Programm Migration und Gesundheit 2002-2017

Das BAG leistete mit dem Programm Migration und Gesundheit einen Beitrag zur Chancengleichheit und Integration der in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten. Das Programm wurde Ende 2017 abgeschlossen; die Hauptmassnahmen werden in die Aufgaben des BAG und in die Strategien des Bundes integriert und weitergeführt. 

In der Schweiz ist ein Teil der Migrantinnen und Migranten gesundheitlich gefährdeter als die einheimische Bevölkerung. Mit dem Nationalen Programm Migration und Gesundheit wollte der Bund die Gesundheitskompetenz der Migrationsbevölkerung stärken und Gesundheitsfachleute im Umgang mit Patientinnen und Patienten unterschiedlicher Herkunft unterstützen.

Das Programm förderte

  • die migrationsgerechte Gesundheitsförderung und Prävention
  • den chancengleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung
  • die Verständigung zwischen Gesundheitsfachleuten und fremdsprachigen Patientinnen bzw. Patienten
  • die Aus- und Weiterbildung für Gesundheitsfachleute zum Umgang mit Diversität
  • die Forschung zu benachteiligten Gruppen in der Migrationsbevölkerung

Das Programm Migration und Gesundheit diente seit 2002 als nationales Dach für zahlreiche Aktivitäten der Kantone und verschiedenster Nichtregierungsorganisationen. Seit 2018 werden die Hauptmassnahmen des Programms in die Aufgaben des BAG und in die Strategien des Bundes integriert. Der Bundesrat hat am 26. April 2017 von dieser Änderung Kenntnis genommen. Die wichtigsten Massnahmen in den Bereichen Gesundheitskompetenz und Gesundheitsinformationen werden weitergeführt. Dasselbe gilt für die Stärkung der Kompetenz von Gesundheitsfachpersonen im Umgang mit Migrantinnen und Migranten und die Förderung des interkulturellen Dolmetschens im Gesundheitswesen. Diese Massnahmen sollen zudem weiterentwickelt werden, damit auch andere sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen einen besseren Zugang zum Gesundheitssystem erhalten.

Weitere Informationen finden Sie untenstehend:

Weiterführende Themen

Gesundheitskompetenz

Das BAG setzt sich für die Stärkung der Gesundheitskompetenz und der Selbstverantwortung der Bevölkerung ein. Studienergebnisse zeigen, dass noch viel Potenzial zur Verbesserung vorhanden ist.

Koordinierte Versorgung

Bei der Behandlung und Pflege von Patientinnen und Patienten mit mehreren oder chronischen Erkrankungen besteht Koordinationsbedarf. An der Konferenz Gesundheit2020 wurde deshalb das Projekt «Koordinierte Versorgung» initiiert.

Letzte Änderung 20.12.2017

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Gesundheitsstrategien
Sektion Gesundheitliche Chancengleichheit
CH - 3003 Bern

Tel.
+41 58 462 74 17

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