Zahlen zur Spende und Transplantation von Organen in der Schweiz

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Fakten zur Transplantation und Spende von Organen in der Schweiz. 

Unter der Spenderate versteht man die Zahl der Spenderinnen und Spender pro Million Einwohner (pmp):

Zur Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Hirnschädigung siehe:

Im Diagramm wird zwischen aktiven und inaktiven Patientinnen und Patienten unterschieden. Bei Personen mit dem Status aktiv ist eine Organtransplantation möglich. Als inaktiv werden Personen bezeichnet, die aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend für eine Transplantation nicht infrage kommen. Sie werden bei einer Zuteilung solange nicht berücksichtigt, bis ihr Status wieder auf aktiv gesetzt worden ist.

Wenn ein in der Schweiz gespendetes Organ nicht verwendet werden kann, weil keine geeignete Person auf der Warteliste steht, wird es ausländischen Zuteilungsorganisationen angeboten. Umgekehrt kann auch die Schweiz von diesen Organisationen Organe beziehen. Wie die Grafik zeigt, hat die Schweiz in den vergangenen Jahren in der Regel mehr Organe von europäischen Staaten erhalten, als sie an diese Länder abgegeben hat.

Weil sich die Leber regenerieren kann, können auch lebende Personen einen Teil der Leber spenden. Weitere Informationen:

Weil der Mensch mit nur einer Niere leben kann, können auch lebende Personen eine Niere spenden. Weitere Informationen dazu finden sich auf der folgenden Seite:

Nicht berücksichtigt sind Empfängerinnen und Empfänger, die ein Organ aus einer gerichteten Lebendspende erhalten haben (z.B. von einer verwandten Person).


Überlebenswahrscheinlichkeiten der Organempfängerinnen und -empfänger

Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Organempfängerinnen und -empfänger als Kaplan-Meier-Kurve für die Berichtsperiode Januar 2008 bis Dezember 2017.
Quelle: Swiss Transplant Cohort Study (STCS)

Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Organempfängerinnen und -empfänger wird in der Swiss Transplant Cohort Study untersucht (den Link zur Studie finden Sie auf dieser Seite im Register „Links“).

Das Diagramm zeigt eine so genannte Kaplan-Meier-Kurve für die Berichtsperiode Januar 2008 bis Dezember 2017. Zu beachten ist, dass es sich um Mittelwerte handelt. Die Aussagekraft zur Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt mit der Zunahme der Jahre, weil die Stichprobe zum Zeitpunkt 10 kleiner ist, als beispielsweise zum Zeitpunkt 6: Zum Zeitpunkt 10 sind nur diejenigen Personen Teil der Studie, die vor 10 Jahren ein neues Organ erhalten haben. Zum Zeitpunkt 6 besteht die Stichprobe aus all jenen Personen, denen vor 10, 9, 8, 7 oder 6 Jahren ein Organ transplantiert wurde.

Weiterführende Themen

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Transplantationen können Leben retten oder die Lebensqualität verbessern. Das Transplantationsgesetz regelt in der Schweiz die Spende wie auch die Transplantation von Organen, Geweben und Zellen. Erfahren Sie hier, was es braucht, damit eine Transplantation möglich wird.

Wirksamkeitsprüfung des Transplantationsgesetzes

Die Wirksamkeit des Transplantationsgesetzes wird laufend überprüft. Dazu werden systematisch Daten erhoben und interpretiert (Monitoring und Evaluation).

Monitoring des Transplantationsgesetzes

Mit dem Monitoring werden systematisch Daten aus dem schweizerischen Transplantationswesen gesammelt.

Aktionsplan «Mehr Organe für Transplantationen»

Mit dem Aktionsplan «Mehr Organe für Transplantationen» will der Bundesrat zusammen mit wichtigen Akteuren Grundlagen schaffen, um das bestehende Potenzial an Organspenderinnen und -spendern besser zu nutzen.

Letzte Änderung 03.09.2019

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