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Demenz: Vulnerable Personen

Menschen mit Demenz haben sehr unterschiedliche Lebens- und Krankheitsgeschichten. Das Ziel ist, allen Betroffenen unabhängig von ihren Voraussetzungen gleichberechtigten Zugang zu Behandlung und Betreuung zu ermöglichen.

Die Diagnose «Demenz» ist für alle Betroffenen eine grosse Herausforderung. Bei Personen, die zusätzlich an einer anderen Krankheit leiden, beeinträchtigt sind oder sich in sozialen, wirtschaftlichen oder anderen schwierigen Situationen befinden, kommen mit der Demenzerkrankung besondere Herausforderungen hinzu. Dies betrifft sowohl die Diagnostik als auch die Betreuung, Pflege und Behandlung.

Betroffen sind beispielsweise:

  • Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen
  • Junge Menschen
  • Alleinstehende Personen
  • Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung sowie
  • Personen in besonderen Lebenssituationen (z. B. mit Migrationshintergrund oder sozioökonomischen Benachteiligungen)

Eine angemessene Behandlung und Betreuung dieser Menschen stellt besondere Anforderungen an die Versorgungsstrukturen und Fachkompetenzen. Die Nationale Plattform Demenz hat sich daher zum Ziel gesetzt, die beteiligten Akteure bei dieser Aufgabe zu unterstützen und zu begleiten.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Demenz

Frauen sind zwar häufiger von Demenz betroffen als Männer, doch ihre Symptome werden oft erst später erkannt. Denn Demenz äussert sich bei Frauen weniger eindeutig. Es braucht deshalb geschlechtsspezifische Diagnostiktools und eine differenzierte Behandlung. Die Nationale Plattform Demenz wird das Thema Frauengesundheit künftig verstärkt in ihre Arbeit einbeziehen.

Zum Spectra-Artikel: Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Diagnose und Behandlung von Demenz beachten - Spectra – Gesundheitsförderung und Prävention (2025)

Demenz und Migration

Die öffentliche Forumsveranstaltung 2024 bot die Möglichkeit, die Perspektive von Menschen mit Demenz im Migrationskontext kennenzulernen. Das Nationale Forum Alter und Migration zeigte auf, wie Migrantinnen und Migranten mit Demenz sowie ihre Angehörigen die Krankheit verstehen und damit umgehen. Darüber hinaus wurden mögliche Unterstützungsangebote für diese Bevölkerungsgruppe präsentiert. Fachleute aus dem Gesundheits- und Sozialbereich sowie direkt Betroffene berichteten von ihren Erfahrungen und gaben wertvolle Einblicke in diesem Themenfeld.

Substanzgebrauchsstörungen – in den Settings Demenz, psychiatrische Störungen und Palliative Care

Substanzgebrauchsstörungen (SGS) haben erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Bei älteren Menschen können die Folgen besonders gravierend sein.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat deshalb das Groupement Romand d’Etudes des Addictions (GREA) mit einer Bestandesaufnahme beauftragt. Diese zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Versorgung von Menschen mit einer SGS in den Settings Demenz, psychiatrische Erkrankungen und Palliative Care auf.

In diesen drei Settings identifiziert das Projekt insbesondere:

  • Herausforderungen bei der Diagnose
  • Schwierigkeiten in der Versorgung von Betroffenen und ihren Angehörigen
  • Versorgungsorte und die daran beteiligten Akteure

Die Ergebnisse wurden in einem Bericht und sechs Faktenblättern dokumentiert (siehe Dokumente unter «Weitere Informationen»).

Weitere Informationen

Weiterführende Themen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Abteilung Gesundheitsversorgung und Berufe
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern