Psychische Gesundheit und psychiatrische Versorgung

Psychische Gesundheit ist die Basis der Gesundheit. Sie sorgt dafür, dass Menschen sich wohl fühlen, sich entwickeln und am sozialen Leben teilnehmen können. Der Bund fördert die psychische Gesundheit in der Schweiz und die Versorgung von psychisch erkrankten Personen.

Psychische Gesundheit und psychiatrische Versorgung

Obsan-Bulletin «Kennzahlen psychische Gesundheit»

Im Auftrag des BAG erstellte das Gesundheitsobservatorium (Obsan) ein Bulletin zu Kennzahlen im Bereich psychische Gesundheit. Die Publikation mit Zahlen zum Jahr 2020 beschreibt den psychischen Gesundheitszustand der Schweizer Bevölkerung, welche psychiatrisch-psychotherapeutischen Leistungen sie im ambulanten und stationären Setting in Anspruch nimmt sowie deren Kosten. Die dritte Aktualisierung der Kennzahlen-Reihe wurde aufgrund von Covid-19 erweitert und präsentiert zusätzlich Ergebnisse von weiteren nationalen Studien, monatliche Ergebnisse sowie erstmals schweizweite Zahlen zu Hospitalisierungen aufgrund mutmasslicher Suizidversuche.

Psychische Gesundheit in der Covid-19-Pandemie

Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie führt das BAG ein Monitoring zum Einfluss der Pandemie auf die psychische Gesundheit und psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung in der Schweiz durch. Dazu verfassten die Büros B&A und BASS im Auftrag des BAG eine Übersichtsstudie. Der Schlussbericht wurde im Juli 2021 publiziert. Eine Aktualisierung der Studie wird Ende 2022 veröffentlicht.

Ein Thema mit vielen Gesichtern

Psychische Gesundheit hängt von vielen Faktoren ab. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen sich wohl fühlen, dass sie sich entwickeln können und am sozialen Leben in der Gesellschaft teilnehmen. Wenn sie fehlt oder angeschlagen ist, so wirkt sich dies auf alle Lebensbereiche aus und kann zu grossen Beeinträchtigungen führen – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Angehörigen.

Psychische Erkrankungen sind vielfältig und reichen von Essstörungen, Angststörungen bis hin zu Depressionen und anderen schweren Symptomen. In der Schweiz ist im Laufe eines Jahres bis zu einem Drittel der Bevölkerung von einer psychischen Krankheit betroffen. Damit gehören psychische Krankheiten zu den am meisten verbreiteten Erkrankungen überhaupt. Sie treten in jeder Lebensphase und in allen Gesellschaftsteilen auf. Betroffene sind in allen Lebensbereichen beeinträchtigt. Ausserdem verursachen psychische Erkrankungen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Schätzungen gehen von über 7 Milliarden Franken jährlich aus. Somit stellen psychische Erkrankungen eine grosse gesundheitspolitische Herausforderung dar, die eine intensive Zusammenarbeit aller Akteure verlangt.

Politische Aufträge des Bundes

Der Bund hat den politischen Auftrag, die Situation in der Schweiz zu untersuchen und zu verbessern. Diese Ziele verfolgt er, indem er einerseits die psychische Gesundheit der Bevölkerung fördert und andererseits die psychiatrische Versorgung erkrankter Menschen verbessern will:

Förderung der psychischen Gesundheit

Der Bund fördert die psychische Gesundheit und strebt Verbesserungen auf den Gebieten der Vorbeugung und Früherkennung an, um die Zahl der Erkrankungen zu reduzieren. Dazu gehören die Sensibilisierung und Entstigmatisierung, Prävention, Wissensvermittlung und die Vernetzung der zahlreichen Akteure.

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Verbesserung der psychiatrischen Versorgung

Die Schweiz verfügt über eine qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgung. Dennoch besteht weiterhin Entwicklungsbedarf. Um die Angebotsstrukturen nachhaltig zu verbessern, setzt der Bund Massnahmen in vier verschiedenen Handlungsfeldern um.

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Weiterführende Themen

Psychische Erkrankungen und Gesundheit

Psychische Krankheiten erschweren den Alltag vielseitig. Sie belasten die Angehörigen und können zu Suizid führen. Trotzdem werden sie oft unterschätzt oder nicht erkannt. Für Bund und Kantone sind sie deshalb ein ständiges Thema.

Nationale Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie)

Ein gesunder Lebensstil kann nichtübertragbare Erkrankungen vermeiden oder ihre Folgen lindern. Darauf basiert unsere Präventionsstrategie.

Aktionsplan Suizidprävention Schweiz

Gemeinsam mit anderen Akteuren hat der Bund 2016 den Aktionsplan Suizidprävention erarbeitet.

Koordinierte Versorgung

Bei der Behandlung und Pflege von Patientinnen und Patienten mit mehreren oder chronischen Erkrankungen besteht Koordinationsbedarf. An der Konferenz Gesundheit2020 wurde deshalb das Projekt «Koordinierte Versorgung» initiiert.

Letzte Änderung 12.07.2022

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Abteilung Gesundheitsstrategien
Sektion Nationale Gesundheitspolitik
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