
Als erster parlamentarischer Vorstoss in der Schweiz hat das Postulat Moser 08.3223 in 2009 ein Human Biomonitoring (HBM) in der Schweiz gefordert. Inzwischen hat das BAG auf das Postulat reagiert, indem eine Bestandsaufnahme durchgeführt und eine Pilotstudie angestossen wurde.
Human Biomonitoring: wichtige Projekte in der Schweiz
Zwischen 2010 und 2012 hat die Schweiz unter Federführung des BAG an der Europa-weit harmonisierten HBM-Querschnittstudie DEMOCOPHES teilgenommen. Im Rahmen einiger Kohortenstudien in der Schweiz werden menschliche Bioproben entnommen, die teilweise auf Chemikalien untersucht werden.
Human Biomonitoring Projekte: die Pilotphase
Unter dem Namen «Schweizer Gesundheitsstudie - Pilotphase» wird ein Pilotprojekt für eine nationale Gesundheitsstudie mit Human Biomonitoring (HBM) durchgeführt. Die ersten Ergebnisse bezüglich Machbarkeit und HBM-Analytik wurden im Sommer 2023 auf deutsch und französisch veröffentlicht (siehe unten).
Bundesamt für Gesundheit BAG
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