Alkoholprävention in den Kantonen

Die Kantone spielen eine wichtige Rolle in der schweizerischen Alkoholpolitik. Sie können z.B. Ladenöffnungszeiten, Werbevorschriften oder auch das Abgabealter regeln. Eine Liste informiert über die kantonalen Vorschriften.

Die 26 Kantone zählen zu den Hauptakteuren der Schweizer Alkoholpolitik. Sie sind die wichtigsten Partner im Vollzug des Bundesrechts und verfügen über weitreichende Zuständigkeiten im Bereich der Verhältnisprävention, z.B. durch die Festlegung der Ladenöffnungszeiten, die Regelungen für Gastgewerbe und Detailhandel sowie den Erlass von Werbevorschriften. Zudem verantworten die kantonalen Polizei- und Justizorgane die Durchsetzung der alkoholpolitisch relevanten Gesetzesvorschriften und die Sanktionierung von Widerhandlungen.

Kantone für Testkäufe verantwortlich

Die Kantone haben über die jeweilige Bildungs-, Gesundheits- und Sozialpolitik auch starken Einfluss auf die Quantität und Qualität der Verhaltensprävention und der Früherkennung (z.B. im schulischen und ausserschulischen Bereich) sowie auf die verfügbaren Beratungs- und Therapieangebote. Die meisten Kantone übertragen einen Teil der Aufgaben an ihre Gemeinden. Diesen obliegt dann zum Beispiel die wichtige Kontrolle über die Einhaltung des Ausschank- und Verkaufsverbots von alkoholischen Getränken an Kinder und Jugendliche.
Zahlreiche Kantone, aber auch verschiedene private Organisationen, die in der Alkoholprävention tätig sind, lassen im Detailhandel und im Gastgewerbe regelmässig Alkoholtestkäufe durch nicht bezugsberechtigte Jugendliche durchführen.

Kantonale Aktionspläne

Die Kantone haben bezüglich ihrer Alkoholpolitik sehr unterschiedliche Profile. In vielen Kantonen gibt es zielgerichtete und nachahmungswürdige Aktivitäten in der Alkoholprävention, dies sowohl auf konzeptioneller Ebene als auch in Bezug auf gesetzgeberische Massnahmen und konkrete Projekte.

Die einzelnen Kantone im Detail


Weiterführende Themen

Alkoholpolitik

In der Schweiz sind Bund und Kantone mit der Alkoholpolitik betraut. Sie erlassen gesetzliche Regelungen und finanzieren Alkoholpräventionsprojekte. Weitere Akteure sind Gemeinden und Nichtregierungsorganisationen.

KAP-Tagung und KAP Plus-Veranstaltungen

Um den Alkoholproblemen auf nationaler wie kantonaler Ebene vernetzt entgegenzutreten, fanden jährlich eine KAP-Tagung sowie drei sprachregionale KAP plus-Veranstaltungen für Mitarbeitende der kantonalen Verwaltungen statt

Erfolgsfaktoren kantonaler Alkoholpolitik

In enger Zusammenarbeit mit den Kantonen hat das Bundesamt für Gesundheit das Instrument «Erfolgsfaktoren» erarbeitet. Es unterstützt die kantonalen Verwaltungen bei der Überprüfung und Weiterentwicklung ihrer Alkoholpolitik.

Gesetzgebung im Alkoholbereich

Es besteht eine Vielzahl an Rechtsbestimmungen in der Schweizerischen Alkoholpolitik. Dazu gehören auch Vorschriften zum Gesundheits- und Jugendschutz.

Letzte Änderung 23.02.2018

Zum Seitenanfang

Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
CH - 3003 Bern

Tel.
+41 58 463 88 24

E-Mail

Kontaktinformationen drucken

https://www.bag.admin.ch/content/bag/de/home/themen/mensch-gesundheit/sucht/alkohol/alkoholpraevention-kantone.html