Nationale Strategie zu Impfungen (NSI)

Die Bevölkerung in der Schweiz optimal vor Krankheiten zu schützen, die sich durch Impfungen vermeiden lassen: Dies ist das Ziel der Nationalen Strategie zu Impfungen (NSI). Bund, Kantone und weitere Akteure setzen sie gemeinsam um. Der Bundesrat hat die NSI als Priorität bezeichnet. 

NSI: Familienberatung

Warum braucht es die NSI?

Impfungen gehören zu den wirksamsten und kostengünstigsten medizinischen Präventionsmassnahmen. Das Impfsystem in der Schweiz hat aber noch Schwachstellen: Der Zugang zu Impfungen ist nicht immer einfach. Teile der Bevölkerung sind verunsichert, ob einzelne Impfungen Sinn machen und wirken. Und die Rollen und Verantwortlichkeiten der Akteure sind unklar.

Die NSI schafft die Voraussetzungen für einen koordinierten, effektiven und effizienten Einsatz der Impfungen zum Schutz der Bevölkerung. Sie hat drei grundlegende Ziele:

  • Die Akteure erachten Impfungen als sehr wichtig für die Gesundheit der Bevölkerung. Sie informieren einheitlich über Impfungen und führen sie durch.
  • Die Bevölkerung hat Vertrauen in die offiziellen Impfempfehlungen. Sie anerkennt die Bedeutung der Impfung zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer.
  • Der Zugang zu praktischen, klaren und transparenten Informationen und zu den Impfungen ist für alle einfach.
     

Rahmenstrategie

Mit der NSI und dem dazugehörigen Aktionsplan sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Impfempfehlungen gemäss dem Schweizerischen Impfplan umzusetzen. Die Strategie ist darauf ausgerichtet, eine optimale Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im Bereich Impfen (Behörden, Institutionen, Gesundheits- und Bildungsfachpersonen, Hersteller) sicherzustellen und krankheitsspezifische Massnahmen untereinander zu koordinieren. So hilft sie anderen Strategien, ihre Ziele zu erreichen – zum Beispiel der Nationalen Strategie zur Prävention der saisonalen Grippe (GRIPS). Das BAG stellt ausserdem sicher, dass die NSI in der Umsetzung eng mit anderen Vorhaben abgestimmt wird, beispielsweise mit der Strategie NOSO zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von healthcare-assoziierten Infektionen.

Die NSI war Teil der bundesrätlichen Strategie «Gesundheit2020» und gehört damit zu den nationalen Prioritäten im Gesundheitsbereich.

Partnerschaftlich erarbeitet  

Die Arbeit an der NSI begann Ende 2012. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheitswesen wirkten an ihrer Entwicklung mit. In enger Zusammenarbeit mit ihnen wurden die Ziele, der Handlungsbedarf sowie die Rollen und Verantwortlichkeiten der Umsetzungspartner bestimmt.

Die Strategie definiert – als ersten Schritt ihrer Umsetzung –, dass die einzelnen Massnahmen zur Erreichung der strategischen Ziele konkretisiert werden. Ebenso sollen die jeweils zu erwartenden Ergebnisse spezifiziert werden. Für diese Detailplanung haben die Umsetzungspartner die Form eines Aktionsplans gewählt. Die betroffenen Kreise erhielten die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Am 2. Juli 2018 verabschiedete der Projektausschuss den Aktionsplan zur NSI.

Ausblick und Evaluation

Die NSI sieht zwei Umsetzungsperioden vor: Nach den ersten fünf Jahren ist 2023 eine Zwischenevaluation geplant, nach weiteren fünf Jahren eine Gesamtevaluation. Die 28 Massnahmen des Aktionsplans sollen bis zur geplanten Zwischenevaluation lanciert sein. Ihre Laufzeit ist nicht befristet.

Je nach Erkenntnissen bei der Zwischenevaluation können Ausrichtung und Inhalte des Aktionsplans angepasst werden.  

Dokumente

Studienberichte

Strategie und Aktionsplan NSI

Grundlagen

Herausforderungen in der Schweiz im Bereich Impfen (PDF, 770 kB, 09.11.2016)Bericht des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts Swiss TPH (Text auf Französisch)

Medien

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Letzte Änderung 09.11.2020

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