Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen»

Das Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen» will die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen stärken und damit die Effizienz steigern. Es besteht aus zwei Programmteilen.

Das Programm in Kürze

Das Förderprogramm dauert von 2017–2020 und es beinhaltet zwei Teile:  

  • Teil 1: Wissensgrundlagen In diesem Teil werden neue, praxisnahe Wissensgrundlagen erarbeitet, die der Förderung von Interprofessionalität dienen sollen. Um dies zu erreichen, werden Forschungsprojekte ausgeschrieben.
  • Teil 2: Modelle guter Praxis In diesem Teil werden bestehende Instrumente und Angebote mit Vorbildcharakter analysiert und dokumentiert. Die Dokumentation kann weiteren Akteuren als Grundlage für die Implementation oder Weiterentwicklung eigener Angebote im Bereich der interprofessionellen Bildung oder Berufsausübung dienen.

In beiden Programmteilen werden die Bereiche Bildung und Berufsausübung berücksichtigt.

Notwendigkeit der Interprofessionalität

Interprofessionalität in Bildung und Berufsausübung ist notwendig. Durch den gesellschaftlichen Wandel gibt es in Zukunft mehr chronisch und mehrfacherkrankte Menschen. Diese müssen oft Leistungen von vielen Gesundheitsfachpersonen in Anspruch nehmen. Gleichzeitig zeichnet sich ein Mangel an Fachpersonen ab. Diese müssen daher in Zukunft effizienter miteinander arbeiten, z.B. in interprofessionellen Teams.

In interprofessionellen Teams arbeiten Personen aus unterschiedlichen Berufen so miteinander, dass in einer bestimmten Situation jeweils diejenige Person die Verantwortung übernimmt, die am besten dafür geeignet ist. Solche Teams kennen die Kompetenzen ihrer Teammitglieder sehr gut und können ihre Aufgaben optimal koordinieren. Fehlbehandlungen können so vermieden, Spitalaufenthalte verkürzt oder die Zahl der Nachkonsultationen verringert werden.

Interprofessionelle Teams sind nicht strikt hierarchisch aufgebaut, sondern jede Person kann Verantwortung übernehmen. Dies wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und die Verweildauer im Beruf aus.

Weiterführende Themen

Koordinierte Versorgung

Bei der Behandlung und Pflege von Patientinnen und Patienten mit mehreren oder chronischen Erkrankungen besteht Koordinationsbedarf. An der Konferenz Gesundheit2020 wurde deshalb das Projekt «Koordinierte Versorgung» initiiert.

Interprofessionalität in der ärztlichen Bildung

Diese Themengruppe beschäftigte sich mit den Schnittstellen zwischen den Bildungsgängen der Gesundheitsberufe. Als Resultat wurde ein Konzept für die interprofessionelle Ausbildung präsentiert.

Medizinische Grundversorgung

Bund und Kantone sorgen für eine ausreichende, allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität.
Zentral dafür ist die enge und gut abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe.

Projekt Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe GesBG

Mit dem neuen Gesundheitsberufegesetz fördert der Bundesrat die Qualität in den Gesundheitsberufen auf der Tertiärstufe. Gesamtschweizerisch werden einheitliche Anforderungen an die Ausbildung und Berufsausübung festgelegt.

Forschungsberichte Interprofessionalität im Gesundheitswesen

In dieser Rubrik werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte im Bereich der Interprofessionalität im Gesundheitswesen vorgestellt, die im Auftrag des BAG durchgeführt worden sind.

Newsletter / Jahresberichte Förderprogramm Interprofessionalität

Wir halten Sie auf dem Laufenden. Der Newsletter und der Jahresbericht informieren Sie periodisch über Aktuelles aus dem Förderprogramm Interprofessionalität.

Publikationen im Bereich Interprofessionalität im Gesundheitswesen

Hier finden Sie alle Publikationen zum Teil «Modelle guter Praxis» des Förderprogramms «Interprofessionalität im Gesundheitswesen».

Letzte Änderung 16.10.2019

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Abteilung Gesundheitsberufe
Sektion Weiterentwicklung Gesundheitsberufe
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
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Tel. +41 58 462 74 17
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