Perspektiven der Drogenpolitik bis 2030

In den letzten Jahren haben verschiedene Länder ihre Drogenpolitik neu ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat eine drogenpolitische Standortbestimmung vorgenommen und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Drogenpolitik aufgezeigt.

Seit den 90er-Jahren hat sich das Drogenkonsumverhalten mit dem Aufkommen von sogenannten Freizeitdrogen verändert. Das bewährte Vier-Säulen-Modell der Drogenpolitik muss daher an die aktuellen Herausforderungen angeglichen werden. Handlungsbedarf besteht in erster Linie im Bereich Cannabis. Im Hinblick auf das Heilmittelpotenzial stellt sich zudem die Frage, ob der medizinische Zugang zu Cannabis ausreichend gewährleistet ist.

Der Bundesrat hat in seinem Bericht vom April 2021 - in Erfüllung des Postulats 17.4076 von Paul Rechsteiner - die aktuelle drogenpolitische Situation dargelegt und Massnahmen für die nächsten Jahre beschlossen.

Dokumente

Perspektiven der schweizerischen Drogenpolitik (PDF, 1 MB, 28.04.2021)Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats 17.4076 Rechsteiner Paul

Politikfeldanalyse der Schweizer Drogenpolitik: Debatten und Advocacy-Koalitionen 2008-2018 (PDF, 2 MB, 11.06.2021)Palmo Brunner, Daniel Kübler
Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft, 2019

Bericht THC-Grenzwerte im Strassenverkehr - Eine Literaturanalyse (PDF, 979 kB, 15.12.2020)Biranda Bucher et al.
Institut für Rechtsmedizin, Universität Basel, 2020

Politikfeldanalyse zur internationalen Drogenpolitik (PDF, 1 MB, 28.04.2021)auf Englisch
Jennifer Hasselgard-Rowe et al.
Groupement Romand d’Etudes des Addictions (GREA), 2019

Internationale Zusammenstellung von Cannabis-Regulierungsmodellen (PDF, 2 MB, 29.04.2021)auf Französisch
Anne Philibert, Frank Zobel
Institut de recherches sociologiques, Université de Genève, 2019

Ordnungsbussen für Cannabiskonsum (PDF, 973 kB, 28.04.2021)französisch, Zusammenfassung auf Deutsch
Frank Zobel, Cécile Homberg, Marc Marthaler
Sucht Schweiz, 2017

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Wirksamer Jugendschutz bedarf gesetzlicher Massnahmen, Gesund-heitsförderung und Prävention, Früherkennung und Frühintervention sowie Suchthilfe.

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Seit dem 15. Mai 2021 ist eine Änderung des BetmG in Kraft, die Pilotversuche mit der Abgabe von Cannabis zu nicht medizinischen Zwecken («Genusszwecken») ermöglicht. Diese Studien sollen eine Grundlage für eine zukünftige gesetzliche Regelung von Cannabis liefern.

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Substitutionsgestützte Behandlungen bei Opioidabhängigkeit

Substitutionsgestützte Behandlungen richten sich an opioidabhängige Personen. Neben der Medikation umfasst die Behandlung somatische, psychiatrische, psychotherapeutische und sozialpädagogische Massnahmen.

Bekämpfung von Infektionskrankheiten im Gefängnis

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Internationale Drogenpolitik

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Letzte Änderung 11.06.2021

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