Schweizerische Gesundheitsaussenpolitik (GAP)

Als nationale Gesundheitsbehörde ist das BAG eine der Stellen, welche die Umsetzung der Gesundheitsaussenpolitik des Bundesrats gewährleisten. Die GAP verpflichtet die nationalen Akteure zu einem kohärenten internationalen Auftritt.

Eröffnungsrede von Bundesrat Alain Berset an der 69. Weltgesundheitsversammlung in Genf (CH), 23. Mai 2016

Ausbau der Zusammenarbeit für eine bessere Gesundheit für alle

Im Bereich der öffentlichen Gesundheit arbeitet die Schweiz auf internationaler Ebene mit verschiedenen Akteuren und Staaten zusammen, um die bestmögliche Gesundheit für alle zu erreichen. Nach diesem Grundsatz und im Rahmen ihrer GAP engagiert sich die Schweiz wie folgt:

  • Aufbau und Vertiefung der Zusammenarbeit mit bestimmten Staaten aufgrund beiderseitiger Interessen;
  • klare und kohärente Stellungnahmen zu globalen Gesundheitsthemen im Rahmen der Beziehungen zu anderen Staaten und in den internationalen Organisationen;
  • Zusammenarbeit mit den wichtigsten nationalen Gesundheitsakteuren zur dauerhaften Gewährleistung der Kohärenz und Rechtmässigkeit ausserstaatlicher Stellungnahmen.

Notwendigkeit eines kohärenten internationalen Auftritts

Angesichts der Komplexität der Beziehungen zwischen den zahlreichen Gesundheitsakteuren auf internationaler Ebene war die Schweiz einer der ersten Staaten, die eine departementsübergreifende politische Strategie einführten. Die GAP, mit der 20 in drei Zielbereiche eingeteilte Ziele verfolgt werden, bezieht folgende Akteure ein:

  • eidgenössische Organe wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) oder die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK);
  • medizinische und wissenschaftliche Einrichtungen wie Spitäler, Kliniken, Universitäten und Forschungszentren;
  • weitere nicht staatliche Akteure wie Stiftungen, Verbände, Nichtregierungsorganisationen und der Privatsektor.

Die Einzelinteressen dieser Stellen werden im Dialog aufeinander abgestimmt. Das Ziel ist, einen einheitlichen Bezugsrahmen für die offiziellen Vertreterinnen und Vertreter der Schweiz zu schaffen. Dank dieses gemeinsamen Hintergrunds sprechen die Schweizer Gesandten im Ausland mit einer Stimme und können auf einer klaren und soliden Grundlage verhandeln. Die GAP stärkt die Position der Schweiz und sorgt für einen kohärenten Auftritt, so dass unser Land seine Interessen besser vertreten und seinen Beitrag zur weltweiten Gesundheit ausbauen kann.

Letzte Änderung 15.05.2019

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