Evaluation des Transplantationsgesetzes

Die Qualität des Transplantationsgesetzes sowie dessen Vollzug werden evaluiert. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Optimierungsvorschläge formulieren.

Gemäss Artikel 55 des Transplantationsgesetzes muss das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Vollzug und die Wirkungen des Gesetzes im Rahmen von Evaluationen wissenschaftlich untersuchen (den Link zum Transplantationsgesetz finden Sie auf dieser Seite im Register «Gesetze»). Folgende Themen sind dabei besonders zu beachten:

  • Der Einfluss des Gesetzes auf die Situation im Transplantationswesen
  • Die Einstellung und das Verhalten der Bevölkerung sowie des medizinischen Personals zum Thema Transplantation
  • Die Praxis der Zuteilung der Organe
  • Die Qualität der Transplantationen
  • Die Verfügbarkeit von Organen, Geweben und Zellen zur Transplantation

Die Ergebnisse und Empfehlungen aus den Evaluationen sollen dazu dienen, den Vollzug des Transplantationsgesetzes und bei Bedarf auch das Gesetz und die Verordnungen selbst zu verbessern.

Die Evaluationen des Transplantationsgesetzes finden in mehreren Etappen statt. Schwerpunktmässig werden dabei die seit 2004 im Rahmen des Monitorings systematisch erhobenen Daten ausgewertet.

1. Die formative Evaluation

Die formative Evaluation wurde zwischen dem 1. Mai 2007 und dem 31. Dezember 2009 durchgeführt. Ziele waren eine fortlaufende bedarfsgerechte Berichterstattung in Bezug auf direkt und indirekt relevante Vollzugsfragen sowie die Schaffung einer guten Grundlage für die summative Evaluation. Die formative Evaluation lieferte einen wichtigen Beitrag zu ersten Vollzugsoptimierungen des am 1. Juli 2007 in Kraft getretenen Transplantationsgesetzes.

2. Die summative Evaluation

Die summative Evaluation des Transplantationsgesetzes ist eine rückblickende, bilanzierende Analyse, die auf den Ergebnissen der formativen Evaluation aufbaut. Sie wird im Rahmen BAG-externer Mandate durchgeführt. Deren erste Etappe beginnt im Jahr 2019. Erste Resultate sind im Jahr 2022 zu erwarten. Eine Begleitgruppe aus BAG-internen und -externen Mitgliedern steht dem Evaluationsteam beratend und unterstützende zur Seite.

Die summative Evaluation soll insbesondere Aufschluss darüber geben, inwiefern die Ziele des Gesetzes erreicht werden und ob der Vollzug des Transplantationsgesetzes in der Praxis den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Daraus sollen Empfehlungen für Verbesserungen oder Anpassungen sowohl in der Praxis des Vollzugs, als auch der Formulierung der gesetzlichen Vorgaben abgeleitet werden. Dem Bundesrat wird nach Abschluss der Evaluation über die Ergebnisse und Empfehlungen Bericht erstattet.

Die Details zu Organisation, Fragestellungen und Begleitgruppe der ersten Etappe der summativen Evaluation sind in einem Rahmenkonzept zusammengefasst, das unten im Reiter «Dokumente» zur Verfügung steht.

Links

Gesetze

Gesetzgebung Transplantationsmedizin

Das Transplantationsgesetz schafft die rechtlichen Grundlagen für die Transplantationsmedizin in der Schweiz. Es basiert auf dem Verfassungsartikel 119a und wird ergänzt durch sechs Ausführungsverordnungen.

Weiterführende Themen

Monitoring des Transplantationsgesetzes

Mit dem Monitoring werden systematisch Daten aus dem schweizerischen Transplantationswesen gesammelt.

Transplantationsmedizin: Zahlen & Fakten

Diese Seite gibt einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Fakten des Transplantationswesens.

Evaluationsmanagement im BAG

Das Evaluationsmanagement stellt die Prozessführung von Evaluationsprojekten und die Qualitätssicherung der Produkte von Evaluationen sicher.

Letzte Änderung 15.02.2019

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Biomedizin
Sektion Transplantation
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 51 54
E-Mail

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