Stärkung der Schweiz als Standort für biomedizinische Forschung und Technologie

Die Schweiz steht als Forschungs- und Innovationsstandort im Bereich der Biomedizin im internationalen Vergleich sehr gut da. Der Bund engagiert sich im Rahmen eines Masterplans, um die biomedizinische Forschung und Technologie in der Schweiz nachhaltig zu stärken.

Nachhaltige Stärkung durch gezielte Massnahmen und Abstimmung zwischen den Akteuren

Im Hinblick auf die Stärkung des Standorts Schweiz hat der Bundesrat 2013 den Masterplan «Massnahmen des Bundes zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie» verabschiedet. Im Rahmen des Masterplans werden zwischen 2013 und 2020 insgesamt 23 sektorspezifische Massnamen umgesetzt, mit dem Ziel, möglichst gute Rahmenbedingungen für die biomedizinische Forschung und Technologie zu erhalten und weiter zu schaffen und gleichzeitig der Schweizer Bevölkerung den physischen und bezahlbaren Zugang zu den Errungenschaften und neuen Produktender Biomedizin zu gewährleisten.

Der Wirkungsbereich des Masterplans umspannt die gesamte Kette – von der Forschung und Entwicklung, über die klinische Forschung, den Marktzutritt für Produkte der Biomedizin, deren Preisbildung und Vergütung durch die Sozialversicherung, bis hin zur Verfügbarkeit dieser Produkte im Versorgungsalltag.

23 Massnahmen in unterschiedlicher Verantwortung

Der Masterplan ist initial mit 21 Massnahmen in den Bereichen Forschungs- und Nachwuchsförderung, Marktzugang und Überwachungssystem, Vergütung durch die Sozialversicherung, seltene Krankheiten und geistiges Eigentum gestartet (eine Liste der Massnahmen findet sich im Anhang des Berichts). Im Jahr 2016 sind zwei weitere Massnahmen in den Bereichen Versorgungssicherheit und Medizinprodukte dazugekommen. Für die Konzeption und die Umsetzung der Massnahmen verantwortlich sind verschiedene Abteilungen des BAG, das Institut für Geistiges Eigentum (IGE), das Staatssekretariat fürBildung, Forschung und Innovation (SBFI) sowie das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic.

Zwischenbilanz

Der Bundesrat hat Ende 2018 Zwischenbilanz zur Umsetzung des Masterplans in Form einer Standortbestimmung gezogen (siehe unten, Reiter «Dokumente»). Die Umsetzung der 23 Massnahmen ist fünf Jahre nach Verabschiedung des Masterplans insgesamt auf gutem Weg. Bei zwei Drittel der Massnahmen wurde das definierte Ziel bereits ganz oder zumindest teilweise erreicht, bei den meisten anderen wurden wichtige Fortschritte erzielt. Lediglich bei der Massnahme zur Sicherstellung der Kostenübernahme von Behandlung und Pflege in akademisch-initiierten klinischen Studien, konnte das im Masterplan anvisierte Ziel nicht erreicht werden.
Der Masterplan hat nicht nur innerhalb der einzelnen Themenfelder Verbesserungen gebracht, sondern auch auf der übergeordneten Ebene: Die ganzheitliche Betrachtung des Systems hat sich für die Abstimmung zwischen den einzelnen Bereichen als äusserst zielführend erwiesen. Durch den Masterplan konnte ein besseres Verständnis über die Amts- und Departementsgrenzen hinweg geschaffen werden. Zudem hat sich der Masterplan als politisches Instrument bewährt. Auch international findet der Masterplan im Kontext des Standortwettbewerbs einige Beachtung und wurde mit ausländischen Delegationen bei diversen Besuchen angesprochen.

Bundesrat beschliesst Erneuerung des Masterplans

Aufgrund der Bedeutung der biomedizinischen Forschung und Industrie für die Schweizer Wirtschaft und das Gesundheitswesen hat der Bundesrat beschlossen, den Masterplan weiterzuführen. Er hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, einen neuen Masterplan für die Jahre 2020–2025 zu erarbeiten. Die Liste der umzusetzenden Massnahmen wird 2020 vorgelegt; sie kann je nach technologischen Entwicklungen oder Anliegen der involvierten Interessengruppen laufend angepasst werden. Zu den Schwerpunkten gehören die Stärkung der klinischen Forschung, der erschwingliche Zugang zu neuen biomedizinischen Produkten und die digitale Transformation.

Das EDI arbeitet gemeinsam mit dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) an der Umsetzung des Masterplans 2020–2025. Vorgesehen ist zudem ein regelmässiger Informationsaustausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Interessengruppen.

 

Letzte Änderung 28.05.2019

Zum Seitenanfang

Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Biomedizin
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 51 54
E-Mail

Kontaktinformationen drucken

https://www.bag.admin.ch/content/bag/de/home/medizin-und-forschung/biomedizinische-forschung-und-technologie/masterplan-zur-staerkung-der-biomedizinischen-forschung-und-technologie.html