Handlungsfeld Governance (G)

Das Handlungsfeld Governance übt eine Querschnittsfunktion aus. Es ist als eine Reihe strategischer Handlungsansätze zu verstehen, mit denen der Bund und seine Umsetzungspartner in den einzelnen thematischen Handlungsfeldern den Hebel ansetzen wollen, um das Globalziel – die Reduktion von healthcare-assoziierten Infektionen (HAI)  zu erreichen.

Strategisches Ziel

National einheitliche Standards und Richtlinien zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von HAI in Spitälern und Pflegeheimen sind erarbeitet und werden regelmässig aktualisiert. Die Akteure kennen ihre Aufgaben und Rollenteilung und kooridinieren ihre Aktivitäten. In Spitälern und Pflegeheimen bestehen Strukturen und Prozesse zur Reduktion von HAI. Die Strategieumsetzung wird mit geeigneten Werkzeugen und durch positive Anreize unterstützt. Ein Wissensaustausch im Bereich der Best Practices findet auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene statt.

Schlüsselmassnahmen

Evidenzbasierte und Best-Practice-orientierte Standards und Richtlinien erarbeiten (G-1)

Im Auftrag des Bundes erarbeiten Experten Empfehlungen für Richtlinien und Standards zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von HAI. Diese basieren auf wissenschaftlicher Evidenz (soweit vorhanden) und es wird auf ihre Umsetzbarkeit geachtet. Darauf gestützt können Behörden national einheitliche Empfehlungen und regionale oder lokale Ergänzungen verabschieden. Im Vordergrund stehen folgende Themen:

  • Mindestanforderungen zur Ausstattung an spezialisiertem Personal
  • Datenbedarf, Methoden und Standards für das Monitoring
  • Empfehlungen für die Datenverwertung
  • Aufgabenspezifische Kompetenzen und Lernziele

Aufgaben und Zuständigkeiten klären, Strukturen optimieren (G-2)

Wege zur Optimierung der aktuellen Rollenteilung werden aufgezeigt – auf der Grundlage der derzeit geltenden Verantwortlichkeiten und der vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen der Akteure. Bestehende Strukturen sind genutzt, konsolidiert und hinsichtlich Umfang und Ressourcenausstattung an die Umsetzung der Strategie NOSO angepasst.

Umsetzung mit geeigneten Werkzeugen und durch positive Anreize unterstützen (G-3)

Mit geeigneten Umsetzungshilfen weckt der Bund das Interesse von Spitälern und Pflegeheimen für die Anliegen der Strategie und erleichtert die einheitliche und ressourcenschonende Umsetzung. Die Kantone sollen die Umsetzung der ergriffenen Massnahmen auf ihrem Gebiet periodisch evaluieren und Massnahmen zur Reduktion von HAI als Kriterium in Aufsichts-, Planungs- und Bewilligungsprozessen berücksichtigen. Sicherheit und Qualität im Arbeitsalltag der Institutionen sollen zur Norm erhoben werden.  

Wissensmanagement: Wissen aufbauen und vermehren (G-4)

Dezentral vorhandenes Wissen wird zusammengetragen, zielgruppengerecht aufbereitet und öffentlich zugänglich gemacht. Der Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis wird sichergestellt und die internationale Zusammenarbeit aktiv vorangetrieben.

Umsetzungsbeispiele

Letzte Änderung 03.06.2019

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Übertragbare Krankheiten
Sektion Infektionskontrolle und Impfprogramme
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 87 06
E-Mail

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