Newsletter «In den Kantonen» - April 2019

Neue Wege in der Cannabispolitik

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ist die etablierte Drogenpolitik im Umgang mit Cannabis noch angemessen? Diese Frage beschäftigt momentan die Politik. Die vier Säulen Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression waren ohne Zweifel eine wirksame Antwort auf die Heroinproblematik der 90er-Jahre. Aber eignen sie sich für die über 200'000 Menschen, die regelmässig Cannabis konsumieren?

Fachkreise bewerten die Situation als unbefriedigend: Trotz striktem Verbot von Anbau, Herstellung und Handel ist der Cannabiskonsum seit Jahren auf hohem Niveau stabil (siehe Artikel zum Suchtpanorama von Sucht Schweiz). Der Schwarzmarkt floriert, es gibt keine Qualitätskontrollen. Für die Prävention ist der Zugang zu den problematisch Konsumierenden in der Illegalität erschwert. Die Repression bindet beträchtliche Ressourcen, zeigt aber wenig Wirkung.

Neue Impulse kommen aus dem Ausland: Einige Staaten haben mittlerweile legale, aber strikt kontrollierte Märkte für den Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken. Bedeutend mehr Staaten erlauben Cannabis für medizinische Zwecke. Die ausländischen Modelle der legalen Cannabismärkte lassen sich nicht einfach auf die Schweiz übertragen. Und es ist noch zu früh für eine Bilanz aus Sicht der öffentlichen Gesundheit. Der Bundesrat hat dem Parlament deshalb am 27. Februar 2019 eine Gesetzesvorlage überwiesen, die wissenschaftlich begleitete Pilotversuche mit einem kontrollierten Zugang zu Cannabis zu Genusszwecken ermöglichen soll. So könnte die Schweiz alternative Regelungen realitätsnah ausprobieren und deren Vor- und Nachteile aufzeigen. Die streng reglementierten Versuche wären befristet und auf bestimmte Gemeinden begrenzt. Die Mehrheit der Kantone befürwortet diese Vorlage (siehe Artikel Pilotversuche zum kontrollierten Cannabisverkauf).

Aktuell ist auch die medizinische Anwendung von Cannabis stark eingeschränkt und nur mit einer Ausnahmebewilligung des BAG möglich. Der Bundesrat will die medizinische Nutzung von Cannabis nun erleichtern und erweitern. Eine Gesetzänderung geht diesen Sommer in die Vernehmlassung.

Mit diesen beiden Gesetzgebungsprojekten grenzt der Bundesrat die Verwendung von Cannabis als Genussmittel klar von der Verwendung als Heilmittel ab. Er zeigt auf, wie die erfolgreiche Drogenpolitik der 90er Jahre pragmatisch und evidenzbasiert weiterentwickelt werden kann. Die Kantone werden die Umsetzung der allfälligen Neuregelungen massgeblich mitgestalten und an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen können.

Herzliche Grüsse

Petra Bäriswyl

 

 

Herzliche Grüsse

Petra Baeriswyl
Co-Leiterin Sektion
Gesundheitsförderung und Prävention


Rubriken

Bund

Illegale Drogen

Pilotversuche zum kontrollierten Cannabisverkauf

Der Bundesrat will eine gesetzliche Grundlage für wissenschaftliche Pilotversuche zum legalen Verkauf von Cannabis schaffen. Dies unter streng regulierten Bedingungen. So sollen Erkenntnisse über die Auswirkungen alternativer Regulierungen im Umgang mit Cannabis für nicht medizinische Zwecke gewonnen werden. Dazu hat der Bundesrat dem Parlament eine Botschaft für die gesetzliche Grundlage überwiesen.

Dossier: Pilotversuche mit Cannabis


Tabak, Nikotin

Stellungnahme der EKTP zum Schutz vor Passivrauchen

Noch immer gibt es viele Situationen, in denen die Bevölkerung unfreiwillig hohen Belastungen von tabakbedingtem Feinstaub ausgesetzt ist. Nebst konventionellen Tabakprodukten können auch neue Tabakprodukte wie Produkte zum Erhitzen von Tabak und E-Zigaretten zu einer Feinstaubbelastung führen – dies auch in offenen oder halboffenen Umgebungen. Gemäss der Eidgenössischen Kommission für Tabakprävention (EKTP) bräuchte es deshalb eine einheitliche Regelung für alle Tabakprodukte.

Zum Positionspapier der EKTP


Alkohol

Keine Ordnungsbusse für Abgabe von Alkohol an Minderjährige

Der Bundesrat setzt die neue Ordnungsbussenverordnung am 1. Januar 2020 in Kraft. Nach der Intervention von Sucht- und Gesundheitsfachverbänden soll der Verkauf von Alkohol an Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahren nicht wie ursprünglich vorgeschlagen mit einer einfachen Busse geahndet werden. So können weiterhin wiederholte Verstösse sanktioniert werden.

Zur Medienmitteilung zu Bussen Alkoholabgabe an Minderjährige

Biersteuer wird nicht abgeschafft

Der Nationalrat hält an der Biersteuer fest. Er hat der parlamentarischen Initiative von Nationalrat Claudio Zanetti (SVP) keine Folge geleistet. Die Initiative ist somit vom Tisch.

Zur Initiative: Aufhebung Biersteuer


Kantone

Tabak, Nikotin

Kanton Basel-Landschaft will Jugendschutz auf E-Zigaretten erweitern

Im Kanton Basel-Landschaft gilt ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Jugendliche unter 18 Jahren. Momentan besteht jedoch eine Gesetzeslücke betreffend E-Zigaretten. Das Kantonsparlament hat deshalb eine Motion an die Regierung überwiesen. Es möchte, dass E-Zigaretten und das notwendige Zubehör nur an Personen ab 18 Jahren verkauft werden dürfen.

Zum Beschluss Kt BL: Jugndschutz E-Zigaretten

Kanton Basel-Stadt: E-Zigaretten sollen rechtlich wie Tabak behandelt werden

Im Kanton Basel-Stadt sollen nikotinhaltige E-Zigaretten wie Tabakwaren behandelt werden. Der Regierungsrat plant entsprechende Bestimmungen im Bereich Werbung und Jugendschutz auf kantonaler Ebene, da das Tabakproduktegesetz auf nationaler Ebene voraussichtlich frühestens Mitte 2022 in Kraft treten wird.

Zum Regierungsratsbeschluss Kt BS: E-Zigaretten wie Tabak


Alkohol, Tabak: Testkäufe

Mit Testkäufen wird geprüft, ob Verkaufsstellen den Jugendschutz einhalten. Ergebnisse aus den Kantonen Bern, Luzern und Wallis liegen vor:

Kanton Bern: Resultate der Alkohol- und Tabaktestkäufe

2018 führte das Blaue Kreuz im Kanton Bern 379 Alkohol- und Tabaktestkäufe durch. Die widerrechtliche Verkaufsquote lag insgesamt bei 28,2%. An erstmalig getesteten Orten erhielten die Testkäuferinnen und Testkäufer überdurchschnittlich viele Alkohol- und Tabakprodukte. Die Ergebnisse sind etwa deckungsgleich mit den aktuellen Zahlen aus der gesamten Schweiz.

Zur Medienmitteilung Kt BE: Testkäufe

Kanton Luzern: Testkaufresultate Alkohol

2018 führte die Gastgewerbe- und Gewerbepolizei im Kanton Luzern erneut Alkoholtestkäufe durch. 45% der getesteten Betriebe verkauften alkoholische Getränke an Jugendliche. 28 der 62 getesteten Betriebe haben bei der ersten Kontrolle alkoholische Getränke an Jugendliche verkauft. Bei der Nachkontrolle waren es erneut sechs Betriebe. In Festwirtschaften erhielten gar 22 Jugendliche bei insgesamt 32 Alkoholtestkäufen alkoholische Getränke.

Zur Medienmitteilung KT LU Testkäufe

Kanton Wallis: Ergebnisse des Pilotprojekts Testkäufe 2018

Die Ergebnisse der Testkäufe im Kanton Wallis zeigen, dass 84% der Betriebe die Jugendschutzbestimmungen in Bezug auf Alkohol einhalten. Beim Tabak verweigerten 64% der Betriebe die Abgabe von Zigaretten an Jugendliche unter 16 Jahren. Diese Zahlen zeigen, dass regelmässige Kontrollen helfen, die geltenden Gesetze durchzusetzen. Dies wird umso notwendiger sein, wenn das Verkaufsalter für Tabakersatzprodukte und verwandte Erzeugnisse auf 18 Jahre erhöht wird.

Zur Pressemitteilung Kt WS Testkäufe


Alkohol

Kanton Waadt: Nachtregime für Alkohol verhindert Spitalaufenthalte

Die Lieferung und der Verkauf (Take-Away) von destillierten alkoholischen Getränken und Bier ist im Kanton Waadt seit drei Jahren zwischen 21 und 6 Uhr verboten. Das «Nachtregime» hat im ganzen Kanton rund 200 Krankenhausaufenthalte pro Jahr verhindert. Laut einer von der waadtländischen Regierung in Auftrag gegebenen Studie ist die Wirkung bei jungen Menschen besonders ausgeprägt. Die Gemeinden können die Startzeit des «Nachtregime» auf 20 Uhr ausweiten.

Medienmitteilung: Nachtregime verhindert Spitalaufenthalte, Kt VD (Französisch)

Kanton Wallis: Neue «Fiesta Präventions-Kampagne»

«Über die Stränge geschlagen? Lass die Finger vom Fahren, wähle eine Alternative!» Mit diesem Slogan sensibilisieren die Kantonspolizei, Gesundheitsförderung Wallis und die Partner des Labels Autofahrer für die Risiken des Fahrens unter dem Einfluss von Substanzen. Mit einem positiven Ton soll sich die Kampagne von den üblichen Präventionsbotschaften abheben.

Zur Fiesta Präventions-Kampagne, Kt VS


Sucht

Kanton Wallis: Zweiter Bericht zur kantonalen Suchtpolitik

Der Kanton Wallis hat eine Bestandsaufnahme der verfügbaren Leistungen der Suchtbehandlung im Kanton Wallis veröffentlicht. Der Bericht untersucht zudem, wie die einzelnen Leistungserbringer zusammenarbeiten. Insgesamt werden die bestehenden Angebote als gut beurteilt, für jeden Menschen mit Abhängigkeit kann eine geeignete Therapie angeboten werden. Der Bericht fokussiert auch auf Möglichkeiten der Optimierung.

Mehr Informationen


Sucht ohne Substanz

Kanton Bern passt Lotteriegesetz an

Seit Anfang 2019 gilt das neue Bundesgesetz über Geldspiele. Der Regierungsrat des Kantons Bern nimmt dies zum Anlass, das über 25 Jahre alte kantonale Lotteriegesetz vollständig zu überarbeiten und an das neue Bundesrecht anzupassen. Gemeinnützige Vorhaben, vornehmlich aus den Bereichen Kultur und Sport, sollen weiterhin aus Lotteriemitteln unterstützt werden. Der Regierungsrat schickt das neue Kantonale Geldspielgesetz (KGSG) in die Vernehmlassung.

Vernehmlassung Lotteriegesetz, Kt BE


Medikamente, Alkohol, Tabak

Kanton Zürich: Aus ZüFAM wird ZFPS

Die Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs (ZFPS) ist in der Prävention des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs sowie in der Tabakprävention tätig. Die ZFPS existiert seit dem 1. Januar 2019 und vereint die beiden Fachstellen Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs (ZüFAM) und Züri Rauchfrei.

Zur Mitteilung: aus ZüFAM wird ZFPS


NCD

Kanton Zürich: Neue App für die Gastroenterologie

Das Team der Gastroenterologie des Kantonsspitals Winterthur hat an einem app-basierten Programm teilgenommen.  Bei dem können sich Fachleute durch Anwendung der App für einen Tag in die Lage ihrer Patientinnen und Patienten versetzen, die an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden.

Infos zur Gastroenterologie-App: (Englisch)     

Medienbericht zur Gastroenterologie

Kanton Solothurn: Krebsregister seit Anfang Jahr

Die Krebsregistrierung dient der Dokumentation aller neu auftretenden Krebserkrankungen. Der Bund machte im Rahmen des Krebsregistrierungsgesetzes (KRG) und seiner Verordnung (KRV) die Vorgabe, dass ab 2020 jeder Kanton ein Krebsregister haben muss. Das Register des Kantons Solothurn ist seit dem 1. Januar 2019 in Betrieb. Er schliesst sich an das Krebsregister der Universität Bern an.

Zum Krebsregister Bern Solothurn


Kinder und Jugend, Früherkennung und Frühintervention

Kanton Luzern: Früherkennung und Frühintervention in der Schule

Der Leitfaden und die Checklisten von Akzent Luzern unterstützen Schulen im Umgang mit (sucht-)gefährdeten Kindern und Jugendlichen, die problematische Verhaltensweisen zeigen. Im Zentrum steht ein koordiniertes Vorgehen zur Früherkennung und Frühintervention entlang der Schritte «Erkennen – Reflektieren – Handeln».

Zum Leitfaden F+F für Schulen, Kt LU


Psychische Gesundheit

Basel-Stadt: Belastungsstörungen bei Spitalpatientinnen und -patienten

Während der nächsten vier Jahre etablieren das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt, das Universitätsspital Basel und lokale Partner ein Modell zur Prävention psychosozialer Belastungsfolgen in Spitälern. Damit werden psychosoziale Belastungsfolgen bei Spitalpatientinnen und -patienten verringert und deren Lebensqualität gesteigert. Dies trägt zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen bei.

Zur Medienmitteilun Belastungsstörungen bei Spitalpatienten, Kt BS

Kanton Neuenburg: Zusammenarbeit mit «Appel d'air»

«Appel d'air» ist eine Sensibilisierungskampagne für Fragen der psychischen Gesundheit und der Suizidprävention. Im Kanton Neuenburg richtet sich dieses Pilotprojekt an Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren. Seit November 2018 unterstützt auch IdéeSport diese Kampagne und lädt Fachleute zur Teilnahme an den MidnightSports des Kantons ein. Parallel zu den gewohnten Bewegungsaktivitäten können die Jugendlichen an den Aktivitäten von "Appel d'air teilnehmen.

Zur Kampagne: Appel d'air, Kt NE (Französisch)


Bewegung

Kanton Waadt: Kampagne «Ich bewege mich für meine Gesundheit»

Die Vorteile einer gesunden Lebensweise kommen Menschen mit chronischen oder nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) häufig zu wenig zu Gute. Ihnen ist es beispielsweise nicht immer möglich, Bewegungsangebote zu nutzen. Mehrere Partner im Kanton Waadt haben ein Projekt entwickelt, das Synergien zwischen den Bewegungsangeboten nutzt. Sie wollen zudem Dienstleistungen entwickeln, die dem körperlichen Zustand jeder Person angepasst werden können.

Zur Kampagne «Ich bewege mich für meine Gesundheit», Kt VD (Französisch)


Städte

Alkohol, Tabak

Stadt Zürich: Jahresbilanz der Alkohol- und Tabaktestkäufe an Jugendliche

Im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017 verkauften weniger Betriebe bei den durchgeführten Testkäufen widerrechtlich alkoholische Getränke an Jugendliche. Bei den Tabakverkäufen sind die Zahlen weniger erfreulich.

Zur Medienmitteilung Testkäufe Stadt ZH


Illegale Drogen

Stadt Lausanne: Bericht über den Strassenhandel mit Drogen

Die Stadt Lausanne vergleicht aufgrund eines Berichts den Lausanner Umgang mit Drogen im öffentlichen Raum mit den Ansätzen, die Bern und Zürich seit einigen Jahren verfolgen. Auf dieser Basis soll u.a. die Zusammenarbeit unter den beteiligten Behörden verbessert werden.

Zum Bericht Strassenhandel mit Drogen, Stad Lausanne (Französisch)


Netzwerke

Bewegung

schule-velo.ch: Neulancierung der Informationsplattform

Die Informationsplattform für mehr Velo an Schulen wurde neu lanciert. Die Plattform schafft einen Überblick über Programme und Kurse, die speziell für Schulklassen angeboten werden. Sie ermöglicht es Lehrpersonen, einfach und schnell das passende Angebot zu finden.

Zur Webseite Schule-velo.ch


Illegale Drogen, Medikamente, Sucht ohne Substanz, Alkohol, Tabak

Sucht Schweiz: Suchtpanorama 2019

Im jährlich erscheinenden Suchtpanorama stellt die Stiftung Sucht Schweiz aktuelle Konsumtrends bei Alkohol, Tabak und illegalen Drogen vor. Sie setzt ausserdem einen Fokus auf Medikamente und Verhaltenssüchte.

Zum Mediendossier: Suchtpanorama 2019


International

Illegale Drogen

Die WHO verlangt eine Lockerung der Klassifizierung von Cannabis

In einem Schreiben an den UNO-Generalsekretär Antonio Guterres fordert die WHO eine weniger strikte Klassifizierung von Cannabis in den internationalen Konventionen. Das Schreiben wurde zwar nicht öffentlich publiziert, ist aber auf dem Internet einsehbar. Die WHO verlangt zudem die Position von CBD in der internationalen Drogenkonvention zu überprüfen, wenn der THC-Gehalt nicht grösser als 0.2% ist. Die 53 Mitgliedstaaten der UNO-Drogenkommission werden sich im Frühjahr dem Thema widmen.

Schreiben der WHO


Alkohol

Europa tut sich schwer mit Umsetzung von Konzepten zur Reduzierung des Alkoholkonsums

Europa gehört zu den Regionen der WHO mit den höchsten Raten alkoholbedingter Todesfälle. In Stockholm haben die Mitgliedstaaten auf Basis der ersten Konsultation zur «Umsetzung des Europäischen Aktionsplans (Englisch) zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012–2020)» über Wege zur Umkehr dieses Trends diskutiert.

Webseite WHO


Aus der Forschung

Alter

Aufenthaltsorte im letzten Lebensabschnitt

Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) hat analysiert, wo ältere Menschen den letzten Lebensabschnitt verbringen und wie lange sie sich in Spitälern oder Pflegeheimen befinden. Gemäss Obsan sollen diese Informationen wesentlich zur Planung und Organisation der Gesundheitsversorgung beitragen.

Zur Analyse «Aufenthaltsorte im letzten Lebensabschnitt»


Psychische Gesundheit

Zusammenhang zwischen Grünflächen und psychischer Gesundheit

In einem grüneren Umfeld aufgewachsene Kinder entwickeln laut einer dänischen Studie im Lauf ihres Lebens seltener psychische Erkrankungen (Fachjournal PNAS). So sollen Menschen, die in der Nähe von Grünflächen aufgewachsen sind, ein bis zu 55% geringeres Risiko für psychische Erkrankungen vorweisen. Die Forscher sind der Überzeugung, dass es besser wäre, wenn in Städten mehr Grünflächen vorhanden wären.

Zur Studie «Zusammenhang Grünflächen und psychischer Gesundheit» (Englisch)


Agenda

IBK-Symposium und Preisverleihung für Gesundheitsförderung und Prävention, 11. April 2019, Bregenz (AT)

Im Rahmen der Verleihung des Preises der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) werden Best-Practice-Beispiele über die Landes- und Kantonsgrenzen hinaus bekanntgemacht und gewürdigt. Die IBK will damit einen Impuls für den länderübergreifenden Diskurs über Gesundheitsförderung und Prävention setzen.
Mehr Informationen IBK-Symposium

Eingabefrist für KOMO-Projekte, 30. April 2019

Für Projekte der Koordinationsstelle für nachhaltige Mobilität (KOMO) gibt es jährlich zwei Ausschreibungen mit Eingabefrist im Frühling und Herbst. Der Themen-Schwerpunkt für die aktuelle Ausschreibung lautet «Nachhaltige Freizeitmobilität». Auch Projekte der aktiven Mobilität, die nicht unter diesen Themen-Schwerpunkt fallen, werden berücksichtigt.
Mehr Informationen KOMO-Projekte

Stakeholderkonferenz der Strategien NCD und Sucht, 6. Mai 2019, Bern

Die gemeinsame Stakeholderkonferenz der beiden Strategien Nichtübertragbare Krankheiten (NCD) und Sucht widmet sich dem Schwerpunkt 'Alter und Gesundheit'. Auch für ältere Generationen - egal ob gesund oder krank - sollen gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen und Angebote eine hohe Lebensqualität und einen möglichst autonomen Lebensstil ermöglichen. Programm

16. Nationale Fachtagung des Schweizerischen Rotes Kreuzes, 14. Mai 2019, Bern

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) lädt in Partnerschaft mit der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit zur Nationalen Tagung «Projekt Alter. Den Aufbruch gemeinsam gestalten» ein. Der Anlass ist für Fachpersonen aus dem Sozial-, Alters- und Gesundheitswesen.
Mehr Informationen Fachtagung des SRK

2. Interkantonaler Kongress über die Herausforderungen des Alterns in der Schweiz und im Ausland, 6. Juni 2019, Lausanne

Die Fragen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung widerspiegeln den Paradigmenwandel im Gesundheits- und Sozialwesen. Aufeinander abgestimmte Antworten aller Beteiligten sind erforderlich. Mit der Tagung schafft die Haute Ecole de la Santé eine Plattform, um gemeinsam bedarfs- und bedürfnisorientierte Ansätze zu erarbeiten.
Mehr Informationen: Kongress über die Herausforderungen des Alterns

Ärztenetze und integrierte Versorgung: Was koordinieren? Wie kooperieren? 12. Juni 2019, Bern

Das Symposium des Forum Managed Care (fmc) 2019 widmet sich der Zukunft von Ärztenetzen in der Integrierten Versorgung. Fragestellungen zum Thema werden mit Keynote-Referaten und Tischdiskussionen bearbeitet, an Parallel-Sessionen werden Lösungsansätze diskutiert.
Mehr Informationen: Ärztenetze und integrierte Versorgung

Veranstaltungszyklus «Autonomie in der Medizin - Autonomie und Glück», 28. Juni 2019, Bern

Mit einem mehrjährigen Veranstaltungszyklus reflektieren die Zentrale Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin das Konzept der Autonomie und die Prämissen hinter diesem zentralen ethischen Konzept. Die letzte Tagung der Reihe findet zum Thema «Autonomie und Glück» statt.

10. Schweizerische Fachtagung Jugendgewalt, 3. Juli 2019, Zürich

An der Fachtagung «Erscheinungsformen von Jugendgewalt – Hintergründe und Präventionsmöglichkeiten» beleuchten Fachreferentinnen und Fachreferenten in Impulsreferaten wichtige Aspekte der Jugendgewalt und der Präventionsmöglichkeiten aus Sicht von Praxis und Wissenschaft.
Mehr Informationen: Fachtagung Jugendgewalt

Netzwerktagung: Familiengründung als vulnerable Phase, 22. - 23. August 2019, Zürich

Die Fachtagung «Familiengründung als vulnerable Phase» wird gemeinsam vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie (Schwerpunkt Kinder/Jugendliche und Paare/Familien) der Universität Zürich, dem Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz (NPG) und dem Dachverband männer.ch organisiert.
Mehr Informationen: Familiengründung als vulnerable Phase

SANU-Weiterbildung: Attraktive Freiräume für die urbane Gesellschaft von morgen, bedürfnisgerecht und nachhaltig geplant, gestaltet und betrieben

Qualitativ wertvolle städtische Freiräume erhalten im Zusammenhang mit der inneren Verdichtung, dem zunehmenden Bewegungsmangel und gesellschaftlichen Veränderungen eine immer grössere Bedeutung. Im dreitägigen Zertifikatskurs von sanu ag werden verschiedene Lösungsansätze und Instrumente für die Schaffung qualitativ wertvoller Aussenräumen diskutiert. Die Teilnehmenden haben zudem Gelegenheit, interessante Praxisbeispiele zu besichtigen und ein eigenes Projekt zu planen, resp. weiterzuentwickeln. 

1. Kurstag | 22. August 2019 | Biel
2. Kurstag | 12. Sept. 2019 | Aarburg
3. Kurstag | 24. Okt. 2019 | Winterthur 

Mehr Informationen SANU-Weiterbildungen


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Letzte Änderung 01.10.2019

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