Monitoring der Krankenversicherungs-Kostenentwicklung (MOKKE)



Aktuelle Entwicklung der Bruttoleistung pro Person nach Wohnkanton und Kostengruppe (Abrechnungsjahr). 4 Aktualisierungen pro Jahr. Zeitreihen nach Kostengruppe, Altersklasse und Kanton ab 1997 (Abrechnungsjahr und Behandlungsjahr).

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Aktueller Datenstand: 3. Quartal 2021

Die Datengrundlage für das Monitoring hat einen gesamtschweizerischen Abdeckungsgrad von etwa 100% aller Versicherten. Damit sind die Daten repräsentativ für die Beschreibung der Entwicklung der Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Kosten stiegen auf Jahresbasis um 4,4 %, verglichen mit 2,2 % zur Jahresmitte (Wachstum von 4,9% über die Periode Jan-Sept 2021 vs. Jan-Sept 2020). Die im dritten Quartal 2021 gemessene Entwicklung zeigt einen starken Kostenanstieg (+8,3%) gegenüber dem gleichen Quartal 2020, d.h. einen Zuwachs von rund 80 Franken pro Person gegenüber dem gleichen Quartal 2020. Es sei daran erinnert, dass die Kostenentwicklung im Jahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie besonders atypisch war. Beispiele dafür sind die Aussetzung von nicht dringenden Eingriffen (März-April), die Beschleunigung der Abrechnung in Spitälern zu Beginn des Jahres 2020 (aufgrund des Rückgangs der üblichen Aktivität) oder die wahrscheinliche Zurückhaltung der Patienten, sich aufgrund der unsicheren Lage einer medizinischen Behandlung zu unterziehen. Diese Verhaltensweisen haben die Aktivität des Sektors etwas verlangsamt und damit auch die Entwicklung der Kosten im Jahr 2020 gebremst. Die hohe Kostenentwicklung im dritten Quartal ist daher auch durch einen Basiseffekt beeinflusst.

Im Einzelnen weisen die wichtigsten Kostengruppen im letzten verfügbaren Quartal folgende Zuwächse auf: Ärztliche Behandlungen in Praxen (+4,9 %), ambulante Spitalbehandlungen (+16,6 %), stationäre Spitalbehandlungen (+1,7 %) und Arzneimittel in Apotheken (+12,4 %) (in der Reihenfolge ihrer Bedeutung in absoluten Zahlen). Betrachtet man auch die Zunahme der in der Arztpraxis abgegebenen Medikamente (+8,7 %), so zeigt sich ein anhaltendes Wachstum in diesem Bereich. Die Kosten für übrige Leistungen (+19,3 %), Physiotherapeuten (+18,6 %) und SPITEX (+10,8 %) stiegen sehr stark an, allerdings auf einem wesentlich niedrigeren Kostenniveau.

Lediglich die Kosten für Leistungen in den Pflegeheimen verzeichneten im dritten Quartal einen leichten Rückgang (-1,1 %).

 

Letzte Änderung 01.11.2021

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