Modul SSI Intervention (Surgical Site Infections)

Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen – englisch: Surgical Site Infections (SSI) – machen über einen Viertel der Spitalinfektionen aus. Viele wären mit einfachen praktischen Massnahmen vermeidbar. Swissnoso hat ein entsprechendes Modul entwickelt.

Skizze Notizen

Das von Swissnoso entwickelte Modul «SSI Intervention» setzt auf drei Ebenen an: Es optimiert wichtige Vorgänge in der Vorbereitung von Operationspatienten und -patientinnen (Haarentfernung, präoperative Hautdesinfektion und Antibiotikaprophylaxe), vereinfacht ihre Überwachung und wertet automatisch aus, ob das medizinische Personal die präventiven Massnahmen korrekt durchgeführt hat. Um Beobachtungen an den Prozessen zu erfassen, kommt die App «Clean Care Monitor» zum Einsatz. Ein weiteres Ziel von «SSI Intervention» ist es, in den teilnehmenden Spitälern die Organisationsstruktur in der Prävention postoperativer Wundinfektionen zu verbessern. Es soll klarer werden, wer wofür verantwortlich ist.

Modul steht allen Spitälern zur Verfügung

Die dreijährige Pilotphase konnte 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Erfreulicherweise verbesserte sich die Einhaltung der Massnahmen in den Spitälern in diesem Zeitraum von 56 auf 66 Prozent, doch war dieser Anstieg statistisch noch nicht signifikant. Das Modul verfolgt das Ziel die Wundinfektionen nach Operationen innert zweier Jahre um mindestens zehn Prozent zu senken. Seit Oktober 2018 steht das Programm allen Schweizer Spitälern zur Verfügung.

Letzte Änderung 03.05.2019

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