Gesundheitsversorgung der Sans-Papiers

Sans-Papiers sind gesundheitlich besonders gefährdet. Das BAG unterstützte Studien über ihre Gesundheitssituation und ihren Zugang zur schweizerischen Gesundheitsversorgung und erstellte einen Postulatsbericht zu diesem Thema. 

In der Schweiz leben – oft unter prekären Bedingungen – schätzungsweise 90'000 Sans-Papiers, d.h. Personen ohne Aufenthaltserlaubnis. Aus juristischer Sicht haben die Sans-Papiers wie alle in der Schweiz wohnhaften Personen die Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschliessen, sowie das Recht auf Prämienverbilligung und auf die Grundleistungen der schweizerischen Gesundheitsversorgung. Die Krankenversicherer sind verpflichtet, Sans-Papiers aufzunehmen, und dürfen keine Informationen über sie weitergeben. Dieselbe Geheimhaltungspflicht gilt auch für das Gesundheitspersonal.

Krankenversicherung der Sans-Papiers

Obwohl der rechtliche Rahmen für den Zugang der Sans-Papiers zur Gesundheitsversorgung ziemlich umfassend ist, gibt es in der Praxis verschiedene Probleme. Diese werden in der Studie «Health Care for Undocumented Migrants in Switzerland» beschrieben, die mit finanzieller Unterstützung des BAG entstanden ist. Die Studie sowie Faktenblätter mit den wichtigsten Ergebnissen finden Sie unten in der Infobox.

Zudem erstellte das BAG einen Postulatsbericht zur Krankenversicherung der Sans-Papiers und zu ihrem Zugang zur Gesundheitsversorgung (siehe Infobox: Postulatsbericht Bea Heim 09.3484 und Bericht Krankenversicherung der Sans-Papiers in der Schweiz).

Letzte Änderung 05.11.2019

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Sektion Gesundheitliche Chancengleichheit
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