Krankenversicherung: Leistungen bei Mutterschaft

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt neben den Kosten für die gleichen Leistungen wie bei Krankheit die Kosten der besonderen Leistungen bei Mutterschaft.

Welches sind die besonderen Leistungen bei Mutterschaft?

Folgende Leistungen werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen:

  • die von Ärzten und Ärztinnen oder von Hebammen durchgeführten oder ärztlich angeordneten Kontrolluntersuchungen während und nach der Schwangerschaft,
  • die Entbindung zu Hause, in einem Spital oder einem Geburtshaus,
  • Beitrag an die Kosten von Geburtsvorbereitungskursen,
  • Stillberatung,
  • von Hebammen erbrachte Leistungen vor, während und nach der Geburt.

 

Kostenbeteiligung

Der Versicherer darf auf den besonderen Mutterschaftsleistungen keine Kostenbeteiligung erheben. Zudem müssen sich Frauen ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis acht Wochen nach der Geburt nicht mehr an den Kosten für allgemeine medizinische Leistungen und Pflegeleistungen bei Krankheit beteiligen. Präventionsmassnahmen sowie zahnärztliche Behandlungen sind nicht von der Kostenbeteiligung befreit.

 

Leistungen von Hebammen

Hebammen können folgende Leistungen zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erbringen:

Kontrolluntersuchungen

Anordnung einer Ultraschallkontrolle

vorgeburtliche Untersuchungen mittels Kardiotokografie

nachgeburtliche Kontrollen zwischen der sechsten und der zehnten Woche nach der Geburt

Geburtsvorbereitung. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung leistet einen Beitrag von 150 Franken an einen Einzel- oder Gruppenkurs.

Stillberatung. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten von drei Sitzungen.


Für die nachgeburtliche Betreuung zu Hause in den ersten 56 Tagen nach der Geburt können Hebammen wie folgt Hausbesuche durchführen:

  • nach einer Frühgeburt, einer Mehrlingsgeburt, bei Erstgebärenden und nach einem Kaiserschnitt höchstens 16 Hausbesuche und maximal fünfmal ein zweiter Besuch am selben Tag. Für weitere Hausbesuche ist eine ärztliche Verordnung notwendig.
  • in allen anderen Situationen höchstens 10 Hausbesuche und in den ersten 10 Tagen nach der Geburt zusätzlich höchstens fünfmal ein zweiter Besuch am selben Tag. Für weitere Hausbesuche ist eine ärztliche Verordnung notwendig.


Nach den ersten 56 Tagen nach der Geburt sind zusätzliche Hausbesuche nur möglich, wenn sie ärztlich verordnet werden.

Letzte Änderung 16.08.2017

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit

Direktionsbereich Kranken- und Unfallversicherung

Abteilung Leistungen

CH – 3003 Bern

Tel.
+41 58 462 21 11

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