«Zusammen erreichen wir mehr» – Newsletter Sucht Nr. 6 - August 2019

Newsletter Nationale Strategie Sucht

Liebe Leserin, lieber Leser

Von meiner früheren Tätigkeit als Sozialarbeiterin bin ich mir gewohnt, mit vielen Involvierten an einen runden Tisch zu sitzen. Wir wussten: Gerade in der Suchthilfe können wir Betroffene und ihr Umfeld nur unterstützen, wenn wir fachübergreifend arbeiten. So wie ein Fall in der Suchthilfe nie nur ein Fall für die Sozialarbeit oder die Medizin oder die Justiz ist, ist die Umsetzung einer nationalen Strategie nie nur ein Fall für ein bestimmtes Amt oder für eine bestimmte Institution. Projekte in der Suchthilfe und -prävention oder Anliegen der Suchtpolitik kommen dann zum Fliegen, wenn die richtigen Personen zusammen am Tisch sitzen und ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen einbringen. Kooperation und Vernetzung sind zentrale Aufgaben in der Nationalen Strategie Sucht.

Die vielseitigen koordinativen Aufgaben und unterschiedlichsten Herausforderungen in der Umsetzung der Strategie Sucht interdisziplinär anzugehen, begeistert mich immer wieder aufs Neue. Denn erst mit dem Blickwinkel der anderen wird die Komplexität unserer Arbeit fassbar. Den Blickwinkel von fedpol wird dabei künftig Sandro Gennari einbringen (vgl. Interview).

Um die Ziele der Strategie Sucht zu erreichen, sind bereichsübergreifende Kooperation und Vernetzung auf allen Ebenen wichtig. Gute Beispiele, wie dies zu unserem Jahresschwerpunkt «gesund altern» gelingt, finden Sie in der Rubrik «aus der Praxis».

Ich wünsche Ihnen frohe Spätsommer-Tage. Wechseln Sie auch im Alltag mal den Blickwinkel – es lohnt sich immer.

Mirjam Weber

 

 

 

 

Herzliche Grüsse

Mirjam Weber, stellvertretende Leiterin Sektion Präventionsstrategien,
Leiterin Sucht-Strategie

Themenübersicht

Massnahmen

August 2019 – Suchtpolitik ist ein dynamisches Feld, das sich ständig neuen Herausforderungen stellen muss, etwa veränderten Verhaltensmustern und Konsumtrends.

Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über den Umsetzungsstand der Massnahmen der jeweiligen Handlungsfelder respektive Massnahmenbereiche.

Neue fedpol-Vertretung in Suchtgremien

 
Portrait Gennari

 

Seit Juni 2019 vetritt Sandro Gennari das fedpol in Suchtgremien wie der IDAG Drogen oder der Arbeitsgruppe SuPo. Als Polizist und Jurist bringt er operative Erfahrung wie auch strategisches Geschick mit.

Sie sind strategischer Analytiker beim Bundesamt für Polizei fedpol. Was genau ist Ihre Aufgabe?

Nach amerikanischem Vorbild unterscheiden wir im polizeilichen Kontext grob zwischen «operational intelligence» - also die Aufbereitung von Informationen, welche primär der Verfolgung der Täterschaft dienen - und der «strategic intelligence». Deren übergeordnetes Ziel ist die Erstellung von Lageberichten und Entscheidungsgrundlagen für das Management und die Politik. Der Fokus richtet sich dabei nicht nur auf das aktuelle Geschehen, sondern auch auf die Zukunft, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Als strategischer Analytiker bei fedpol wirke ich einerseits im Bearbeitungsprozess von politischen Vorstössen mit, andererseits betätige ich mich im Sinne der «strategic intelligence» im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität.

Was haben Sie vorher gemacht, bzw. was hat Sie zu fedpol geführt?

Mich faszinieren Themen der Strafverfolgung und Sicherheit. Dabei interessiert mich die taktische, praktische und handwerkliche Seite ebenso wie einschlägige universitäre Disziplinen. Diesen vielfältigen Interessen bin ich vor fedpol mit meiner Arbeit als Polizist und meinem Studium der Rechtswissenschaften nachgegangen.

Was ist Ihnen im Bereich Sucht/Drogen wichtig?

Der Handel mit illegalen Betäubungsmitteln ist für kriminelle Organisationen ein äusserst lukratives Geschäft. Es ist davon auszugehen, dass auch Terrornetzwerke ihre Vorhaben auf diese Weise finanzieren. Aus einer polizeilichen Sicht ist diesem Umstand angemessen Rechnung zu tragen. Die Verfolgung der einflussreichen Akteure ist ein wichtiger Faktor nicht nur für die nationale Sicherheit.

Auf Stufe der Konsumenten ist jedoch ein ausschliesslich repressiver Ansatz nicht zielführend. Hier steht meines Erachtens die Ergründung der Ursachen für Substanzmissbrauch und Sucht im Vordergrund, welche auf biopsychischer und sozialer Ebene zu finden sind. Um dort ansetzen zu können ist eine vernetzte und interdisziplinäre Arbeitsweise gefragt, welche im «Massnahmenplan zur nationalen Strategie Sucht» gut zur Geltung kommt. Das Spannungsfeld zwischen Repression und Prävention ist im Bereich der Drogen ausgeprägt. Aus diesem Grund erachte ich den Dialog, das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit der entsprechenden Vertreter als gewinnbringend. Ein gutes Beispiel solcher Kooperation erlebte ich in Bern, wo die Spezialeinheit für Betäubungsmittelkriminalität «Krokus» der Kantonspolizei Bern einen regelmässigen Austausch mit der Kontakt- und Anlaufstelle in der Hodlerstrasse pflegt.

Bei meiner Arbeit als Polizist konnte ich Zeuge davon werden, was die Sucht mit Menschen anrichten kann, und was gewisse Substanzen für verheerende Auswirkungen haben. Das Potenzial für menschliches Leid ist enorm, und ich hoffe, wir können mit unserer Zusammenarbeit eine Verbesserung der Situation erwirken.

Was bestimmt ihr Leben neben der Verwaltungs- und Polizeiarbeit?

Den Ausgleich suche ich vorwiegend im Kraft- und Kampfsport und in der kreativen Betätigung in Form von Fotografie, Bildbearbeitung und Kochen. In Trainingsveranstaltungen des Vereins für Verteidigungsschiessen mit taktischer Verwundetenversorgung verfolge ich weiterhin mein Interesse am handwerklichen Aspekt des Sicherheitsbereichs. Neben der Pflege meines sozialen Netzwerkes erhole ich mich bei der Lektüre von Büchern, in der Luft mit dem Gleitschirm oder beim Konsum von Serien und Filmen. Narcos auf Netflix ist übrigens sehr empfehlenswert.


Online-Handbuch der Suchtmedizin

Die Plattform Praxis Suchtmedizin unterstützt Fachpersonen der Grundversorgung bei der Arbeit mit suchtkranken Menschen. Dass die Plattform für Hausärztinnen und Hausärzte oder Apothekerinnen und Apotheker sehr nützlich ist, bestätigt die Anfang Jahr publizierte Evaluation.

www.praxis-suchtmedizin.ch

Evaluationsbericht Praxis Suchtmedizin


Neue Auslegeordnung zum problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente

Der Bericht "Auslegeordnung zum problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente" umfasst das Risikoverhalten im Umgang mit psychoaktiven Medikamenten und Medikamentenabhängigkeit.

Zu den relevantesten psychoaktiven Medikamenten mit Abhängigkeitspotenzial gehören

  • opioidhaltige Schmerz- und Hustenmittel sowie
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel (z.B. Benzodiazepine).

Ziel der Auslegeordnung war es, die aktuelle Situation in der Schweiz zu analysieren und einen möglichen Handlungsbedarf abzuleiten. Aufgrund der Literaturanalyse und der durchgeführten Experteninterviews zeigen sich folgende Hauptproblemfelder:

  • Konsum von Schlaf- und Beruhigungsmitteln durch Menschen ab 60 Jahren: Relativ häufig sind ältere Menschen betroffen. Selbst bei kleinen Dosen kann sich bei einer Einnahmedauer von mehr als zwei Wochen bereits eine sogenannte Abhängigkeit im Niedrigdosisbereich bilden. Setzen die Betroffenen das Medikament ab, leiden sie an Entzugserscheinungen.
  • Konsum opioidhaltiger Schmerzmittel durch chronische Schmerzpatienten: Zwischen 2006 und 2013 hat sich die Einnahme von starken Opioiden mehr als verdoppelt. 80% der starken Opioide werden für die Behandlung nicht-krebsassoziierter, chronischer Schmerzen verwendet. Dies obwohl in diesen Fällen unklar ist, inwiefern starke Opioide die Schmerzkontrolle effektiv verbessern.

BAG-Seite zum problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente

 

Neue Eingabefristen beim Alkoholpräventionsfonds

Mit der Nationalen Strategie zur Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) haben sich Gesundheitsförderung Schweiz, der Tabakpräventionsfonds, das Bundesamt für Gesundheit und die GesundheitsdirektorInnenkonferenz zum Ziel gesetzt, die Prozesse bei der Eingabe von Gesuchen und bei der Vergabe von Mitteln so weit als möglich zu vereinheitlichen. Nun harmonisieren die verschiedenen Geldgeber die Eingabetermine für die Präventionsgesuche.

Ab 2020 gibt es folglich zwei Eingabetermine für Alkoholpräventionsprojekte (Alkoholpräventionsfonds, Finanzierung nach Art. 43a Alkoholgesetz):

- 28.2.20: Eingabefrist für Kleinprojekte

- 31.8.20: Eingabefrist für reguläre Alkoholpräventionsgesuche und für Kleinprojekte

Zur Website des Alkoholpräventionsfonds

Aus der Praxis

August 2019 – Dieses Jahr stellen wir Projekte vor, welche die Gesundheit bei älteren Menschen fördern und zur Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten bei Seniorinnen und Senioren beitragen.

Case Management für ältere Menschen -  eine Kooperation der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt und der Spitex Basel

Die Abteilung Sucht im Gesundheitsdepartement Basel-Stadt hat ein siebenköpfiges Fachteam für Case Management, d.h. für kooperative Fallsteuerung. Dieses Team unterstützt Menschen mit Suchtproblemen in komplexen Problemlagen. Es berät, koordiniert, und unterstützt Suchtkranke, damit sie von den verschiedenen Fachstellen und stationären Einrichtungen die nötige und wirksamste Hilfe erhalten. Dabei arbeiten die einzelnen Teammitglieder eng mit Fachpersonen aus Institutionen zusammen. Im Beisein der suchtkranken Personen führen sie gemeinsam mit Fachpersonen regelmässige Standortgespräche sowie Helferkonferenzen durch.

Damit die Case-Managerinnen und –manager auch ältere Suchtkranke besser unterstützen können, findet eine enge Kooperation mit der Spitex Basel statt. Gerade in der Fallarbeit und Kooperation ist eine regelmässige und umfassende Kommunikation von zentraler Bedeutung.

Link: Formen der Zusammenarbeit zwischen Spitex und ambulanten Suchtfachstellen

Für Rückfragen steht Ihnen gerne der Fachteamleiter Case Management, Lars Golly, 061 267 89 12, lars.golly@bs.ch zur Verfügung.  


Das Hospice «Le Pré-aux-Boeufs»

Das Hospice «Le Pré-aux-Boeufs» definiert sich als Wohn- und Arbeitsort für Menschen mit sozialpsychiatrischen Problemen, die in ihrer jetzigen Situation mit den Anforderungen der Gesellschaft und der Arbeitswelt überfordert sind und auf herkömmliche Integrationsmassnahmen oder therapeutische Interventionen nur noch beschränkt reagieren können.

Das Hospice «Le Pré-aux-Boeufs» geht davon aus, dass diese Menschen ein sehr individuelles, niederschwelliges Wohn- und Beschäftigungsangebot benötigen, da sie in einem klar definierten Behandlungs- bzw. Betreuungsprogramm überfordert wären. 

Nicht immer sind ältere Suchtpatientinnen und –patienten in herkömmlichen Alters- und Pflegeheimen richtig aufgehoben. Im Sinne der Schadensminderung akzeptiert «Le Pré-aux-Bœufs» die Sucht und ermöglicht auch Suchtkranken, sich in den Heimalltag zu integrieren.

Website Hospice Le Pré-aux-Boeufs, Sonvilier


Machen Sie Ihr Projekt bekannt!

Haben oder kennen Sie innovative Projekte aus der Praxis im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen? Gerne stellen wir diese in einem der nächsten Newsletter vor.

Mail an praeventionsstrategien@bag.admin.ch

Neues aus der Politik

August 2019 - in dieser Rubrik erfahren Sie mehr zu zwei Bundesgerichtsentscheiden, neuen Vorstössen und zu weiteren relevanten Geschäften aus der Sommersession.

Aufhebung des Verkaufsverbots bei Snus

Snus darf neu in der Schweiz vertrieben werden. Die Aufhebung des Verkaufsverbots geht aus einem Bundesgerichtsentscheid vom 27. Mai 2019 hervor, der am 11. Juni 2019 veröffentlicht wurde.

Damit erfolgt die Legalisierung von Snus rascher als geplant. Diese war bereits im Entwurf des Tabakproduktegesetzes vorgesehen, der derzeit im eidgenössischen Parlament debattiert wird und 2022 in Kraft treten sollte.

In seinem Urteil vertritt das Bundesgericht den Standpunkt, dass Artikel 5 der Tabakverordnung nicht anwendbar ist. Dieser Artikel untersagt den Verkauf von Snus, der in der juristischen Fachsprache auch als «Tabakerzeugnis zum oralen Gebrauch» bezeichnet wird.

Der Verkauf von Snus wurde 1995 aus Gründen der öffentlichen Gesundheit untersagt, genau wie in der Europäischen Union, wo das Verbot weiter gilt. Damals sollte verhindert werden, dass ein neues, in der Schweiz noch unbekanntes Tabakprodukt auf den Markt kommt und neue Konsumentinnen und Konsumenten abhängig macht.

Der Bundesgerichtsentscheid ändert nichts an der Einschätzung des BAG in Bezug auf die gesundheitlichen Risiken. Snus macht rasch abhängig und erhöht das Risiko von Speiseröhrenkrebs sowie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.



Experimentierartikel in der SGK-N

Am 5. Juli hat die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats SGK-N die Beratung der gesetzlichen Grundlage zu den Pilotversuchen mit Cannabis begonnen. Sie hat sich für eine Verschärfung des Vorschlags des Bundesrats ausgesprochen. Zudem verlangt sie von der Verwaltung einen Bericht über den Jugendschutz im Bereich des Cannabiskonsums. 

Link auf die Medienmitteilung zum Experimentierartikel (2. Abschnitt)


Bundesgerichtsentscheid: Suchterkrankung kann IV-Rente begründen

Das Bundesgericht hat seine Rechtsprechung für die Beurteilung des Anspruchs auf eine IV-Rente bei Suchterkrankungen geändert. Neu muss geklärt werden, ob sich die Suchtmittelabhängigkeit auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt:

Link zum Bundesgerichtsentscheid zu IV-Renten bei Suchterkrankung


Kein Tabak-Sponsoring an der Expo 2020

Aussenminister Ignazio Cassis hat entschieden, dass der Tabakkonzern Philip Morris nicht wie geplant einer der beiden Hauptsponsoren des Schweizer Auftritts an der Expo 2020 in Dubai sein wird.

Zur Medienmitteilung


Ständeratskommission für neue Zigaretten-Werbeverbote

Zigarettenwerbung in der Presse und im Internet soll verboten werden. Das will die Gesundheitskommission des Ständerates (SGK). Sie versucht einen Kompromiss.

Zur Medienmitteilung der SGK


Neue Vorstösse aus der Sommersession

Tabak

Ip. Dobler. Kann sich der Bundesrat vorstellen das System der Gebühren/Subventionen für den Tabakanbau zu überdenken?
Curia vista


Cannabis

A. Molina. Stärkung der AHV durch Cannabis-Steuer. Curia vista


Bildung/Kinder/Jugendliche

Mo. Noser. Ombudsstelle für Kinderrechte Curia vista

Po. Wüthrich. Nationale Konferenz zur Frühen Förderung Curia vista


Diverse NCD/Sucht

Ip. Fehlmann Rielle. Gesamtschweizerisches Geldspielkonkordat: Gibt es eine Bundesaufsicht? Curia vista


Weitere relevante Geschäfte aus der Session
(SDA-Meldungen)

Alkoholwerbung:

Die Eidgenössischen Alkoholverwaltung soll Werbeentwürfe weiterhin kostenlos auf ihre Rechtmässigkeit prüfen. Das verlangt der Nationalrat vom Bundesrat. Er hat eine Motion von Lorenz Hess (BDP/BE) mit 129 zu 57 Stimmen angenommen. Hess will verhindern, dass künftig für die Vorprüfung Gebühren erhoben werden. Er ist überzeugt, dass das der Prävention schaden würde. Sonst werde in Zukunft Werbung geschaltet, die nicht den Regeln entspreche, sagte er. Das führe zu Rechtshändeln und Mehraufwand für die Verwaltung. Die Branche sei selber in der Lage, das Gesetz zu interpretieren, sagte Finanzminister Ueli Maurer. Der Vorstoss geht nun an den Ständerat.

Geldspiele:

Der Bundesrat muss keine Studie über die Entwicklung der Geldspielsucht vorlegen. Eine solche hatte Nationalrat Daniel Brélaz (Grüne/VD) mit einem Postulat verlangt. Brélaz äusserte die Befürchtung, dass die Spielsucht durch das neue Gesetz und die zusätzlichen Angebote gefördert werden könnte. Der Bericht sollte fundierte Erkenntnisse dazu liefern. Der Bundesrat hatte sich bereit erklärt, den Bericht zu verfassen. Einzig bei der Frist hatte Justizministerin Karin Keller-Sutter Vorbehalte, weil einige Massnahmen erst einige Jahre nach dem Inkrafttreten wirksam werden.

Wissen

August 2019 – In dieser Rubrik weisen wir auf relevante Studien oder anderes Wissenswertes hin.

Alkoholbedingte Hospitalisierungen bleiben stabil

Im Jahr 2016 behandelten Schweizer Spitäler mehr als 22000 Personen stationär mit der Diagnose «Alkoholintoxikation» oder «Alkoholabhängigkeit». Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 10 bis 23 Jahren waren es mehr als 1000 Personen, die aufgrund übermässigen Alkoholkonsums stationär behandelt werden mussten.

 

Neue Indikatoren zur Strategie Sucht auf dem Monitoringsystem MonAM

Seit Juni finden Sie auf MonAM neue Indikatoren aus der Strategie Sucht wie Regulierungen bei Alkohol und Tabak in den Kantonen, Verstösse gegen Betäubungsmittelgesetz wegen Handel, intravenöser Drogenkonsum oder Zahlen zu gesperrten Geldspieler/-innen.

www.monam.ch

Aus den Medien

August 2019 – In dieser Rubrik informieren wir über Medienbeiträge aus dem Suchtbereich.

Alkohol im Alter: Die stille Epidemie?

Die Sendung «Kontext» auf Radio SRF 2 beschäftigte sich am 16. Juli mit Alkohol im Alter: Sieben Prozent der 65 bis 75-jährigen in der Schweiz trinken chronisch risikoreich. Was sind die Gründe und wie kann man helfen?

Zur Sendung «Kontext»


Auch die Sendung Treffpunkt des SRF hat sich mit dem Thema Alkohol im Alter auseinandergesetzt:

Zur Sendung Treffpunkt

Agenda / Veranstaltungen

August 2019 – Veranstaltungen aus den Bereichen Sucht, NCD und psychische Gesundheit – tragen Sie sich die Daten in Ihrer Agenda ein!

 

Tagung zur Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung

Am 15. Oktober 2019 organisiert das BAG in der Welle 7 in Bern die Tagung zur Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung.

Weitere Informationen und Anmeldung


SuchtAkademie: «Human Enhancement» – Was hat das mit Sucht zu tun?

Die Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA führt am 19./20. September 2019 auf dem Monte Verità bei Ascona die SuchtAkademie 2019 durch. Das Thema Sucht wird in der Welt des selbstoptimierten Menschen betrachtet.

Website und Anmeldung SuchtAkademie


Forum SELF

Am 29.Oktober 2019 findet im Campus Liebefeld in Bern das Forum SELF statt. SELF ist die Plattform Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht und wird vom BAG verantwortet.

Programm und Anmeldung SELF


1. Luzerner Suchtforum «Das gönn ich mir jetzt»

Der Kanton Luzern organisiert am 7. November 2019 in Luzern ein Forum zum Thema «Genuss, schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit im Alter aus interdisziplinärer Perspektive»

Mehr erfahren zum 1. Luzerner Suchtforum


AT-Tagung 2019

Die Tagung findet am Donnerstag, 28. November 2019 im Hotel Kreuz in Bern statt.

Letzte Änderung 27.08.2019

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 88 24
E-Mail

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