Nationale Strategie zu Impfungen (NSI)

Der Bund hat in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Akteuren eine nationale Strategie zu Impfungen (NSI) erarbeitet. Diese zielt darauf ab, die Bevölkerung ausreichend gegen die durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten zu schützen.

NSI: Familienberatung

Rahmenstrategie

Impfungen gehören zu den wirksamsten und den kostengünstigsten medizinischen Massnahmen. Das Impfsystem in der Schweiz weist dennoch noch Schwachstellen auf. So sind etwa die Rollen und Verantwortlichkeiten der Akteure unklar, der Zugang zu Impfungen nicht immer einfach und Teile der Bevölkerung unsicher in Bezug auf Sinn und Wirkung der einzelnen Impfungen.

Die NSI schafft als Rahmenstrategie die Voraussetzungen für einen koordinierten, effektiven und effizienten Einsatz der Impfungen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit. Sie ist nach drei Grundzielen ausgerichtet: Die Akteure sollen angeregt werden, das Thema Impfung ernst zu nehmen, die Bevölkerung soll durch eine optimierte Information eine fundierte Entscheidung treffen können und der Zugang zu den Impfungen soll erleichtert werden.

Vielfältiges Massnahmenbündel

Zur Erreichung der Ziele braucht es ein breites Spektrum an Massnahmen. Dieses lässt sich in fünf Gruppen unterteilen. Die Erste, „Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und Unterstützung der Akteure", umfasst beispielsweise Verbesserungen beim schweizerischen Impfplan und bei der Verfügbarkeit der Impfstoffe. Die zweite Gruppe, „Kommunikation und Angebote für die Bevölkerung" beinhaltet unter anderem den erleichterten Zugang zu Impfangeboten. Bei der dritten Gruppe, „Ausbildung und Koordination", stehen die Gesundheitsfachpersonen und der Erfahrungsaustausch zwischen den Kantonen im Zentrum. Themen der vierten Gruppe sind „Überwachung, Forschung und Evaluation". In der letzten Gruppe geht es um „Spezifische Strategien" für Krankheiten, welche sich durch eine Impfung vorbeugen lassen.

Entwicklung und Umsetzung

Die Arbeit an der Strategie hat Ende 2012 begonnen. In der Folge fanden drei Workshops statt. Daran nahmen über 30 Fachpersonen und Repräsentanten der Hauptakteure teil, um den Handlungsbedarf, die Ziele und die vorrangigen Massnahmen zu klären. Auf dieser Grundlage entstand ein erster Entwurf, der im Juni 2015 Gegenstand eines vierten Workshops war. Alle betroffenen Kreise wurden eingeladen, von Ende März bis Anfang Juli 2016 ihre Stellungnahme über den Strategieentwurf abzugeben. Am 11. Januar 2017 hat der Bundesrat die NSI verabschiedet und das BAG beauftragt, die Strategie in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Akteuren umzusetzen.

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Letzte Änderung 27.02.2017

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