Modelle der integrierten Gesundheitsversorgung

Um dem vermehrten Auftreten von nicht-übertragbaren Erkrankungen entgegen zu wirken, sind zeitgemässe, interprofessionelle, integrierte Versorgungsmodelle von Bedeutung. Das Ziel ist es, ein einheitliches Netzwerk für Prävention, Gesundheitsförderung und die Kostenübernahme im Fall von nichtübertragbaren Krankheiten zu schaffen. Für die Schweiz müssen entsprechende Konzepte und Kostenübernahmemodelle entwickelt werden.

Das Hauptziel des BAG liegt in der besseren Betreuung der Patienten mittels einer individuellen und koordinierten Begleitung. Interdisziplinäre, patientenbezogene Ansätze erlauben es, zum richtigen Zeitpunkt die geeignete fachliche Unterstützung (medizinisch, pflegerisch und/oder sozial) beizuziehen.

Die neuen Konzepte, die im Rahmen der Aktivitäten des BAG erarbeitet wurden, basieren auf international angewandten Modellen bei der Behandlung von nichtübertragbaren Krankheiten (Expanded Chronic Care Model).

Letztlich besteht das Ziel darin, dass die Patienten vermehrt eine aktive Rolle übernehmen im Umgang mit ihrer Gesundheit, dies mit der Unterstützung des Hausarztes, der verschiedenen Gesundheitsfachleute sowie der zur Verfügung stehenden Angebote des Gemeinwesens.

Dazu verbindet das integrierte Versorgungsmodell verschiedene Bereiche, die Interventionen zur Prävention und Behandlung von nichtübertragbaren Erkrankungen bieten, wie Gemeinwesen, Gesundheitssystem und Dienstleistungen, zu einem ganzheitlichen System. So können die Ressourcen der verschiedenen Bereiche besser genutzt werden.

Der Patient wird durch einen Patienten-Pfad geleitet, der aus folgenden Elementen besteht:

Patientenpfad

Durch die Methode der motivierenden Gesprächsführung (motivational interviewing) werden die Patientinnen oder Patienten aktiv in die Behandlung ihrer Erkrankung einbezogen und übernehmen mehr Verantwortung für sich selbst. Der Ärztin oder dem Arzt kommt eher die Rolle eines Coaches zu, der vermehrt sensibilisiert und informiert, um schliesslich eine Verhaltensänderung bei Patientinnen und Patienten zu bewirken.

Letzte Änderung 07.08.2018

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Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
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