Aktionsplan Radium 2015–2022

Der Aktionsplan Radium 2015-2022 wurde im Mai 2015 vom Bundesrat verabschiedet und im April 2019 für drei weitere Jahre verlängert. Ziel des Aktionsplans ist die Bewältigung des Problems der radiologischen Altlasten im Zusammenhang mit der Verwendung von Radium-Leuchtfarbe in der Uhrenindustrie bis in die 1960er-Jahre.

Unter radiologischen Altlasten versteht man Hinterlassenschaften aus der Vergangenheit, die den heutigen Anforderungen der Strahlenschutzgesetzgebung nicht entsprechen. Die vier wichtigsten Stossrichtungen des Aktionsplans Radium sind:

  • Historische Nachforschungen zur Identifikation potentiell mit Radium kontaminierter Gebäude;
  • Diagnostische Radiummessungen in den betroffenen Gebäuden;
  • Die Umsetzung von Sanierungen im Falle einer Überschreitung des Dosisgrenzwerts von 1 Millisievert pro Jahr für die Bewohner;
  • Die Überwachung von Deponien, die Radium-Abfälle enthalten könnten.

Im «Teilprojekt Gebäude» ist vorgesehen, potentiell mit Radium kontaminierte Standorte ausfindig zu machen, diese zu messen und, wo nötig, zu sanieren:

«Teilprojekt Gebäude»

Im «Teilprojekt Deponien» ist geplant, Deponien zu überwachen, die radiumkontaminierte Abfälle enthalten könnten:

«Teilprojekt Deponien»

Einige Messlaboratorien bieten an, Uhren kostenlos auf Radium zu untersuchen:

Uhren auf Radium untersuchen

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Weiterführende Themen

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Letzte Änderung 09.07.2019

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