Krankenversicherung: Prämienausstände

Bezahlt eine versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht, so stellt der Versicherer ihr nach vorgängiger Mahnung eine Zahlungsaufforderung zu. Er räumt ihr eine Nachfrist von 30 Tagen ein und weist sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges hin. Bezahlt die versicherte Person trotz Zahlungsaufforderung die ausstehenden Prämien nicht innert der gesetzten Frist, so muss der Versicherer die Betreibung einleiten.

Nichtbezahlung der Prämien

Bezahlt eine versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht, geht der Versicherer wie folgt vor:

  • Er stellt der versicherten Person eine Mahnung zu.
  • Dann lässt er ihr eine Zahlungsaufforderung zukommen.
  • Schliesslich leitet er ein Betreibungsverfahren gegen sie ein.

Übernahme der ausstehenden Prämien und Kostenbeteiligungen durch die Kantone bei Ausstellung eines Verlustscheins

Der Kanton übernimmt 85 Prozent der Forderungen, die zur Ausstellung eines Verlustscheins oder gleichwertigen Rechtstitels geführt haben.

Kantonale Liste der Versicherten, die ihre Prämien nicht zahlen, und Aussetzung der Kostenübernahme

Die Kantone können versicherte Personen, die ihrer Prämienpflicht trotz Betreibung nicht nachkommen, auf einer Liste erfassen. Auf Meldung des Kantons schieben die Versicherer die Übernahme der Leistungskosten für diese Versicherten auf, wobei Notfallbehandlungen eine Ausnahme bilden.

Nach Begleichung der ausstehenden Forderungen erstattet der Versicherer der zuständigen kantonalen Behörde Meldung über die Aufhebung des Leistungsaufschubs.

Letzte Änderung 03.07.2018

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Kontakt

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Direktionsbereich Kranken- und Unfallversicherung
Sektion Governance Aufsicht
Schwarzenburgstrasse 157
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Schweiz
Tel. +41 58 462 21 11
E-Mail

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