Datenlage zur psychischen Gesundheit und zur psychiatrischen Versorgung

Um die psychiatrischen Angebotsstrukturen weiterentwickeln zu können, müssen die statistischen Planungsgrundlagen verbessert werden. Zu diesem Zweck werden regelmässig Daten zur psychischen Gesundheit und zur Versorgungssituation psychisch erkrankter Personen in der Schweiz erhoben, aufbereitet und evaluiert.

Datenlage zur psychischen Gesundheit und zur psychiatrischen Versorgung

Obsan-Bulletins

Im Auftrag des BAG veröffentlicht das Schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan regelmässig Berichte zur psychischen Gesundheit in der Schweiz. Im Rahmen der Umsetzung des Postulatsberichts «Zukunft der Psychiatrie» (10.3255) erscheinen seit 2018 jährlich Obsan-Bulletins zu diesem Thema. Diese geben einen Überblick über die psychische Gesundheit, die Inanspruchnahme von Leistungen zur Behandlung psychischer Krankheiten und deren Kosten in der Schweiz. Darüber hinaus publiziert das Obsan etwa alle vier Jahre einen Monitoringbericht zur psychischen Gesundheit (vgl. Dokumente).

Obsan-Bulletins zum Thema «Psychische Gesundheit»

Obsan Bulletin 2/2022: Kennzahlen psychische Gesundheit (PDF, 3 MB, 29.04.2022)

Obsan Bulletin 1/2022: Psychopharmaka in der Schweiz (PDF, 3 MB, 29.04.2022)

Obsan Bulletin 8/2019: Psychische Gesundheit. Kennzahlen 2017 (PDF, 3 MB, 05.01.2021)

Obsan Bulletin 5/2018: Psychische Gesundheit. Kennzahlen 2016 (PDF, 228 kB, 30.07.2020)

Obsan Bulletin 2/2018: Fürsorgerische Unterbringung in Schweizer Psychiatrien (PDF, 404 kB, 30.07.2020)

Obsan Bulletin 1/2018: Somatisch-psychische Komorbidität in Schweizer Akutspitälern (PDF, 245 kB, 30.07.2020)

Analyse der Versorgungslücken

Um die Versorgungslücken bei der Behandlung psychischer Krankheiten in der Schweiz genauer zu untersuchen, gab das BAG beim Büro für Arbeits- und sozialpolitische Studien BASS eine Detailanalyse in Auftrag. Laut der 2016 publizierten Studie sind in der Schweiz insbesondere Kinder und Jugendliche von einer deutlichen psychiatrisch-psychotherapeutischen Unterversorgung betroffen. Aber auch bei Erwachsenen wurden Versorgungslücken festgestellt – dies gilt für spezifische Regionen, Angebotsformen und Zielgruppen. Lücken in den Angebotsformen bestehen insbesondere im ambulant-institutionellen und intermediären Setting.

Datenlage zur fürsorgerischen Unterbringung in der Schweiz

Die Anzahl fürsorgerischer Unterbringungen (FU) in der Schweiz wird in den Kantonen sehr unterschiedlich erhoben. Zwar liegen einige nationale Zahlen vor, diese decken aber nicht alle Formen der FU und nicht alle Behandlungs- resp. Betreuungsstrukturen ab, in welche Zwangseinweisungen erfolgen. Somit ist nicht bekannt, wie viele Menschen in der Schweiz jährlich von der Massnahme betroffen sind. Im Auftrag des BAG verfasste eine Forschungsgruppe des CHUV (Centre hospitalier universitaire vaudois) einen Bericht, der aufzeigt, welche Daten in der Schweiz zum Thema FU vorliegen und welche Massnahmen für eine nationale Statistik zur FU nötig wären.

Letzte Änderung 30.12.2022

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