Newsletter «In den Kantonen» – Oktober 2019

Prävention in der Hausarztpraxis stärken


Liebe Leserin, lieber Leser,

Bei vielen Erwachsenen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren erhöht sich das Risiko für nichtübertragbare Krankheiten. Dies vor allem aufgrund ihres Verhaltens, beispielsweise, weil sie sich unausgewogen ernähren, kaum bewegen oder Suchtmittel konsumieren. Erwachsene in diesem Alter sind für die Prävention schwer erreichbar, sind aber oft mit Hausärztinnen und Hausärzten in Kontakt.
Den Kanal über die Hausärzte versucht der Kanton Tessin mit dem Projekt «Girasole» für die Prävention zu nutzen. Konkret bildet er Gesundheitsfachpersonen in Hausarztpraxen in motivierender Gesprächsführung weiter. Mit Hilfe dieser Technik motivieren, begleiten und bestärken die Gesundheitsfachpersonen ihre Patienten hin zu einem gesünderen Lebensstil.

Nun zeigt die Evaluation: «Girasole» wirkt (vgl. erster Beitrag im Newsletter). Patientinnen und Patienten haben dank dem Projekt ein gesteigertes Wohlbefinden, sind motiviert und übernehmen Verantwortung für die eigene Gesundheit – alles zentrale Aspekte der Gesundheitsförderung. Der Kanton Tessin wird weiterhin Hausärzte in motivierender Gesprächsführung ausbilden und sie in die kantonalen Netzwerke der Präventionsarbeit einbinden.

Die Prävention in der Gesundheitsversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der NCD-Strategie. Projekte wie «Girasole» geben Patientinnen und Patienten mehr Lebensqualität, vermindern eine allfällige Pflegebedürftigkeit und dämpfen die Kosten. Mit «Girasole» liefert der Kanton Tessin wertvolle Erfahrungswerte für andere Kantone, die in Zukunft ein ähnliches Projekt durchführen wollen.

Herzliche Grüsse 

 

Petra Bäriswyl

 

 

Herzliche Grüsse

Petra Baeriswyl
Co-Leiterin Sektion
Gesundheitsförderung und Prävention


Rubriken

Kantone

Prävention in der Gesundheitsversorgung

Kanton Tessin: Prävention in der Hausarztpraxis stärken

Zwischen 2014 und 2018 hat der Kanton Tessin das Projekt «Girasole» durchgeführt und Gesundheitsfachpersonen in Hausarztpraxen in motivierender Gesprächsführung weitergebildet. Die Evaluation zeigt: «Girasole» wirkt. Ein Vorher-Nachher-Vergleich bei 90 Patientinnen und Patienten zeigt den Erfolg: 28 Prozent gaben eine Verbesserung ihres allgemeinen Gesundheitszustandes an. Bei 52 Prozent ging der BMI zurück, 34 Prozent bewegten sich nach der Intervention mehr und 54 Prozent reduzierten ihre Sitzdauer. Sechs Patienten hörten auf zu rauchen.

Evaluationsbericht Girasole


NCD

Wie gesund ist die Bevölkerung in den Kantonen?

Inwiefern hat sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung in den Kantonen seit 1992 verändert? Welche intra- und interkantonalen Unterschiede lassen sich finden? Die kantonalen Gesundheitsreports des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan geben Antworten auf diese Fragen.

Zu den kantonalen Gesundheitsreports

Ostschweiz: Krebsliga baut Darmkrebs-Screening auf

Mit einem neuen Screening-Programm will die Krebsliga Ostschweiz die Hürden für die Darmkrebs-Vorsorge senken. Künftig fordert sie regelmässig alle Frauen und Männer zwischen 50 und 69 Jahren mit einem Brief zu einer Untersuchung oder zu einem Test auf. In einem ersten Schritt soll das neue Früherkennungsprogramm für Darmkrebs im Kanton St. Gallen eingeführt werden. Eine Übersicht, welche Kantone bereits Programme zur Früherkennung von Darmkrebs entwickelt haben, finden Sie auf der Website von Swiss Cancer Screening.

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NCD und Sucht

Kanton Solothurn: Internetplattform für Präventionsangebote

Mit der Internetplattform www.hebsorg.ch bietet der Kanton Solothurn eine umfassende Übersicht der Präventionsangebote im Kanton. Themen sind psychische und körperliche Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Gewalt, Sucht, Budget und Schulden.


Sucht

Kanton Basel-Stadt: Monitoringbericht zur Umsetzung der kantonalen Suchtpolitik

Ambulante Suchtberatungsstellen in Basel-Stadt werden am häufigsten aufgrund eines problematischen Konsums von Alkohol aufgesucht, oft auch wegen Cannabis- oder Kokainkonsum. Aktuelle Themen aus der kantonalen Suchtpolitik sind neue Regulierungsmodelle für Cannabis oder das neue Pilotprojekt zum stationären Drug-Checking für Freizeitkonsumierende.

Medienmitteilung des Kantons
Monitoringbericht Sucht 2019


Alter

Kanton Genf: Gesundheitspass für ältere Menschen

Wer von einem bewegungsarmen Lebensstil zu mässiger körperlicher Betätigung wechselt, wird im Schnitt vier Jahre später pflegebedürftig. Deswegen bieten die Vereine VIVA und «Cité générations» in der Stadt Genf in der Sommerzeit spielerische, abwechslungsreiche und gesellige Aktivitäten an, die ältere Menschen zur Bewegung motivieren. Den Gesundheitspass gibt es seit 2015. Nun ist eine Ausweitung auf weitere Regionen des Kantons Genf geplant.

Mehr Informationen zum Projekt «Gesundheitspass für ältere Menschen» (französisch)


Tabak, Nikotin

Kanton Wallis: Stopgether. Im November höre ich gemeinsam auf.

Gesundheitsförderung Wallis und ihre Partner koordinieren «Stopgether», ein neues digitales und kostenloses Rauchentwöhnungsprogramm für die ganze Schweiz. Das Programm soll möglichst viele Menschen ermutigen, am 1. November mit dem Rauchen aufzuhören. Stopgether bereitet auf das Aufhören vor und begleitet die Teilnehmer für einen Monat des Aufhörens.

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Kanton Basel-Land: E-Zigaretten sollen ins Tabakgesetz

Der Regierungsrat schlägt vor, die Motion «Jugendschutz auf E-Zigis & Co. ausweiten» von Landrätin Sara Fritz (EVP) umzusetzen. Die Bestimmungen des kantonalen Alkohol- und Tabakgesetzes sollen dafür entsprechend erweitert werden. E-Zigaretten, legales Cannabis und alle nikotinhaltigen Produkte sollen herkömmlichen Tabakwaren gesetzlich gleichgesetzt werden.

Zur Motion
Medienmitteilung des Regierungsrates


Verhaltenssüchte

Kanton Luzern will kleine Pokerturniere erlauben

Im Kanton Luzern sollen kleine Pokerturniere neu auch ausserhalb der Spielbanken durchgeführt werden dürfen. Der Regierungsrat begründete den Entscheid damit, dass es sich um ein Kleinspiel mit wenig Suchtpotenzial handle. Voraussetzung für ein zulässiges kleines Pokerturnier sei, dass das Spiel im Vordergrund stehe.

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Kanton Freiburg veröffentlicht Studie «GenerationFRee» zu Spielsucht

In Zusammenarbeit mit dem Interkantonalen Programm zur Bekämpfung der Spielsucht veröffentlicht der Kanton Freiburg einen Abschlussbericht der Längsschnittstudie über Glücksspielprobleme bei Jugendlichen (15-24 Jahre). Die Ergebnisse dieser in der Schweiz einzigartigen Studie zeigen, dass solche Spiele fest zum Leben der Jugendlichen gehören, ihre Eltern sich dieser Tatsache jedoch nur selten bewusst sind. Aus diesem Grund müssen die Erwachsenen stärker sensibilisiert werden.

Mehr Informationen
Zur Studie «GenerationFRee» (französisch, Zusammenfassung deutsch)


Kindheit & Jugend

Kanton Wallis: «Escape Addict» evaluiert

«Escape Addict» ist ein neues, innovatives und zweisprachiges Präventionstool für Jugendliche in der Orientierungsstufe. Mit einem experimentellen Präventionsansatz werden die Schülerinnen und Schüler in Situationen versetzt, die sie im Alltag erleben oder wahrscheinlich erleben werden. Mit «Escape Addict» tauschen sie sich über verschiedenen Substanzen, Konsumarten und Suchtprobleme aus.
Nach einem Jahr und 3'000 Teilnehmenden zeigt die Evaluation insbesondere, dass «Escape Addict» bei jungen Menschen das Interesse an der Suchtprävention weckt und sichtbare Auswirkungen auf den Wissenserwerb hat.

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Bund

NCD und Sucht

Jahresberichte 2018 zu den Strategien Sucht und NCD

Die Nationale Strategie Sucht, die Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) sowie die Massnahmen im Bereich «Psychische Gesundheit» wurden 2018 unter dem Themenschwerpunkt «Gesundheitliche Chancengleichheit» umgesetzt. Das BAG führte zwei Stakeholderkonferenzen zu diesem Thema durch und publizierte eine Broschüre mit Zahlen und Fakten sowie eine spectra-Ausgabe.

Jahresbericht 2018 Strategie NCD

Jahresbericht 2018 Strategie Sucht


Sucht

Menschen mit einer Abhängigkeit erhalten Zugang zur IV

Anfang August publizierte das Bundesgericht einen wegweisenden Entscheid: Personen mit einer Abhängigkeit können Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (IV) erhalten. Wie bei psychischen Erkrankungen soll anhand eines Verfahrens geklärt werden, ob sich die Abhängigkeit auf die Arbeitsfähigkeit der betroffenen Person auswirkt. Mit diesem Entscheid geht die Rechtsprechung nicht mehr davon aus, dass eine Person mit einer Abhängigkeit ihren Zustand selber verschuldet hat und eine Abhängigkeit mit einem Entzug in jedem Fall beendet werden kann.

Medienmitteilung des Bundesgerichts

Urteil des Bundesgerichts


Tabak & Nikotin

Ja zu verschiedenen Werbe- und Verkaufsverboten für Tabakprodukte

Der Ständerat hat am 26. September das Tabakproduktegesetz (TabPG) zu Ende beraten. Er stimmt den Anträgen der Gesundheitskommission zu. Das Gesetz sieht das zusätzliche Werbeverbot für Zigaretten in der Presse und im Internet vor und soll den minimalen Anforderungen der Tabakkonvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genügen. Ausserdem sollen keine Tabakprodukte an Minderjährige mehr verkauft werden. Zusätzlich hat der Ständerat eine Motion an den Bundesrat überwiesen, E-Zigaretten zukünftig der Tabaksteuer zu unterstellen. Nächstes Jahr äussert sich der Nationalrat zur Vorlage.

Protokoll der Beratung im Ständerat

SDA-Meldung der Parlamentsseite

Medienmitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz

Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» eingereicht

Die eidgenössische Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» wurde am 12. September eingereicht und befindet sich nun in der Auszählung der Stimmen. Das Volksbegehren strebt eine stärkere Einschränkung von Werbung, Sponsoring und Promotionen für Tabakprodukte an, so dass Kinder und Jugendliche damit nicht mehr erreicht werden können. Zudem will die Initiative, dass Substitutionsprodukte wie E-Zigaretten mit herkömmlichen Tabakwaren gleichgestellt werden.

Die Initiative im Wortlaut

Medienmitteilung der Trägerschaft der Initiative

Aufhebung des Verkaufsverbots bei Snus

Snus (Mundtabak) darf neu in der Schweiz vertrieben werden. Die Aufhebung des Verkaufsverbots geht aus einem Bundesgerichtsentscheid vom 27. Mai 2019 hervor, der am 11. Juni 2019 veröffentlicht wurde.  Damit erfolgt die Legalisierung von Snus rascher als geplant.  Diese war bereits im Entwurf des Tabakproduktegesetzes vorgesehen, der derzeit im eidgenössischen Parlament debattiert wird und 2022 in Kraft treten sollte.

Der Bundesgerichtsentscheid ändert aber nichts an der Einschätzung des BAG in Bezug auf die gesundheitlichen Risiken. Snus macht rasch abhängig und erhöht das Risiko von Speiseröhrenkrebs sowie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Informationsschreiben des BAG


Cannabis

Abbau der bürokratischen Hürden zur vereinfachten Verwendung von Cannabisarzneimitteln

Der Bundesrat möchte den Zugang zu Behandlungen auf der Grundlage von Medizinalcannabis erleichtern. Betroffene sollen durch die vorgesehene Revision des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) ohne bürokratischen Aufwand zu der ihnen zustehenden Therapie mit geprüftem Cannabis kommen. Als zusätzliche positive Begleiterscheinung wird der administrative Aufwand für Fachpersonen aus der Medizin und für die Behörden massiv erleichtert. Die Vernehmlassung endet am 17. Oktober 2019.

Medienmitteilung des Bundesrats

Zum erläuternden Bericht


Experimentierartikel für Cannabisstudien: Viel Widerstand in der Gesundheitskommission

Die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Durchführung von wissenschaftlichen Studien zum gesellschaftlichen Umgang mit Cannabis hat in der nationalrätlichen Gesundheitskommission (SGK-N) einen schweren Stand. Die Mehrheit der SGK-N wünscht in Abweichung zur bundesrätlichen Vorlage, dass Schulen und Arbeitgebende über eine Teilnahme ihrer Schülerinnen und Schüler oder Arbeitnehmenden an wissenschaftlichen Studien zum gesellschaftlichen Umgang mit Cannabis informiert werden. Gemäss einer Minderheit birgt dies die reale Gefahr, dass das Teilnehmendenfeld stark geschmälert wird und die Studien damit an Aussagekraft und Realitätsnähe verlieren.

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Zur Medienmitteilung der SGK-NR vom 5. Juli 2019  


Verhaltenssüchte

Behörden verhängen erste Netzsperren

Die Schweizer Behörden haben erste Sperren gegen Geldspiele im Internet verhängt. Gesperrt werden über 60 ausländische Lotterien und Sportwetten sowie rund drei Dutzend Online-Casinos, wie dem Bundesblatt zu entnehmen ist. Das Geldspielgesetz ist seit Anfang Jahr in Kraft, die Bestimmungen zu den Netzsperren seit 1. Juli 2019. Online-Geldspiele sind demnach mit Bewilligung zulässig, jedoch nur solche von Anbietern mit Sitz in der Schweiz.

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Städte

Alkohol

Chur will sein Polizeigesetz entschärfen

In Chur sieht das Polizeigesetz ein Alkoholkonsumverbot auf öffentlichem Grund vor, dies im Siedlungsgebiet zwischen 00.30 Uhr und 07.00 Uhr. Nun will der Stadtrat im Rahmen einer Totalrevision des Polizeigesetzes das nächtliche Alkoholkonsumverbot aufheben. Aufgrund der geringen Anzahl geahndeter Widerhandlungen und des teilweise problematischen Vollzugs sei auf das Alkoholkonsumverbot zu verzichten. Zudem habe insbesondere die Information und Sensibilisierung durch Polizeipräsenz sowie eine konstruktive Zusammenarbeit mit der sozialen Jugendarbeit zu einer Reduktion von übermässigem Alkoholkonsum im öffentlichen Raum geführt.

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Illegale Drogen

In Basel startet ein Pilotprojekt zum stationären Drug-Checking

Seit dem 22. Juli 2019 können volljährige Personen in Basel erstmals anonym Substanzproben (Partydrogen) zur Analyse abgeben und sich beraten lassen. Der Check soll die gesundheitlichen Risiken für die Konsumierenden minimieren. Das Pilotprojekt dauert drei Jahre und wird regelmässig evaluiert. Es ist eine Ergänzung zu punktuellen mobilen Drug-Checking-Einsätzen, die unter „Safer Dance Basel“ bekannt sind.

Medienmitteilung des Gesundheitsdepartements Basel

Zum Pilotprojekt

Drug-Checking nun auch in Luzern

Mit dem geplanten Drug-Checking-Angebot in der Stadt Luzern sollen Partygänger über die gesundheitlichen Folgen des Drogenkonsums aufgeklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit für kostenlose Drogentests. Federführend beim Pilotprojekt ist der Verein Kirchliche Gassenarbeit Luzern. Der Bericht zum Konsum psychoaktiver Substanzen im Luzerner Nachtleben von Infodrog liefert Grundlagen für Empfehlungen und Massnahmen im Umgang mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen.

Zum Bericht

Zeitungsartikel zum Thema

Netzwerke

Kindheit und Jugend

Projektförderung für «Schule handelt»

Mit dem Angebot «Schule handelt – Stressprävention am Arbeitsort» verbessern Schulen nachhaltig die psychische Gesundheit ihrer Angestellten. Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt Schulen, welche «Schule handelt» umsetzen, finanziell. Ein einfacher Antrag kann bei Radix eingereicht werden.

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Public Health Schweiz verabschiedet ein Manifest Kinder- und Jugendgesundheit

Gesundheitsförderung und Prävention haben in der Kindheit und Jugend besonders grosses Potenzial. In diesen Lebensphasen finden grosse Entwicklungsschritte statt, die sehr stark durch die Umwelt des Kindes geprägt werden. Am 29. August 2019 wurde im Rahmen der Swiss Public Health Conference ein Manifest zu Kinder- und Jugendgesundheit verabschiedet. Dieses macht auf Lücken und Chancen in der Kinder- und Jugendgesundheit aufmerksam. Es thematisiert Gefahren in der Adoleszenz und fordert eine zeitgemässe Suchtprävention sowie einen wirksamen Jugendschutz.

 


Alter

Förderung der sozialen Teilhabe im Alter in Gemeinden

Ältere Menschen, die sich einsam fühlen, leiden häufiger unter depressiven Symptomen, Schlafstörungen und erhöhtem Stress. Zudem erkranken sie eher an Demenz (bzw. Alzheimer-Krankheit). Mit einem Planungsleitfaden, der im September 2019 veröffentlicht wurde, will Gesundheitsförderung Schweiz die Gemeinden bei der Förderung der sozialen Teilhabe unterstützen.

Planungsleitfaden «Förderung der sozialen Teilhabe in Gemeinden»

Mehr Informationen zur sozialen Teilhabe


Wie erreichen wir Männer 65+?

Männer altern anders als Frauen. Auch ihr Gesundheitsverhalten unterscheidet sich von demjenigen der Frauen im gleichen Alter. So sind zum Beispiel die Männer 65+ in vielen Kursen der Gesundheitsförderung im Alter stark untervertreten. Um dem entgegenzuwirken, hat Gesundheitsförderung Schweiz einen Leitfaden für die Praxis entwickelt, der diesen Sommer aktualisiert neu aufgelegt wurde und mit dessen Hilfe Institutionen aus dem Gesundheitsbereich Männer ab 65 Jahren besser erreichen sollen.

Praxisleitfaden «Wie erreichen wir Männer 65+?»

Mehr Informationen zur Erreichung von Männer 65+


Sucht

Materialien für Asylsuchende bei Suchtproblemen

Menschen, die Asyl beantragen, sind verletzlich in ihrer psychischen Gesundheit und haben ein erhöhtes Risiko für problematischen Suchtmittelkonsum. Doch die Suchtprävention erreicht Asylsuchende bis heute zu wenig. Ein Angebot von Sucht Schweiz in Zusammenarbeit mit Fachkräften im Asylbereich möchte dies ändern. Um Asylsuchende besser zu erreichen, wurden Informationen zum Thema Sucht in drei Landessprachen sowie in sieben weitere Sprachen übersetzt. In einem neuen Leitfaden von Sucht Schweiz erfahren Fachkräfte, wie sie im Berufsalltag professionell auf das Thema Sucht reagieren können.

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Revision des Referenzsystems QuaTheDA

Das Referenzsystem zur QuaTheDA-Norm wird routinemässig alle 6 bis 8 Jahre überprüft und neuen Gegebenheiten und Entwicklungen angepasst. Per 2020 steht nun erneut eine Überprüfung und Neuauflage des Referenzsystems an. Diese Revisionsarbeiten sind nun fast abgeschlossen. Das Ziel ist, die Norm soweit möglich zu verschlanken sowie neuen Entwicklungen im Suchthilfebereich und aktuellen Standards des Qualitätsmanagements anzupassen.

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Tabak & Nikotin

Schadenminderung bei Tabakkonsum

Jedes Jahr sterben laut WHO acht Millionen Menschen an den Folgen von Tabakkonsum, darum fordert die Organisation im «WHO Report on the Global Tobacco Epidemic 2019» mehr Hilfe bei der Entwöhnung. Wie mit den Folgen des Tabakkonsums umgegangen werden soll, ist umstritten.

Ein Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung wirft die Frage auf, ob Schadensminderung Teil der Public-Health-Strategie zur Tabakbekämpfung sein kann. Die Autoren beziehen sich dabei auf ein Paper der European Respiratory Society ERS zu Tobacco Harm Reduction, in welchem sieben Argumente vorgestellt werden, warum Schadensminderung nicht als Strategie zur Tabakbekämpfung auf Populationsebene eingesetzt werden sollte. Im Gegensatz dazu haben die Schweizer Suchtfachverbände bereits Ende 2017 in einem Positionspapier empfohlen, dass bisherige Tabakpräventionspolitik um den Aspekt der Schadenminderung zu ergänzen ist.

Die Ergebnisse eines Reviews zum aktuellen Forschungsstand zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigen: E-Zigaretten sind im Vergleich zu Tabakzigaretten weniger schädlich, aber trotzdem keine harmlosen Konsumprodukte. Neben einem gesundheitsgefährdenden Potenzial bergen zumindest die nikotinhaltigen Produkte ein Abhängigkeitspotenzial.

International

Vulnerable Gruppen

WHO-Bericht über gesundheitliche Chancengleichheit in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte im September 2019 zum ersten Mal einen Sachstandsbericht über gesundheitliche Chancengleichheit. Der Bericht zeigt, dass in den 53 Ländern der europäischen Region gesundheitliche Benachteiligungen unverändert geblieben sind oder sich sogar noch verschärft haben. Eine der wichtigsten Erkenntnisse betrifft die sozioökonomische Dimension: Im Vergleich zur obersten Einkommensgruppe melden nahezu doppelt so viele Frauen und Männer in der untersten Einkommensgruppe Erkrankungen, die ihre Fähigkeit zur Ausübung alltäglicher Aktivitäten einschränken.

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Zusammenfassung des Berichts


Illegale Drogen

Europäischer Drogenbericht 2019

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) hat den jährlich erscheinenden Drogenbericht mit aktuellen Daten zur Situation illegaler Drogen in Europa sowie mit Daten aus Norwegen und der Türkei veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick über die neuesten Zahlen zu Drogenkonsum und Trends, Angebot und Märkten sowie Schadensminimierung und Behandlung.

Zum Bericht

Zur Medienmitteilung der EBBD
 

Kokain-Produktion weltweit auf historischem Höchstwert

Der «World Drug Report 2019» stellt fest, dass im Jahr 2017 weltweit rund 271 Millionen Menschen Drogen konsumiert haben. Rund 35 Millionen Personen waren drogenabhängig, aber nur jede siebte Person hatte Zugang zu einer Behandlung. Der nicht-medizinische Gebrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten nimmt zu, insbesondere in Afrika und in den USA ist er weit verbreitet. Das sind zentrale Ergebnisse des von der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) veröffentlichten Berichts.

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Executive Summary (in Englisch)


Cannabis

Niederlande testen «Staatsmarihuana» in mehreren Städten

Die niederländische Regierung will den Handel mit Cannabis weiter entkriminalisieren. In zehn Städten wird ab 2021 der Verkauf aus legalem Anbau erprobt. Die Regierung will mit dem Experiment feststellen, ob auf diese Weise die Drogenkriminalität sowie gesundheitliche Schäden durch mangelnde Qualität aus nicht kontrolliertem Anbau eingedämmt werden können.

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Tabak & Nikotin

Österreich: Das Rauchverbot in der Gastronomie kommt doch noch

Das umstrittene Rauchverbot in der Gastronomie, das bereits im Jahr 2015 beschlossen wurde und im Mai 2018 in Kraft treten sollte, wurde Ende 2017 wieder rückgängig gemacht. Nun kommt nach dem Scheitern der Regierungskoalition der umfassende NichtraucherInnenschutz doch noch und gilt in allen Lokalen (ausgenommen Freiflächen). Das Verbot tritt per 1. November 2019 in Kraft. Ab diesem Datum ist das Rauchen künftig an allen öffentlichen Orten Österreichs verboten, in denen Speisen und Getränke hergestellt, verarbeitet, verabreicht oder konsumiert werden. Das Verbot gilt auch für Shishas und E-Zigaretten.

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Gesetzliche Änderung im Detail
 

Mehrere amerikanische Städte und Staaten verbieten elektronische Zigaretten

Am 23. September hat Massachusetts als erster US-Bundesstaat den Verkauf aller elektronischen Zigaretten vorerst vollständig verboten. Das Verbot gilt bis zum 25. Januar 2020 und wurde eingeführt, nachdem in den USA hunderte Menschen nach dem Konsum von E-Zigaretten Lungenerkrankungen erlitten. Die Bundesstaaten Michigan und New York hatten kürzlich bereits ein Verbot von aromatisierten E-Zigaretten verhängt.
Um die Jugend zu schützen, hatte San Francisco bereits Ende Juni ein E-Zigaretten-Verbot erlassen.

PULS-Beitrag zum Thema

Agenda

Schulkongress «Bewegung & Sport», 25.–27. Oktober 2019, Magglingen

Der Schulkongress «Bewegung & Sport» bietet Referate, Workshops und Module für interessierte Lehrende vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II, organisiert vom SVSS (Schweizerischer Verband für Sport in der Schule). Wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen «Bewegte Schule», «Sportunterricht» und «Eigene Bewegung und Sport» werden in rund 90 Modulen praxisnah präsentiert.
Mehr Informationen zum Schulkongress «Bewegung und Sport»

Forum SELF, 29. Oktober 2019, Bern

SELF ist die Plattform Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht und wird vom BAG verantwortet. Am Forum SELF werden Good Practice zur Selbstmanagement-Förderung vorgestellt und diskutiert.
Programm und Anmeldung

1. Luzerner Suchtforum «Das gönn ich mir jetzt», 7. November 2019, Luzern

Die Tagung unter dem Motto «Das gönne ich mir jetzt» beleuchtet Genuss, schädlichen Gebrauch und Abhängigkeit im Alter aus verschiedenen Blickwinkeln des Alters und Alterns, der Forschung, der Beratung und Behandlung von älteren Menschen.
Mehr Informationen zum Suchtforum «Das gönn ich mir jetzt»

Tagung «Work-Life aus der Balance – Sucht, Stress, Hirndoping – psychische Gesundheit am Arbeitsplatz», 14. November 2019, Basel

Das Forum für Suchtfragen möchte einen Einblick in die Thematik Sucht am Arbeitsplatz geben. Neben gesundheitlichen und rechtlichen Aspekten werden auch praxisorientierte Ansätze im Umgang mit dieser Herausforderung für Arbeitgeber und -nehmer aufgezeigt. Abschliessend wird das Thema Hirndoping in der Arbeitswelt
beleuchtet. Die Veranstaltung wird vom Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel durchgeführt.
Mehr Informationen zur Tagung «Work-Life aus der Balance»

atf-Fachtagung «Nonverbale Methoden zur Alkoholentwöhnung», 14. November 2019, Zürich

Die aktuelle Forschung macht zunehmend deutlich, dass für die Entstehung abhängigen Verhaltens neben den verbal präsentierten Inhalten vor allem auch unbewusste und automatisierte Prozesse verantwortlich sind. Wie diese Prozesse zur Entstehung von Abhängigkeit beitragen und welche Methoden zur Verfügung stehen, diese zu verändern, ist Thema der diesjährigen Fachtagung von Alkoholismus Therapieforschung Schweiz atf.
Einladung zur Fachtagung «Nonverbale Methoden zur Alkoholentwöhnung»

Abschlusstagung der EKSF «Suchtpolitik Schweiz – Mission und Vision», 26. November 2019, Luzern

Die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen (EKSF) wird per Ende 2019 aufgelöst. Anstelle der bisher drei Kommissionen Eidgenössische Kommission für Suchtfragen (EKSF), Eidgenössische Kommission für Tabakprävention (EKTP) und Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (EKAL) tritt ab 2020 die Eidgenössischen Kommission für Fragen zu Sucht und Nichtübertragbaren Krankheiten (EKSN). Mit der Veranstaltung möchten das EKSF auf Erreichtes zurückschauen und den Blick in die Zukunft richten. Als Anregung im Vorfeld empfiehlt die EKSF die Lektüre des Berichts 10 Jahre Betäubungsmittelgesetzt – Überlegungen für die Zukunft – Eine Analyse der EKSF.

Mehr Informationen zur Abschlusstagung der EKSF «Suchtpolitik Schweiz – Mission und Vision»


Gesundheitsförderungskonferenz «Technologiewandel in der Gesundheitsförderung – Kompetenzen im Alltag stärken», 30. Januar 2020, Bern

Durch die Stärkung der Gesundheitskompetenz können Entscheidungen im Alltag getroffen werden, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Die 21. Gesundheitsförderungskonferenz von Gesundheitsförderung Schweiz geht den Fragen nach, wie die Gesundheitskompetenz in der gesamten Bevölkerung und insbesondere auch in sozial benachteiligten und vulnerablen Bevölkerungsgruppen gefördert werden kann. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Technologiewandel. Dieser bringt neue digitale Lösungen, die als zusätzliche Instrumente der Gesundheitsförderung und Prävention eingesetzt werden können.
Mehr Informationen zur Konferenz «Technologiewandel in der Gesundheitsförderung»

6. Internationale Konferenz «Arbeit und Gesundheit», 13. & 14. Februar 2020, Olten

Im Zentrum der internationalen Konferenz steht das Eingliederungsmanagement. In diesem Rahmen soll das Fokusthema «Nachhaltigkeit» sowie Fragen zu aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit «Arbeit und Gesundheit» in der erwerbsorientierten Eingliederung diskutiert werden. Die Konferenz wird vom Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz organisiert.
Mehr Informationen zur Fachtagung Eingliederungsmanagement

Save the Date: Stakeholderkonferenz NCD 2020, 23. Juni 2020, Bern

Gemeinsam mit dem BASPO als Träger und dem Fachverband Adipositas im Kindes- und Jugendalter AKJ als Partner führt das BAG die Stakeholderkonferenz zum Jahresschwerpunkt 2020 der NCD-Strategie «Kinder und Jugendliche» durch. An dieser Veranstaltung wird der neue «Nationale Gesundheitsbericht Kinder und Jugendliche» vorgestellt. Die Einladungen werden Anfang 2020 versendet.

Save the Date: Stakeholderkonferenz Sucht 2020, 17. September 2020, Bern

Die nationale Stakeholderkonferenz Sucht – organisiert durch das BAG und das Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz (NPG) – betrachtet das Thema «Kinder und Jugendliche» aus den Perspektiven Sucht und psychische Gesundheit. Junge Menschen werden am Anlass teilnehmen und aktiv Beiträge leisten.

Die Einladungen werden im Frühling 2020 versendet.

Aus der Forschung

NCD

Gesunde Lebensweise senkt Demenzrisiko

Eine britische Studie hat ergeben, dass ein gesunder Lebensstil selbst bei starker genetischer Vorbelastung das Demenzrisiko um etwa einen Drittel senken könnte. Nicht rauchen, wenig Alkohol, ausreichende körperliche Aktivität und gesunde Ernährung sind demnach entscheidende Einflussfaktoren bei der Entwicklung einer Demenz.

Mehr Informationen

Zur Studie (registrierungspflichtig)


Sucht

Internationale Standards zur Prävention des Drogenkonsums

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Drogensucht (UNODC) haben in einer zweiten Auflage Präventionsstrategien gegen Drogenkonsum zusammengestellt, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. Diese verfolgen das Ziel, dass Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen und bis ins Erwachsenenalter gesund bleiben. Die «Internationalen Standards zur Prävention des Drogenkonsums» liegen nun in deutscher Sprache vor.

Zu den Standards


Medikamente

Problematischer Gebrauch von psychoaktiven Medikamenten

Psychoaktive Medikamente lindern Krankheiten und Beschwerden, sie beeinflussen das Bewusstsein und das Erleben eines Menschen. Falsch angewendet können sie aber gefährliche Nebenwirkungen verursachen und abhängig machen. Ob sie abhängig machen oder nicht, hängt jedoch auch von individuellen Faktoren wie der persönlichen Verfassung, dem Umfeld, der genetischen Prädisposition oder der Konsumform ab. Ein neuer Bericht thematisiert den problematischen Gebrauch von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz.

Auslegeordnung zum problematischen Gebrauch von psychoaktiven Medikamenten


Verhaltenssucht

Erster Test zur «Computerspiel-Sucht» im Rahmen einer Studie entwickelt

Kürzlich hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Computerspielsucht («Gaming Disorder») als psychische Erkrankung anerkannt. Forschende von der Universität Ulm haben den weltweit ersten psychologischen Test zur Untersuchung der Computerspielsucht entwickelt. Der nun vorgestellte Online-Fragebogen orientiert sich an den Kriterien der WHO und erfasst Gaming-Aktivitäten der vergangenen zwölf Monate bis zum Tag der Erhebung. Teilnehmende erhalten beim Test auf einer deutschsprachigen Online-Plattform Rückmeldung zu ihrem Videospielverhalten und sind gleichzeitig Teil einer gross angelegten WHO-Studie über Gamingsucht.

Mehr Informationen

Zum Online-Test


Tabak & Nikotin

Tabakkonsum kostet die Schweiz jährlich mindestens fünf Milliarden Franken

Der Tabakkonsum führt in der Schweiz zu medizinischen Kosten in Höhe von drei Milliarden Franken pro Jahr. Zusätzlich beschert er der Wirtschaft durch Krankheit und Tod Produktionsverluste in Höhe von mindestens zwei Milliarden Franken. Das zeigt eine neue Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz. Insgesamt ist der Tabakkonsum verantwortlich für 10 Prozent aller durch Krankheit und Tod verlorenen Lebensjahre.

Mehr Informationen

Faktenblatt

Zur Studie


Kindheit und Jugend

«Always on» – Jugendliche sind reflektierter als Erwachsene!

Junge Menschen denken mehr über ihre Internetnutzung nach als Erwachsene. Sie erleben das permanente Online-Sein vorwiegend positiv, sind sich aber auch bewusst, dass es Regeln und Grenzen braucht. Die von der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) veröffentlichte Broschüre «Always on. Wie erleben Jugendliche das ständige Online-Sein?» präsentiert die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage bei 1001 Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren.

Mehr Informationen


Alter

Übergewicht bei Seniorinnen und Senioren weit verbreitet

Jede zweite Person im Alter von 65 Jahren oder älter ist übergewichtig, wie das Schweizer Monitoring-System Sucht und nichtübertragbare Krankheiten (MonAM) des BAG zeigt. Übergewicht erhöht das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken – der häufigsten Todesursache in der Schweiz.

Mehr Informationen der Gesundheitsförderung Schweiz


Bewegung

Drei von vier Personen in der Schweiz bewegen sich ausreichend

Der Trend zu mehr körperlicher Bewegung in der Schweiz hält ungebrochen an. 76 Prozent der Bevölkerung bewegen sich ausreichend und 64 Prozent treiben wöchentlich Sport. Wer körperlich aktiv ist, weist auch sonst einen gesünderen Lebensstil auf. Wechselwirkungen gibt es insbesondere mit der psychischen Gesundheit und dem Stressverhalten. Unabhängig von Alter und Geschlecht weisen Personen, die sich regelmässig bewegen, ein höheres Gesundheitsbewusstsein und ein besseres Gesundheitsverhalten auf.

Mehr Informationen

Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017: Körperliche Aktivität und Gesundheit (Bericht)


Psychische Gesundheit

Stress und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz haben zugenommen

2017 litten 21 Prozent der Erwerbstätigen an ihrem Arbeitsplatz sehr oft unter Stress, knapp die Hälfte (49 Prozent) der gestressten Personen fühlen sich bei der Arbeit emotional erschöpft und weisen folglich ein höheres Burn-out-Risiko auf. Neben Stress wirken sich drei weitere Umstände negativ auf die Gesundheit aus: schmerzhafte oder ermüdende Körperhaltungen, Angst um den Arbeitsplatz sowie emotionale Beanspruchungen wie beispielsweise die Unterdrückung von Gefühlen.

Mehr Informationen und Medienmitteilung des Bundesamts für Statistik

Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017: Arbeit und Gesundheit (Bericht)

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Letzte Änderung 21.01.2021

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 88 24
E-Mail

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