Popular vote 2016

The popular vote on the revision of the Reproductive Medicine Act was held on 5 June 2016. The people and the cantons clearly adopted the amendments to the act.


Abstimmungsdossier

Im Juni 2015 hat die Schweizer Stimmbevölkerung eine Verfassungsänderung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) mit klarer Mehrheit angenommen. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, dass die PID in der Schweiz durchgeführt werden kann. Bei der PID wird ein durch künstliche Befruchtung erzeugter Embryo genetisch untersucht, bevor er der Frau in die Gebärmutter eingesetzt wird. Das heute geltende Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) verbietet die PID noch. Mit der Änderung des Gesetzes wird das Verbot aufgehoben und die konkrete Durchführung der PID geregelt.

Gegen das geänderte Fortpflanzungsmedizingesetz ist das Referendum ergriffen worden. Den Gegnerinnen und Gegnern gehen die neuen Bestimmungen zu weit. Sie befürchten insbesondere eine ethisch nicht verantwortbare Ausweitung von genetischen Untersuchungen an menschlichen Embryonen.

Das geänderte Fortpflanzungsmedizingesetz lässt die PID nur für Paare zu, die Träger von schweren Erbkrankheiten sind oder die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können. Dabei dürfen pro Behandlung höchstens zwölf Embryonen entwickelt werden. Nicht sofort eingesetzte Embryonen können für eine spätere Behandlung eingefroren werden. Für alle anderen Paare bleibt die PID verboten. Dieses Verbot gilt auch für weitergehende Anwendungen wie die Bestimmung des Geschlechts oder bestimmter Körpermerkmale, beispielsweise der Augenfarbe.

Bundesrat und Parlament empfehlen, die Gesetzesänderung anzunehmen. Sie möchten den betroffenen Paaren die PID in der Schweiz unter guten Bedingungen ermöglichen.

Dokumente


Faktenblätter zu Begrifflichkeiten und häufig gestellten Fragen bezüglich der
Änderungen im Fortpflanzungsmedizingesetz

Faktenblatt: Die Änderungen des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG) im Überblick (PDF, 114 kB, 08.04.2016)Welche Änderungen beinhaltet das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz über das wir am 5. Juni 2016 abstimmen?

Faktenblatt: Verfahren der Fortpflanzungsmedizin (PDF, 23 kB, 08.04.2016)Was versteht man unter In-vitro-Fertilisation (IVF), Präimplantationsdiagnostik und Aneuploidiescreening?

Gesetze

Reproductive medicine legislation

The Federal Act of 18 December 1998 on Medically Assisted Reproduction lays down the conditions under which the methods of medically assisted reproduction may be used.

Weiterführende Themen

Legislative projects

The Federal Office of Public Health is responsible for the legal work related to reproductive medicine.

Consultation Revision Reproductive Medicine Ordinance

Revision der Fortpflanzungsmedizinverordnung FMedV: fakultative Vernehmlassung bis 9. Januar 2017.

Parliamentary Motions

Since the Reproductive Medicine Act went into force in 2001, more than 30 parliamentary motions have been submitted on the topic.

Popular vote 2015

Am 14. Juni 2015 fand die Volksabstimmung über die Änderung von Art. 119 der Bundesverfassung betreffend das Fortpflanzungsmedizingesetz statt. Volk und Stände haben die Änderung des Verfassungsartikels deutlich angenommen.

Reproductive medicine

In Switzerland medically assisted reproduction treatment can be sought in 25 to 30 fertility centres. The legal framework regulating access to these treatments is stipulated in the Reproductive Medicine Act.

Last modification 17.08.2018

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Division of Biomedicine
Biosafety, Human Genetics and Reproductive Medicine Section
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