Nationale Demenzstrategie 2014-2019

Demenzkranke Menschen erleben einschneidende Veränderungen in ihrer Lebensgestaltung und ihren sozialen Beziehungen. Bund und Kantone legen Ziele fest, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, Belastungen zu verringern und die Qualität der Versorgung zu garantieren.

Verlängerung der Nationalen Demenzstrategie bis 2019

Bund und Kantone haben die Verlängerung der Strategie bis 2019 beschlossen und die dabei zu erreichenden Resultate definiert. Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik wurde am 24. November 2016 über die Fortschritte und die noch offenen Massnahmen der Nationalen Demenzstrategie informiert.  

Der an Demenz erkrankte Mensch und seine Bezugspersonen stehen im Zentrum der Strategie. Die mit der Erkrankung einhergehenden Belastungen sollen verringert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Den Betroffenen stehen während des gesamten  krankheitsverlaufs koordinierte und bedarfsgerechte Angebote zur Verfügung.

Die Weiterentwicklung zeitgemässer Versorgungsangebote ist auch ein Ziel der gesundheitspolitischen  Strategie Gesundheit2020, die der Bundesrat im Jahr 2013 verabschiedet hat. Die Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag.


Strategieausarbeitung

Die Ziele und Massnahmen der Nationalen Demenzstrategie wurden in enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertreter von Betroffenenorganisationen, Expertinnen und Experten von Berufsgruppen und Fachorganisationen, Leistungserbringer auf verschiedenen Ebenen sowie Mitarbeitende von Bund, Kantone und Gemeinden definiert.

Bestandsaufnahme der Demenzversorgung in den Kantonen

  • Von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) wurde eine Bestandsaufnahme der Demenzversorgung in den Kantonen durchgeführt. (Den Link zur GDK finden Sie auf dieser Seite im Register „Links“.)

Erfüllung zweier Motionen

Die Erarbeitung der Strategie erfolgt in Erfüllung

  • der Motion Steiert (09.3509 - Steuerbarkeit der Demenzpolitik I. Grundlagen) und
  • der Motion Wehrli (09.3510 - Steuerbarkeit der Demenzpolitik II. Gemeinsame Strategie Bund und Kantone),

 welche das Parlament im März 2012 überwiesen hat.

Weiterführende Themen

Zahlen & Fakten zu Demenz

Diese Seite gibt einen Überblick über Zahlen und Fakten zu Demenz in der Schweiz.

Alzheimer und andere Formen der Demenz im internationalen Kontext

Die Demenz – auch in Form der Alzheimer-Krankheit – trifft Jahr für Jahr mehr Menschen weltweit. Während die Schweiz über eine nationale Strategie verfügt, erachten viele andere Staaten diese Pandemie immer noch nicht als prioritär.

Palliative Care

Bund und Kantone haben im Rahmen der Plattform «Dialog In den Jahren 2010 – 2015 hat der Bund die «Nationale Strategie Palliative Care» umgesetzt. In Bereichen wie beispielsweise Versorgung, Bildung oder Sensibilisierung wurden Massnahmen umgesetzt.

Förderprogramm «Entlastungsangebote für pflegende Angehörige»

Die ersten vier Forschungsprojekte sind für interessierte Forschende auf www.simap.ch ausgeschrieben. Städte, Gemeinden und Unternehmen können ihr Interesse an Modellen guter Praxis bekunden.

Aktionsplan pflegende Angehörige

Der Anteil älterer Menschen in unserem Land nimmt zu. Die Pflege und Betreuung kranker Familienmitglieder durch Angehörige wird künftig wichtiger. Der Bundesrat setzt zu diesem Thema verschiedene Massnahmen um.

Koordinierte Versorgung

Bei der Behandlung und Pflege von Patientinnen und Patienten mit mehreren oder chronischen Erkrankungen besteht Koordinationsbedarf. An der Konferenz Gesundheit2020 wurde deshalb das Projekt «Koordinierte Versorgung» initiiert.

Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten

2.2 Millionen Menschen in der Schweiz leiden an einer nichtübertragbaren Krankheit. Viele dieser Erkrankungen könnten mit einem gesunden Lebensstil vermieden oder verzögert werden. Hier setzt die partnerschaftliche NCD-Strategie an.

Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen»

Mit dem Förderprogramm soll die Interprofessionalität im Gesundheitswesen gestärkt werden. Dies soll u.a. zu einer erhöhten Effizienz beitragen.

Letzte Änderung 02.05.2018

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