«Onlinesucht» – Newsletter Sucht Nr. 1 - Mai 2018

Newsletter Nationale Strategie Sucht

Liebe Leserin, lieber Leser

«Fluch und Segen zugleich – das Smartphone»

Ich erledige viele meiner Einkäufe online, kaufe meine ÖV-Tickets via App, lese die Zeitung auf meinem Handy. Das Smartphone mit seinem einfachen Zugang zum Word Wide Web ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Doch wo hört der «normale» Nutzen auf, wo beginnt die Sucht? Bis heute gibt es keine allgemein anerkannte Definition von Onlinesucht. Der Begriff «Sucht» wird im Vergleich zu früheren Jahren zurückhaltender verwendet, weil eine medizinische Diagnose fehlt und der Begriff im öffentlichen Gebrauch häufig zu falschen Ängsten führt. Gleichzeitig hat sich in Fachkreisen kein einzelner Begriff als Konsens durchgesetzt. Zu diesem Schluss kommt der kürzlich erschienene Synthesebericht «Onlinesucht in der Schweiz». Für den Fall, dass die Internetnutzung schwierig wird, gibt es entsprechende Hilfsangebote. So können sich Betroffene von (Online-)Sucht und deren Angehörigen jederzeit kostenlos und anonym von Expertinnen und Experten auf www.safezone.ch per E-Mail, Chat oder Sprechstunde beraten lassen.

Haben Sie es gemerkt? Wir haben unseren Newsletter optisch und auch inhaltlich überarbeitet. Mit neuen Rubriken finden Sie sich künftig besser zurecht. Zudem werden die einzelnen Beiträge im Newsletter nur noch angeteasert und können bei Interesse vertieft gelesen werden. Die Gestaltung wurde vereinheitlicht. Gefällt Ihnen unser Newsletter? Dann freuen wir uns, wenn Sie ihn weiterempfehlen.

Save the date(s) – der nächste Stakeholderanlass Sucht findet am 6. September 2018 in Bern statt und der nächste gemeinsame NCD- und Sucht-Stakeholderanlass wird am 6. Mai 2019 durchgeführt. Er widmet sich dem Thema «Alter».

Ich wünsche Ihnen beschwingte erste Frühlingstage und viel Spass bei Aktivitäten, auch mal «offline», im sogenannten «real life».

Mirjam Weber

 

 

 

 

Herzliche Grüsse

Mirjam Weber, stellvertretende Leiterin Sektion Präventionsstrategien,
Leiterin Sucht-Strategie

Themenübersicht

Massnahmen

Mai 2018 - Suchtpolitik ist ein dynamisches Feld, das sich ständig neuen Herausforderungen stellen muss, etwa veränderten Verhaltensmustern und Konsumtrends.

Alkoholpräventionsgesuche: Aufruf für reguläre und Kleinprojekte

Der Bund kann aufgrund Art.43a Alkoholgesetz Präventionsprojekte im Bereich Alkohol unterstützen. Reguläre Gesuche für das Jahr 2019 können bis zum 15. Juni 2018 eingereicht werden.

Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit in einem vereinfachten Verfahren ein Kleinprojekt einzugeben. Kleinprojekte sind Projekte, deren Gesamtkosten CHF 40'000 nicht übersteigen und die durch den Fonds mit maximal CHF 20'000 unterstützt werden. Das Eingabedatum für Kleinprojekte ist der 15. September. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite «Alkoholpräventionsgesuche».

Konzept für die frühkindliche Prävention

Das Bundesamt für Gesundheit BAG ist sich bewusst, dass Prävention in der frühen Kindheit eine grosse Bedeutung hat. Deshalb hat es ein Konzept für die frühkindliche Prävention aus gesundheitspolitischer Sicht entwickelt. Grundlagen für das Konzept bildeten ein Runder Tisch mit wichtigen Akteuren aus dem Frühbereich sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Ziel ist es, die Kantone, Fachorganisationen und weitere Akteure mit den Erkenntnissen aus dem Konzept in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Der Fokus der Massnahmen liegt auf drei Handlungsebenen:

  • Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit der Akteure in der Fachwelt und Verwaltung,
  • Förderung der Forschung, und
  • Sensibilisierung von Bevölkerung und Entscheidungsträgerinnen und -träger.

Das Konzept wird zurzeit mit Partnern diskutiert und validiert. Parallel dazu werden erste Massnahmen umgesetzt. So werden in einem Forschungsprojekt bestehende gesundheitsrelevante Daten (Schwangerschaft bis 4 Jahre) erhoben sowie Wissen zur Erreichbarkeit von Familien in vulnerablen Faktoren zusammengetragen. Erste Resultate werden im Spätsommer 2018 erwartet. Am 19. November 2018 werden Konzept und Massnahmenplan an der Tagung zur nationalen Politik der frühen Kindheit vorgestellt, die am Campus BAG stattfindet (organisiert vom Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz).

Rückblick auf die interprofessionelle Fachtagung in der Früherkennung und Behandlung vulnerabler Jugendlicher vom 8. März 2018

Jugendliche sind mit grossen Veränderungen und der Suche nach ihrer Identität konfrontiert. Die meisten von ihnen bewältigen die Herausforderungen dieser Lebensphase erfolgreich. Einige brauchen dabei jedoch Unterstützung, da sie aufgrund bestimmter Merkmale, Risikoprozesse oder Erkrankungen besonders vulnerabel sind und durch ihren Substanzkonsum oder ihr Verhalten auffallen.

Am 8. März 2018 haben sich Fachpersonen aus den Bereichen Suchthilfe, Jugend- und Erziehungsberatung, der Psychiatrie und verschiedenen regionalen Gesundheitsfachstellen in Biel zum Austausch über Früherkennung und Behandlung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen getroffen. Das Ziel der Tagung, die vom Fachverband Sucht und GREA organisiert und vom BAG unterstützt wurde, war es, die Fachpersonen über die Professions- und Institutionsgrenzen zu vernetzen und verschiedene Ansätze und Modelle kennenzulernen. Es wurden mehrere Workshops zu verschiedenen Methoden und Themen angeboten, von Flüchtlingen über Spielsucht bis zu systemischer Therapie.

Höhepunkt war der Beitrag von Isaak Vred und Rachel van der Meer aus Rotterdam. Sie stellten ihr Konzept zur Behandlung von alkohol-, drogen- oder spielsüchtigen Jugendlichen (12 -24 Jahre) vor. Der Ansatz der Reha-Klinik ist das Contingency Management, welches mit positiver Verstärkung und Impulskontrolle arbeitet. Jede/-r Jugendliche bekommt zu Beginn einen Coach (Bezugsperson) zugeteilt. Korrektes Verhalten wird belohnt und ein Alltagsleben ohne Konsum wieder erlernt. Die Jugendlichen durchlaufen verschiedene Stufen vom Eintritt bis zum Austritt der Reha-Klinik und mit jeder Phase steigt die Verantwortung - gleichzeitig auch ihre Freiheit.

Das Fazit dieser lebhaften und praxisbezogenen interprofessionellen Fachtagung: Es braucht in der Schweiz spezifische Angebote für die Lebensphase «junge Erwachsene» (18- bis 25-Jährige). Die Weiterbildung von Fachpersonen und ein regelmässiger interprofessioneller Austausch sind zentral für eine gute Versorgungslandschaft. Zudem besteht ein Handlungsbedarf in der Früherkennung und Frühintervention von psychischen Problemen. Das BAG wird diese Anliegen in seinem neuen Rahmenkonzept zur Früherkennung und Frühintervention berücksichtigen, welches sich zurzeit in Arbeit befindet.

Isaak Vred und Rachel van der Meer
Isaak Vred und Rachel van der Meer
Petra Baumberger und Marie Cornut
Petra Baumberger und Marie Cornut
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion
Aus der Praxis

Mai 2018 - Im Jahr 2018 stellen wir praxisnahe Projekte im Bereich Sucht und Prävention aus der Schweiz und dem Ausland vor, die darauf abzielen, die Chancengleichheit bei sozioökonomisch Benachteiligten und/oder Migrantinnen und Migranten zu erhöhen.

Soziale Ungleichheit, also die ungleiche Verteilung materieller und immaterieller Ressourcen in einer Gesellschaft, hat einen grossen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Der Zugang zu Ressourcen und deren Verteilung wird meist entlang von Unterschieden im sozioökonomischen Status, also Unterschieden hinsichtlich Bildung, beruflichem Status und Einkommen, beschrieben.

Projekt «Pa-paRat»

Gerne möchten wir auf das Projekt «Pa-paRat» der Stiftung Berner Gesundheit hinweisen. Pa-paRat ist ein Angebot für Väter mit Migrationshintergrund. In der Gruppe diskutieren sie Fragen zur Gesundheit sowie Erziehung und tauschen sich mit anderen Vätern aus. Die Moderatoren stammen aus unterschiedlichen Sprachregionen und Kulturen und können sich mit den Teilnehmern in ihrer Muttersprache unterhalten – oder bei gemischten Gruppen in Deutsch und Französisch. Pa-paRat umfasst zwei Veranstaltungen und die Teilnahme ist kostenlos.

Projekt «Bleib dran»

Ein weiteres interessantes Projekt ist «Bleib dran» von Akzent Luzern. Kinder aus suchtbelasteten Familien sind vielen Risikofaktoren ausgesetzt. Aufgrund der Familiensituation weisen sie ein erhöhtes Risiko auf, später selber eine Abhängigkeit zu entwickeln. Um Kindern dauerhaft zu helfen, bedarf es auch eines Veränderungsprozesses innerhalb der Familie und die Stärkung von wichtigen Bezugspersonen in ihrem sozialen Umfeld. Akzent bietet verschiedene Angebote zum Thema an, so zum Beispiel eine Themenbox für Gespräche mit (suchtbelasteten) Eltern, einen Leitfaden zur Frühintervention in der familienergänzenden Kinderbetreuung und/oder Weiterbildungen für Fachpersonen und Nahestehende.

Haben Sie innovative, erfolgreiche Projekte im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention bei sozioökonomisch Benachteiligten und/oder Migrantinnen und Migranten umgesetzt? Wenn ja, dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Wissen

Mai 2018 - In dieser Rubrik weisen wir auf relevante Studien im Suchtbereich hin.

Synthesebericht Onlinesucht

Der Fachverband Sucht (FS) und der Groupement Romand d’Etudes des Addictions (GREA) erhielten vom BAG den Auftrag, eine ExpertInnengruppe zu konstituieren und zunächst für den Zeitraum von 2013 bis 2016, mit anschliessender Verlängerung von 2016 bis 2018 zu koordinieren. Aus den Arbeiten der ExpertInnengruppe entstehen periodische Syntheseberichte mit dem Ziel, die Entwicklungen im Bereich der problematischen Internetnutzung sowie Onlinesucht laufend zu beobachten, zu dokumentieren und zu beurteilen.

Der nun vorliegende Synthesebericht fasst die Erkenntnisse der Arbeiten der ExpertInnengruppe aus den Jahren 2016 und 2017 zusammen. Er beschreibt die Problemlast, den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen in der Prävention, Früherkennung und Frühintervention sowie der Behandlung und zeigt auf, wer betroffen ist. Er identifiziert neue Probleme und zeigt den Handlungsbedarf auf.

Problemlast epidemiologisch nur leicht grösser, aus Sicht der Fachstellen gewachsen

Während die Verbreitung der Internetnutzung in den letzten Jahren zugenommen hat, geht damit gemäss der verfügbaren epidemiologischen Daten keine Zunahme der Onlinesucht bzw. des problematischen Konsums einher – sie wird im Suchtmonitoring weiterhin bei rund einem Prozent der Bevölkerung verortet. Einzig bei den Jugendlichen zwischen 20 und 24 Jahren fand eine Zunahme statt. Die Mehrheit der, im Rahmen eine Umfrage, befragten Suchtfachstellen gehen jedoch davon aus, dass die Probleme im Zusammenhang mit Onlinesucht zugenommen haben.

Link zum Synthesebericht 2016 - 2018

Informationen zur problematischen Internetnutzung neu auf der BAG-Website

Weitere Informationen zum Thema «problematische Internetnutzung» sind neu auf der BAG-Website verfügbar. Nebst den periodischen Syntheseberichten sind auch Forschungsberichte, die durch das BAG in Auftrag gegeben wurden sowie eine Zusammenstellung nationaler und internationaler Literatur zum Thema aufgeschaltet.

Inhalt, Verlauf und Wirkfaktoren der E-Mailberatung von SafeZone.ch

Suchtberatung per E-Mail: Diese relativ junge Beratungsform hat das Internetportal SafeZone.ch seit 2014 etabliert. Welche Suchtverhalten werden in den E-Mails thematisiert? Wie verlaufen die E-Mailberatungen? Wie gestalten die Fachpersonen die E-Mailberatung, damit Suchtproblematiken angegangen werden können? Anders gesagt: Welche Wirkfaktoren werden in den E-Mailberatungen von SafeZone.ch angewandt? Antworten auf diese Fragen liegen in einer neuen Studie vor, welche die socialdesign ag im Auftrag des BAG durchgeführt hat

«Quantified Self» - Mittel gegen nichtübertragbare Krankheiten?

Die Studie ergab, dass «Quantified Self» (QS) mit neuen Technologien vor allem im Freizeitbereich und bei der Behandlung chronischer Krankheiten eingesetzt wird. In der Gesundheitsversorgung wird QS bisher eher zögerlich genutzt, weil die Kenntnisse fehlen oder weil Vorbehalte gegenüber Verlässlichkeit, Datenschutz und Genauigkeit der Geräte bestehen. Das Potenzial wird aber als hoch eingeschätzt. Im Freizeitbereich sind viele Apps und Wearables nicht optimal konzipiert und werden nach kurzer Zeit nicht mehr genutzt. Voraussetzung für eine wirksame Unterstützung angestrebter Verhaltensänderungen ist, dass die Apps evidenzbasierte Techniken einsetzen und professionell gestaltet sind.

Mit QS werden Zielgruppen erreicht, die sich mit anderen Angeboten weniger gut erreichen lassen (z.B. Rauchende, junge Personen oder Männer über 50 Jahre). Das Arzt-Patienten-Verhältnis verschiebt sich tendenziell hin zu mehr Selbstbestimmung und einer vermehrten Coaching-Rolle der Ärztinnen und Ärzte. Risiken von QS sind Diskriminierung bei der Krankenversicherung und mehr gesundheitliche Ungleichheit.

Die Studie, das Buch sowie die Kurzfassung auf DE, FR, IT und EN sind auf TA-SWISS und bei der vdf Hochschulverlag AG verfügbar.

Neues aus der Politik

Mai 2018 - In der Frühjahrssession 2018 wurden verschiedene Geschäfte und politische Vorstösse im Bundesparlament zu den Themen NCD, Sucht und psychische Gesundheit behandelt. Nachfolgend folgt eine entsprechende unkommentierte Zusammenfassung.

Geschäfte NCD/Sucht

Gesundheit

Der Ständerat will Studien mit Cannabis ermöglichen. Die Motion von Roberto Zanetti (SP/SO), die er am Donnerstag oppositionslos unterstützt hat, fordert einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz. Wegen mangelnder Rechtsgrundlagen erteilte das Bundesamt für Gesundheit BAG vergangenes Jahr keine Bewilligung für eine wissenschaftliche Studie zu Cannabis. Die Universität Bern hatte erforschen wollen, wie sich eine Legalisierung auf die Konsumenten und den Markt auswirkt. Im Nationalrat liegt das Thema ebenfalls auf dem Tisch, mehrere Vorstösse sind eingereicht. Die grosse Kammer wird nun auch über Zanettis Motion befinden.

Drogenpolitik

Der Ständerat hat beim Bundesrat eine Studie zur Drogenpolitik für das kommende Jahrzehnt in Auftrag gegeben. Die aktuelle Drogenpolitik sei immer noch vom Ansatz der neunziger Jahre geprägt, hatte Paul Rechsteiner (SP/SG) im Vorstoss argumentiert. Seither habe sich aber vieles verändert. Gerade beim Cannabis dränge sich eine neue Standortbestimmung auf. Der Bundesrat erklärte sich einverstanden mit der Forderung. Den Bericht will er gemäss seiner schriftlichen Antwort bis Ende 2019 vorlegen.

Fragen aus der Fragestunde

18.5153 Frage Flückiger. UNO und nicht übertragbare Krankheiten: Was sagt die Schweiz? Curia Vista

18.5033 Frage Herzog. Werden aus Gefängnissen bald Schönheitskliniken? Curia Vista

Neue Vorstösse aus der Session

BetmG / Cannabis / Drogen / (Alkohol)

18.3341 Ip Addor. Wiederherstellung von Kohärenz in der repressiven Drogenpolitik. Curia Vista

18.3200 Ip Marchand-Balet. Betäubungsmittelgesetz. Verfolgung geringfügiger Mengen Cannabis unter 10 Gramm. Curia Vista

18.3198 Ip Marchand-Balet. Legaler Cannabis mit einem THC-Gehalt von unter 1 Prozent. Curia Vista

18.3150 Mo Siegenthaler. Gleichbehandlung von Cannabis und hochprozentigem Alkohol. Curia Vista

18.3148 Mo Markwalder. Anbau und Export von medizinischem Cannabis. Curia Vista

Muskuloskelettale Erkrankungen

18.3369 Po. Béglé. Senkung der Gesundheitskosten durch Fokussierung auf muskuloskelettale Erkrankungen. Curia Vista

Prävention in der Gesundheitsversorgung

18.3077 Po Nantermod. Chronische Krankheiten: Begünstigungen für Betroffene, die die verschriebene Behandlung einhalten. Curia Vista

Sport

18.3019 Ip Bulliard-Marbach. Der Bund muss sportliche und kulturelle Aktivitäten im schulischen Bereich sicherstellen. Curia Vista

Kinder/Jugend

18.5141 Frage Amherd. Uno-Empfehlungen an die Schweiz zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention (KRK). Curia Vista

18.3216 Ip Töngi. Umsetzung der Empfehlungen aus dem Schlussbericht des Ausschusses für die Rechte der Kinder der Vereinten Nationen. Curia Vista

Ernährung

18.3276 Po Tornare. Kann Fastfood unser Immunsystem beeinträchtigen? Curia Vista

Chancengleichheit

18.3373 Ip Vogler. Umsetzung der Strategie Gesundheit2020. Stärkung der Chancengleichheit. Curia Vista                  

Diverses NCD/Sucht

18.1008 Anfrage Heim. Stand der Umsetzung WHO-Resolution zur Eliminierung von Hepatitis C. Curia Vista

18.3115 Mo Fraktion G. Erster Schritt zur Reduktion von Werbung bei der SRG. Curia Vista

Dienstleistungen zu Gunsten der Kantone

Mai 2018 - Die Kantone werden künftig mit verschiedenen Informationen zu den Strategien NCD, Sucht und psychische Gesundheit bedient, unter anderem mit einem Newsletter für die Kantone, einem Tabak- und Alkoholmonitoring, einem Medienspiegel und verschiedenen Plattformen zum Austausch der verschiedenen Akteure.

Das Bundesamt für Gesundheit BAG führte 2017 bei der Vereinigung der kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung in der Schweiz (VBGF) und der Konferenz der kantonalen Beauftragten für Suchtfragen (KKBS) eine Evaluation zu ihren Bedürfnissen und ihrem Bedarf bezüglich Umsetzung der neuen Strategien Sucht, NCD und psychische Krankheiten durch. Die Umfrage wurde an 56 Personen versendet, wovon 43 antworteten.

Aufgrund der Umfrage werden im Rahmen der nationalen Strategien Sucht und NCD die folgenden Dienstleistungen zur Unterstützung der Kantone angeboten:

Newsletter für die Kantone

Ab Mai 2018 wird viermal pro Jahr ein Newsletter an die Kantone versendet, welcher über Neuigkeiten zu den Themen Prävention von Sucht und NCD auf kantonaler und nationaler Ebene berichtet.

Tabak- und Alkohol-Monitoring

Weiterhin wird es auf der BAG-Webseite einen Überblick über kantonale Rechtsvorschriften in den Bereichen Alkohol und Tabak geben. Die Auflistung ist nach Kantonen gegliedert. Änderungen in den Rechtsvorschriften werden halbjährlich bei den Kantonen abgefragt und auf der Homepage aufgeschaltet.

Weitere Infos

Alkohol:
- Deutsch / En français / In italiano

Tabak:
- Deutsch / En français / In italiano

Medienspiegel

Ab Mai 2018 werden die beiden Medienspiegel «Alkohol und Tabak» ausgeweitet auf weitere Themen aus den Bereichen NCD und Sucht wie beispielsweise Verhaltenssüchte und illegale Drogen, aber auch betriebliches Gesundheitsmanagement und Prävention in der Gesundheitsversorgung. Für eine gute Übersicht können die Artikel nach Thema und Region gefiltert werden. Der Medienspiegel kann wöchentlich oder monatlich abonniert werden und erhält Artikel aus den regionalen- und nationalen Zeitungen, Online-News und Fernseh- und Radiosendungen.

Plattformen

Regionale Plattformen

Die regionalen Plattformen richten sich an kantonale Verwaltungen aus verschiedenen Departementen, ebenso an NGOs und Ligen und behandeln spezifische Risikofaktoren (Alkohol, Tabak, andere Substanzen) oder thematische Schwerpunkte (psychische Gesundheit, ältere Menschen, Setting) auf operationeller Ebene. Neu wird es jährlich vier regionale, halbtägige Plattformen geben, davon zwei in der Deutschschweiz, eine in der Romandie und eine örtlich relativ flexibel (z.B. auch im Tessin). Die ersten regionalen Tagungen finden im Herbst 2018 statt.


Strategische Plattform

Diese Tagung soll die Kantone auf strategischer Ebene bei der Umsetzung der Strategien NCD und Sucht unterstützen und ihnen beim Aufbau eines kantonalen NCD-Programms oder der Erarbeitung von verschiedenen Massnahmenbereichen helfen. Mögliche Themen sind beispielsweise Kommunikation, Politik oder Finanzen. Diese Veranstaltung wird erstmalig im Frühling 2019 durchgeführt.

Agenda / Veranstaltungen

Mai 2018 - In dieser Rubrik, die laufend ausgebaut wird, weisen wir auf spannende Veranstaltungen in den kommenden Monaten hin. Tragen Sie sich die Daten in Ihrer Agenda ein!

  • 6. September 2018: Stakeholderkonferenz Sucht im Stade de Suisse Bern – Einladung folgt
  • 30. Oktober 2018 (13.00 – 17.00 Uhr im BAG, Campus Liebefeld/Bern):
    Save the date für 1. nationales Plattform-Forum Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht. In einem Kooperationsprojekt von BAG und GELIKO (Schweizerische Gesundheitsligen-Konferenz) mit weiteren interessierten Partnern wurde 2017 ein Referenzrahmen zur Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht erstellt. Der Referenzrahmen wird zur Zeit auf Italienisch und Französisch übersetzt und Anfang Mai 2018 auf der BAG-Webseite publiziert werden. Für die Diskussion der nächsten Schritte in den kommenden Jahren hinsichtlich einer Stärkung der Selbstmanagement-Förderung in der Schweiz findet ein 1. Nationales Plattform-Forum Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht statt. Anmeldung bitte bis zum 17. September 2018 an diese Kontaktadresse .
Aus den Medien

Medienmitteilung «Schweiz startet Zusammenarbeit mit der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht»

Die Schweiz und die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) haben im September 2017 eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet. Nun wurden die Bereiche definiert, in denen künftig enger kooperiert werden soll. Das Arbeitsprogramm der nächsten Jahre wurde am 27. Februar 2018 von Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, und Alexis Goosdeel, Direktor des EMCDDA, in Bern unterzeichnet. Link zur Medienmitteilung

Letzte Änderung 04.12.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
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Tel. +41 58 463 88 24
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