HTA-Projekte

Alle zurzeit laufenden und abgeschlossenen HTA-Projekte sind unten aufgelistet. Im Verlaufe des Projekts publizieren wir hier jeweils das HTA-Protokoll und den HTA-Bericht, sowie die Stakeholder-Stellungnahmen. Die Berichte sind in Englisch verfasst, enthalten am Anfang jedoch eine Zusammenfassung auf Deutsch, Französisch und Italienisch.

06.05.2022

Denosumab (Prolia®) zur Behandlung von Osteoporose

Denosumab (Prolia®) wird zur Behandlung von Knochenschwund eingesetzt, insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren sowie bei Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen Knochenbruch aufweisen oder die bestimmte Krebsbehandlungen erhalten. Im Jahr 2017 gab es Meldungen, dass ein Absetzen der Denosumab-Therapie zu überschiessenden Gegenreaktionen wie einem Verlust der Knochendichte und einem erhöhten Risiko für Brüche im Bereich der Wirbelsäule führen könne.

06.05.2022

Bone-targeting Agents bei Patienten mit Knochenmetastasen

Krebsbetroffene mit Knochenmetastasen erhalten monatlich Medikamente, um das Risiko eines Knochenbruchs und eines Kalziumüberschusses im Blut zu verringern. Neuere Studien deuten darauf hin, dass eine Verabreichung der Medikamente nur alle drei Monate statt einmal im Monat ähnlich wirksam ist, jedoch mit einem geringeren Risiko für Nebenwirkungen.

29.04.2022

Orale Antikoagulantien zur Prävention von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Personen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern

Direkte orale Antikoagulantien (DOAKs) und Vitamin-K-Antagonisten (VKAs) werden heute in der Schweiz zur Prävention von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Patientinnen und Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nv-VHF) verschrieben. Aufgrund von Erkenntnissen aus einer Beobachtungsstudie hat ein externer Antragsteller das BAG ersucht, den Einsatz von DOAKs bei nv-VHF in der Schweiz zu überprüfen. Dieses HTA hat zum Ziel, die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und budgetären Auswirkungen von DOAKs im Vergleich zu VKAs bei der Prävention von Schlaganfällen und anderen thromboembolischen Ereignissen bei Patientinnen und Patienten mit nv-VHF zu überprüfen.

09.02.2022

Sedativ-hypnotische Medikamente zur Behandlung der primären chronischen Insomnie

Sedativ-hypnotische Medikamente werden eingesetzt, um Spannungs- und Angstzustände zu lindern, und haben eine beruhigende (sedative) oder einschläfernde (hypnotische) Wirkung. Gemäss klinischen Leitlinien und Produktinformationen sollten diese Medikamente im Falle einer primären chronischen Insomnie für maximal vier Wochen verschrieben werden. Die momentanen Gesamtkosten für diese Medikamente haben grosse Auswirkungen auf das nationale Gesundheitsbudget. Trotz der hohen Kosten, der möglichen Schäden und der klaren Empfehlungen der Leitlinien gegen eine Langzeitanwendung von sedativ-hypnotischen Medikamenten haben sich die Anwendungsraten sedativ-hypnotischer Medikamente über die Zeit nicht signifikant verändert.

07.12.2021

Multigenexpressionstests beim Mammakarzinom

Dieses Thema ist zurzeit in Bearbeitung. Sobald Berichte zu diesem Thema verfügbar sind, werden diese hier publiziert.

05.11.2021

Arzneimittel zur Behandlung von Alzheimer- oder Parkinson-Demenz

Donepezil, Rivastigmin und Galantamin werden bei der Behandlung einer leichten bis mittel-schweren Demenz infolge einer Alzheimer-Erkrankung vergütet. Ebenso erfolgt eine Vergütung von Rivastigmin bei der Behandlung von leichter bis mittelschwerer Demenz infolge einer Parkinson-Erkrankung. Des Weiteren wird bei der Behandlung einer mittelschweren bis schweren Alzheimer-Demenz Memantin vergütet. Der klinische Nutzen dieser Arzneimittel ist unklar. Ziel dieses HTA-Berichts ist, die vorlie-gende klinische und wirtschaftliche Evidenz zu diesen Behandlungen bei Patientinnen und Patienten mit Alzheimer- oder Parkinson-Demenz in der Schweiz zu bewerten.

02.11.2021

Effektivität und Sicherheit von Vitamin-B12-Tests

In den letzten fünf Jahren hat der Einsatz von Vitamin-B12-Tests in der Schweiz signifikant zugenommen, insbesondere im Hinblick auf Tests für Vitamin B12, Transcobalamin II und III, Holotranscobalamin (Holo-TC) und Methylmalonsäure (MMS). Es wurde der Frage nachgegangen, ob Vitamin-B12-Tests bei Patientinnen und Patienten mit einem Risiko für Vitamin-B12-Mangel und bei Patientinnen und Patienten mit klinischem Verdacht auf Vitamin-B12-Mangel vor dem Beginn einer Vitamin-B12-Supplementierung erforderlich sind. Ziel dieses Kurzberichts zum Health Technology Assessment (HTA) war es, die Vor- und Nachteile im Zusammenhang mit Vitamin-B12-Tests bei Patientinnen und Patienten mit klinischem Verdacht auf oder hohem Risiko für Vitamin-B12-Mangel aufzuzeigen.

30.09.2021

Schilddrüsenhormontests zur Diagnose einer vermuteten primären oder sekundären Schilddrüsenfunktionsstörung

Schilddrüsenhormontests werden zur Diagnose und zur Überwachung von Patientinnen und Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt. Die meisten Richtlinien empfehlen einen zweistufigen Testansatz: Zuerst sollte TSH gemessen werden, und erst danach sollte eine Messung des (freien[f]) T4/(f)T3 erfolgen, wenn TSH ausserhalb des Referenzbereichs liegt oder der klinische Verdacht auf eine abnorme TSH-Sekretion besteht. Es ist jedoch zu beobachten, dass TSH und (f)T4/(f)T3 häufig zusammen in einem einstufigen Testansatz gemessen werden.

16.09.2021

Supplementierung mit Magnesium

Dieses Thema ist zurzeit in Bearbeitung. Sobald Berichte zu diesem Thema verfügbar sind, werden diese hier publiziert.

16.09.2021

Betahistindihydrochlorid und Cinnarizin-haltige Medikamente bei der Behandlung der Ménière-Krankheit und von ménièreartigen Syndromen wie Schwindel, Ohrensausen, Tinnitus und Gehörverminderung

Dieses Thema ist zurzeit in Bearbeitung. Sobald Berichte zu diesem Thema verfügbar sind, werden diese hier publiziert.

01.09.2021

Palbociclib (Ibrance®), Ribociclib (Kisqali®) und Abemaciclib (Verzenios®) zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs

CDK4/6 Inhibitoren wie Palbociclib, Ribociclib und Abemaciclib sind eine neue Wirkstoffklasse, die in Kombination mit einer endokrinen Therapie zur Behandlung von fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positiven, HER2-Rezeptor-negativen Brustkrebs eingesetzt werden. Resultate aus klinischen Studien deuten darauf hin, dass diese neuen Wirkstoffe teilweise starke Nebenwirkungen verursachen können. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass nicht alle CDK4/6 Inhibitoren gleichermassen dazu beitragen, das Überleben von Burstkrebspatientinnen zu verlängern und deren Lebensqualität zu verbessern.

20.08.2021

Levothyroxin zur Behandlung der subklinischen Hypothyreose

Die subklinische Hypothyreose (SKH) oder latente Schilddrüsenunterfunktion ist eine hormonelle Störung, bei der die Serumkonzentration des schilddrüsenstimulierenden Hormons (Thyreoidea-stimulierendes Hormon, TSH) erhöht ist, während die Spiegel der Schilddrüsenhormone im normalen Referenzbereich liegen. Die SKH kann durch eine Hormonersatztherapie mit Levothyroxin behandelt werden. Die Notwendigkeit einer Behandlung dieser subklinischen Störung wird jedoch noch diskutiert. Der Nutzen einer Behandlung mit Levothyroxin bei SKH ist in der Literatur umstritten. Das Ziel dieses HTA ist, die klinische Wirksamkeit und die wirtschaftlichen Konsequenzen einer Behandlung mit Levothyroxin bei Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter SKH zu bewerten.

17.08.2021

Infliximab Referenzprodukt versus Biosimilar für die Behandlung von rheumatoider Arthritis

Bei dem Biopharmazeutikum Infliximab handelt es sich um einen monoklonalen Antikörper (mAb), der zur Behandlung einer Reihe von entzündlichen Autoimmunkrankheiten, einschliesslich rheumatoider Arthritis (RA), eingesetzt wird. Im Jahr 2019 generierte Infliximab Kosten in Höhe von rund 132 Millionen Franken und war somit das am zweithäufigsten von der obligatorischen Krankenversicherung erstattete Arzneimittel in der Schweiz.

11.06.2021

Subakromiale Dekompression als primäre/isolierte Intervention zur Behandlung von subakromialen Schmerzen

Das Health Technology Assessment (HTA) hat zum Ziel, die Sicherheit, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und budgetären Auswirkungen der subakromialen Dekompression bei Patientinnen und Patienten mit subakromialen Schmerzen zu überprüfen.

04.06.2021

Ezetimib-haltige Medikamente zur Behandlung der Hypercholesterinämie und der gemischten/kombinierten Hyperlipidämie

Das Health Technology Assessment (HTA) hat zum Ziel die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetären Auswirkungen einer Therapie mit Ezetimib-haltigen Medikamenten im Vergleich mit Statinen oder Fenofibrat in Patienten mit Hypercholesterinämie oder gemischter/kombinierter Hyperlipidämie zu überprüfen.

04.06.2021

Statine zur Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse und der Mortalität in der Schweiz

Der HTA Bericht zu Statinen zur Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse und der Mortalität in der Schweiz untersuchte die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetäre Auswirkung einer Statintherapie bei Erwachsenen ohne nachgewiesene Herz-Kreislauf-Erkrankung mit geringem, mittlerem oder (sehr) hohem kardiovaskulärem Risiko im Vergleich zu keiner Behandlung und/oder einer Anpassung des Lebensstils zu überprüfen.

21.05.2021

Langzeitphysiotherapie bei Patienten nach Schlaganfall, mit Multipler Sklerose oder mit Parkinson

Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall, mit Multipler Sklerose (MS) oder mit Parkinson werden zurzeit teilweise mit Physiotherapien über längere Zeit (mehr als 36 Physiotherapie-Sitzungen pro Jahr) behandelt. Es stellt sich die Frage, ob Langzeit-Physiotherapien bei diesen Patientinnen und Patienten einen Behandlungsvorteil gegenüber Kurzzeit-Physiotherapien darstellen.

18.05.2021

Vertebroplastie und Kyphoplastie bei Patienten mit symptomatischen, osteoporotischen vertebralen Wirbelkompressionsfrakturen

Das Ziel des HTA ist die Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und budgetären Auswirkung von perkutane Vertebroplastie und perkutane Ballonkyphoplastie bei Patienten mit symptomatischen osteoporotischen Wirbelkompressionsfrakturen, die nicht auf eine nicht-chirurgische Behandlung ansprechen.

30.04.2021

Medizinalcannabis zur Behandlung verschiedener Symptome in der Schweiz

Das Health Technology Assessment (HTA) hat zum Ziel die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetären Auswirkungen einer Therapie mit Cannabisarzneimittel im Vergleich zu Placebo, keine Therapie oder Standard of Care in Patienten mit verschiedenen Symptomen (Schmerz, Spastik, Erbrechen und Übelkeit bei Krebspatienten, unbeabsichtigter Gewichtsverlust) zu überprüfen.

30.04.2021

Korneales Crosslinking (CXL) zur Behandlung des progressiven Keratokonus

Das Ziel des HTA Kurzberichts ist die Überprüfung der Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und budgetären Auswirkung von kornealem Crosslinking (CXL) im Vergleich zur Scheintherapie oder keiner Therapie bei Patientinnen und Patienten mit progressivem Keratokonus.

07.04.2021

Chondroitinsulfat bei Osteoarthrose

Das Ziel des HTA ist die Sicherheit und Wirksamkeit von Chondroitinsulfat zu vergleichen mit jenen der Placebo, Schmerzmitteln nach Bedarf und entzündungshemmenden Medikamenten in der Behandlung von Patienten mit Hand-, Knie und Hüftosteoarthrose. Darüber hinaus werden auch die Wirtschaftlichkeit und die budgetären Auswirkungen von Chondroitinsulfat untersucht.

13.11.2020

Duale Antithrombozytäre Therapie nach Perkutaner Koronarintervention

Dieser Bericht fasst ein von der Canadian Agency for Drugs and Technologies in Health (Kanadische Agentur für Arzneimittel und Technologien im Gesundheitswesen) veröffentlichtes Health Technology Assessment (HTA) zusammen, in dem die Evidenz bezüglich der klinischen Wirksamkeit und Sicherheit der sechs- bis zwölfmonatigen dualen antithrombozytären Therapie (Dual Antiplatelet Therapy, DAPT) im Vergleich zur erweiterten DAPT (>12 Monate) nach perkutaner Koronarintervention mit Stenteinlage bei Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit und verschiedenen Subpopulationen geprüft wurde.

02.10.2020

Vitamin D Tests

Das Health Technology Assessment (HTA) hat zum Ziel die Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz und die budgetären Auswirkungen des Einsatzes von Vitamin D Tests in Risikogruppen gemäss Definition der Eidgenössischen Ernährungskommission (Personen mit Knochenerkrankungen, ältere Erwachsene, adipöse Personen, Schwangere, Menschen mit dunkler Haut sowie Sportlerinnen und Sportler) zu überprüfen. Ferner wird die Evidenz zur klinischen Wirkung einer Vitamin-D-Supplementierung bei denselben Risikogruppen analysiert.

15.09.2020

Glucocorticosteroide bei Osteoarthritis/Arthrose

Dieses Thema ist zurzeit in Bearbeitung. Sobald Berichte zu diesem Thema verfügbar sind, werden diese hier publiziert.

15.09.2020

Migräneprophylaxe

Dieses Thema ist zurzeit in Bearbeitung. Sobald Berichte zu diesem Thema verfügbar sind, werden diese hier publiziert.

Beispiele für Suchbegriffe:
Medizinalcannabis  oder *cannabis  oder Medizinal*

Letzte Änderung 29.04.2022

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