Gesundheitsförderung für Migrantinnen und Migranten

Das BAG setzt sich dafür ein, dass die Akteure im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention bei ihren Massnahmen auch die Migrationsbevölkerung mit einbeziehen. 

Die in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten werden durch die herkömmlichen Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote oft nur teilweise erreicht. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass ein enger Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund, sozialer Benachteiligung und gesundheitlichen Risiken oder Belastungen besteht. Staatliche und nichtstaatliche Akteure auf allen Ebenen sind deshalb gefordert, ihre Massnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention auch an Migrantinnen und Migranten zu richten. Sonst verfehlen sie ein wichtiges Segment ihres Publikums - mit entsprechenden Risiken und Folgekosten.

Engagement des BAG für migrationsgerechte Gesundheitsförderung

Das BAG unterstützt die migrationsgerechte Gesundheitsförderung und Prävention unter anderem in den Bereichen

Ein Ziel des Nationalen Programms Migration und Gesundheit ist die migrationsgerechte Ausgestaltung bestehender Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote. Dies geschieht einerseits durch Zusammenarbeit mit den betreffenden Stellen innerhalb des BAG (v.a. Nationale Präventionsprogramme und Kampagnen), andererseits durch Sensibilisierung der Kantone und anderer in diesem Bereich engagierter Akteure. Wo eine Weiterentwicklung bestehender Angebote nicht sinnvoll oder realistisch ist, werden ergänzende Angebote geschaffen.

Kompetenzzentrum migesplus.ch

Wer seine Angebote migrationsgerecht ausgestalten will, kann auch die Dienstleistungen von migesplus.ch in Anspruch nehmen: Das im Auftrag des BAG durch das Schweizerische Rote Kreuz betriebene Kompetenzzentrum bietet Unterstützung bei der Entwicklung, Übersetzung und Verbreitung von migrationsspezifischen Informationsmaterialien.

Weiterführende Themen

Sexuell übertragbare Infektionen

Hier erfahren Sie Wissenswertes zu HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Wie werden sie übertragen? Wie man kann sich vor einer Infektion schützen? Wo kann man sich beraten und testen lassen?

Tabak

Rauchen ist das grösste vermeidbare Gesundheitsrisiko in den westlichen Industrienationen. In der Schweiz sterben pro Jahr 9500 Personen an den Folgen des Tabakkonsums. Für die Allgemeinheit entstehen Kosten in Milliardenhöhe.

Alkohol

Die meisten Menschen in der Schweiz trinken Alkohol in unproblematischer Weise. Jede fünfte Person übertreibt es aber - gelegentlich oder immer wieder. Und beeinträchtigt damit sowohl die Gesundheit wie auch das Umfeld.

Cannabis

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Substanz in der Schweiz. Sie wird hauptsächlich unter Jugendlichen konsumiert und kann bei übermässigem Konsum deren Gesundheit und Entwicklung gefährden.

Suchtprävention

Suchtprävention hat zum Ziel, die Entwicklung einer Abhängigkeit zu verhindern bzw. möglichst früh zu stoppen. Darunter werden Massnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention sowie Früherkennung und Frühintervention verstanden.

Suchtberatung und -therapie

Beratung und Therapie richten sich an Menschen mit Risikokonsum oder an Abhängige sowie an Angehörige. Die Therapie unterstützt die Menschen darin, einen kontrollierten Umgang mit der Sucht zu finden oder ganz aus-zusteigen.

Letzte Änderung 14.03.2017

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Abteilung Gesundheitsstrategien
Sektion Gesundheitliche Chancengleichheit
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