Revision des Medizinalberufegesetzes (MedBG)

Die Revision wurde am 20. März 2015 verabschiedet und tritt per 1. Januar 2018 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt ist die Registrierung aller Personen obligatorisch, die einen universitären Medizinalberuf ausüben. 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Registrierung der Diplome und Eintragung der Sprachkenntnisse – Ab 1. Januar 2018 müssen alle Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Apothekerinnen und Apotheker, Tierärztinnen und Tierärzte, die ihren Beruf ausüben, ihre Diplome und Sprachkenntnisse ins Medizinalberuferegister MedReg eintragen lassen.

Berufsausübungsbewilligung – Ab 1. Januar 2018 wird die Berufsausübungsbewilligung für die «privatwirtschaftliche Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung» benötigt und nicht mehr für die «selbstständige» Berufsausübung.

Eidgenössischer Weiterbildungstitel für Apothekerinnen und Apotheker – Apothekerinnen und Apotheker, die ihren Beruf privatwirtschaftlich in eigener fachlicher Verantwortung ausüben wollen, benötigen ab 1. Januar 2018 einen eidgenössischen Weiterbildungstitel, wie dies beim Arzt- und Chiropraktorenberuf der Fall ist.

Auswirkungen der Gesetzesänderungen

Die Änderungen des revidierten MedBG betreffen vor allem die universitären Medizinalpersonen, die ihren Beruf in der Schweiz ausüben. Aber auch für die Arbeitgeber und die Kantone ist die Revision mit neuen Aufgaben verbunden, um die Patientensicherheit und die Transparenz zu verbessern.

Was sich für die universitären Medizinalpersonen ändert
Was sich für die Arbeitgeber ändert
Was sich für die Kantone ändert
Was sich für die Öffentlichkeit ändert

Revision des MedBG: gestaffelte Inkraftsetzung

Der erste Teil der Gesetzesänderungen ist per 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Die Hausarztmedizin und die medizinische Grundversorgung wurden durch die Aufnahme in die Ausbildungsziele gestärkt. Die Komplementärmedizin wurde ebenfalls in die Ausbildungsziele aufgenommen. Damit wird Artikel 118a BV umgesetzt, wonach Bund und Kantone für die Berücksichtigung der Komplementärmedizin sorgen müssen.

Der zweite Teil der Gesetzesänderungen tritt per 1. Januar 2018 in Kraft. Er betrifft insbesondere die Registrierung, den obligatorischen Weiterbildungstitel für Apothekerinnen und Apotheker, den neuen Ausdruck «privatwirtschaftliche Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung» anstelle der «selbstständigen» Berufsausübung sowie einige Verbesserungen des Registers.

Sie finden die Dokumente und Links zur Revision weiter unten.

Letzte Änderung 16.01.2018

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Bundesamt für Gesundheit
Abteilung Gesundheitsberufe
Sektion Weiterentwicklung Gesundheitsberufe
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