Kantonales Durchimpfungsmonitoring Schweiz

Die Kantone führen Erhebungen zur Messung des Anteils geimpfter Personen durch. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erhebung des Impfstatus von Kindern und Jugendlichen. Das BAG koordiniert diese Erhebungen und publiziert die Resultate. 

Hintergrund zu den bisherigen Erhebungen

Seit 1999 erhebt das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit den Kantonen schweizweit repräsentative Durchimpfungsdaten der empfohlenen Impfungen, um die Impfempfehlungen zu evaluieren und zukünftige Massnahmen zu planen. Finanziert werden diese Erhebungen gemeinsam durch die Kantone und den Bund. Insgesamt wurden bisher vier Erhebungen durchgeführt: 1999–2003, 2005–2007, 2008–2010, und 2011–2013. Die fünfte Erhebung läuft von 2014–2016.

Methodologie und Datenanalyse

Zielgruppen sind Kinder im Alter von zwei, acht und 16 Jahren. In Kantonen mit zentralem Einwohnerregister werden die Kinder zufällig ausgewählt. In Kantonen ohne zentrales Einwohnerregister bzw. wenn Daten eines existierenden Registers für die Studie nicht zur Verfügung stehen, werden in einem zweistufigen Verfahren zuerst die Gemeinden und dann die Kinder innerhalb der Gemeinden zufällig ausgewählt. In kleinen Kantonen werden Listen aller Kinder erstellt und darauf basierend Zufallsstichproben gezogen. Alle Familien der ausgewählten Kinder werden per Brief eingeladen, an der Studie teilzunehmen. In diesem Schreiben wird die Studie erklärt, und die Eltern werden gebeten, eine Kopie oder den Originalimpfausweis einzusenden. Die statistische Bearbeitung der Daten garantiert die Anonymität.

Zukünftige Erhebungen

Aktuell läuft die Erhebungsperiode 2014-2016. Die nationalen Durchimpfungsquoten für diese Jahre werden 2017 verfügbar sein. Zudem wird eine Evaluation des bestehenden Monitoringsystems durchgeführt um dieses zu optimieren.
Das kantonale Durchimpfungsmonitoring für 2-, 8- und 16-Jährige wird fortgeführt, um die Entwicklung der Durchimpfung in der Schweiz bei den empfohlenen Basisimpfungen und ergänzenden Impfungen auch in Zukunft zu erfassen.

Weiterführende Themen

Nationale Strategie zu Impfungen (NSI)

Der Bund hat in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Akteuren eine nationale Strategie zu Impfungen (NSI) erarbeitet, die die Bevölkerung ausreichend gegen die durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten schützen soll.

Richtlinien und Empfehlungen zu Impfungen und Prophylaxe

Hier finden Sie Richtlinien und Empfehlungen zu allen empfohlenen Impfungen sowie weiteren prophylaktischen Massnahmen.

Schweizerischer Impfplan

Die Informationen über die in der Schweiz empfohlenen Impfungen sind im Schweizerischen Impfplan enthalten. Ziel ist ein optimaler Impfschutz jeder Einzelperson und der Bevölkerung insgesamt.

Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF)

Die EKIF berät den Bundesrat, das Eidgenössische Departement des lnnern und das Bundesamt für Gesundheit als konsultatives Organ in allen Belangen, die im Zusammenhang mit lmpffragen stehen.

Masern

Eine Masernerkrankung kann in jedem Alter auftreten und manchmal schwerste Komplikationen verursachen. 2 Dosen einer MMR-Impfung schützen ein Leben lang vor den Komplikationen der Masern, Mumps und Röteln.

Letzte Änderung 12.06.2017

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