Nationale Strategie zu Impfungen (NSI)

«Die Bevölkerung ausreichend vor impfverhütbaren Krankheiten schützen». Für dieses Ziel haben Bund, Kantone und weitere Akteure die nationale Strategie zu Impfungen (NSI) und den zugehörigen Aktionsplan erarbeitet. Gemeinsam setzen sie diese jetzt auch um.

NSI: Familienberatung

Warum braucht es die NSI?

Impfungen gehören zu den wirksamsten und kostengünstigsten medizinischen Präventionsmassnahmen. Das Impfsystem in der Schweiz hat aber noch Schwachstellen: Der Zugang zu Impfungen ist nicht immer einfach. Teile der Bevölkerung sind verunsichert, ob einzelne Impfungen Sinn machen und wirken. Und die Rollen und Verantwortlichkeiten der Akteure sind unklar.

Die NSI schafft die Voraussetzungen für einen koordinierten, effektiven und effizienten Einsatz der Impfungen zum Schutz der Bevölkerung. Sie hat drei grundlegende Ziele:

  • Die Akteure sollen angeregt werden, das Thema Impfung ernst zu nehmen.
  • Die Bevölkerung soll durch eine optimierte Information eine fundierte Entscheidung treffen können.
  • Der Zugang zu den Impfungen soll erleichtert werden.

Die Entwicklung der Strategie

Die Arbeit an der Strategie begann Ende 2012: Der Handlungsbedarf, die Ziele und die vorrangigen Massnahmen wurden vom Bund, den Kantonen und den Hauptakteuren gemeinsam erarbeitet.  Im Frühling 2016 wurden alle involvierten Kreise in einer öffentlichen Anhörung dazu eingeladen, ihre Stellungnahme über den Strategieentwurf abzugeben. Am 11. Januar 2017 hat der Bundesrat die NSI verabschiedet. Er hat das BAG beauftragt, die Strategie in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Akteuren umzusetzen.

Die Strategie definiert – als ersten Schritt ihrer Umsetzung –, dass die einzelnen Massnahmen zur Erreichung der strategischen Ziele konkretisiert werden. Ebenso sollen die jeweils zu erwartenden Ergebnisse spezifiziert werden. Für diese Detailplanung haben die Umsetzungspartner die Form eines Aktionsplans gewählt.

Ein Aktionsplan für die Umsetzung

Am 2. Juli 2018 verabschiedete der Projektausschuss den Aktionsplan zur NSI. Er konkretisiert die in der Strategie beschriebenen Elemente; dies sind

  • die zur Strategieumsetzung vorgesehenen Massnahmen, Rollen und Zuständigkeiten;
  • die zeitliche Dimension, die Organisationund die Evaluation der Umsetzung.

Der Aktionsplan definiert 28 Massnahmen, die für die Erfüllung der NSI notwendig sind. Sie lassen sich in verschiedene Themenbereiche gruppieren wie beispielsweise Versorgung, Ausbildung oder Kommunikation.
Der Aktionsplan dient allen im Impfbereich tätigen Akteuren als «Logbuch» für die Umsetzung der Strategie. Wie bereits die Strategie entstand auch der Aktionsplan in einem partizipativen Prozess: Alle in die NSI involvierten Organisationen und Institutionen wurden einbezogen. Der Aktionsplan soll denn auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure optimieren. Dies ist zentral für den Erfolg der NSI.

Ausblick und Evaluation

Die NSI sieht zwei fünfjährige Umsetzungsperioden vor: Nach der ersten ist 2023 eine Zwischenevaluation geplant, nach der zweiten werden die gesamten zehn Jahre evaluiert. Die 28 Massnahmen des Aktionsplans sollen bis zur geplanten Zwischenevaluation lanciert sein. Ihre Laufzeit ist nicht befristet.
Je nach Erkenntnissen bei der Zwischenevaluation können Ausrichtung und Inhalte des Aktionsplans angepasst werden.  

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Letzte Änderung 04.03.2019

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